Über 'meine' erste Geburt und den schlechtesten Mai seit 100 Jahren

Donnerstag, 24.05.2018

Wie schnell die Zeit doch immer vorbei geht... Ich bin doch gefühlt gerade erst hier auf der Schaffarm angekommen! Aber tatsächlich bin ich jetzt schon mehr als 3 Wochen hier und bleibe wahrscheinlich auch nicht mehr so lang, deswegen wird es jetzt Zeit, ein bisschen zu erzählen.

Ich lebe hier mit Silja und Þórður in einem kleinen,  eher älteren, teilweise auch ein bisschen  "runtergekommenen" Haus in Barðaströnd, das ist der südlichste Küstenstreifen der Westfjorde und etwa 30 Min. von Patreksfjörður, dem nächsten Dorf, entfernt. Die beiden haben zwei Söhne (20 und 22 J.), diese leben aber nicht mehr hier. Ich schlafe im ehemaligen Zimmer eines der Söhne.

Silja und Þórður besitzen außer den ca. 100 Schafen (deren Fleisch sie verkaufen) und einigen Hühnern (deren Eier sie auch verkaufen) außerdem ein Guesthouse mit zwei Wohnungen, in denen Touristen meist eine Nacht bleiben (Ferðaþjónustan Móra Guesthouse). In direkter Umgebung sind ein paar weitere Häuser (ein Nachbar, der auch dauerhaft hier lebt und ein paar Sommerferienhäuser von Isländern und eben das Guesthouse). Einen Kilometer entfernt liegt dann das Schafhaus und der Hühnerstall - also nicht so wie ein 'klassischer Bauernhof', zumindest nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte. War aber dann natürlich auch okay so. 

der Stall im Schafstall der Huehnerstall

Die Umgebung ist sehr schön, in einem kleinen Tal gelegen und von tollen Bergen umgeben - und das Meer ist auch ganz nah. Auf der anderen Straßenseite ist sogar ein kleiner natürlicher hot pool, von denen es ja viele in Island gibt. Von meinem Fenster aus ist ein schöner Wasserfall zu sehen, man braucht ne halbe Stunde, um dorthin zu gelangen, ziemlich cool.



Da ich ja früher als geplant gekommen bin, hatte die "lambing season" noch nicht begonnen, d.h. in der ersten Woche hatte ich gar keine Aufgaben im Stall. Was aber während meiner gesamten Zeit hier zu meinen Aufgaben gehörte, war, nachdem die Gäste abgefahren waren, Betten ab- und wieder zu beziehen, Staub zu saugen und Boden zu wischen. Ich war erst nicht so glücklich damit, schließlich hatte ich ja bei Dagny + Familie schon genug Putzarbeit gemacht und hatte eigentlich eher jetzt mit "Farmleben" und "Farmarbeit" gerechnet und weniger mit dem Putzen. Doch mittlerweile ist das auch in Ordnung für mich. 
Eines der Häuser hier muss renoviert werden, das ist ein Projekt, an dem Silja und Dotti arbeiten (Dotti ist Þórður's Spitzname und ich nenn ihn nur so, da ich mir seinen richtigen Namen oft nicht merken/ richtig aussprechen kann). Dort hab ich auch immer wieder etwas mitgeholfen, z.B. die Decke neu gestrichen. Ein anderes Projekt war es, ein weiteres Guesthouse wieder auf Vordermann zu bringen (Fenster putzen etc.). An Nicht-Regentagen gab es auch immer wieder Gartenarbeit. Sämtliche Aufgaben, die ich jetzt aufgezählt habe, beziehen sich auf die gesamte Zeit und nicht nur auf die erste Woche. 

gartenarbeit

Am 6.Mai wurden die ersten zwei Lämmchen geboren (am häufigsten sind es Zwillinge und Drillinge, eher seltener Einzelkinder). Die erste Geburt überhaupt, die ich miterleben durfte! Das war schon irgendwie schön zu sehen, wie dieses noch nasse und am Anfang kurz dampfende (:D) zarte Wesen seinen ersten Atemzug macht und schon 10 Min. später versucht, sich auf seine wackeligen Beinchen zu stellen, die die ganze Zeit wegrutschen. Und wie die Mama ganz fürsorglich das Baby abschleckt. 

frisch geboren! gleich ist es draussen! frisch geboren!

Wichtig ist, dass die Lämmer mit beiden Vorderbeinen zuerst rauskommen, gefolgt vom Kopf. Oft liegen sie irgendwie falsch, sodass Silja oder Dotti dann helfen müssen, indem sie mit der Hand im Bauchinneren das Lamm richtig positionieren und dann rausziehen. Manchmal liegt das Lamm zwar richtig, aber das Mamaschaf hat keine Kraft mehr, sodass das Lamm dann auch rausgezogen werden muss. Dabei durfte ich einmal helfen, die Beine waren schon halb draußen und ich hab das Lamm dann noch vollends rausgezogen. Das war etwas ganz Besonderes für mich! 

Weil eben oft Komplikationen entstehen können, müssen Silja und Dotti ca. jede Stunde bzw. alle zwei Stunden zu den Schafen schauen, um zu sehen, ob alles okay ist oder ob sie helfen müssen. Auch in der Nacht. Da wechseln die beiden sich dann immer ab. Es hätte keinen Sinn gemacht, wenn ich eine Nachtschicht übernommen hätte, denn ich, als total Unerfahrene, kann nicht einschätzen, wann eine Geburt möglicherweise Komplikationen bereitet, und ab wann man eingreifen und helfen sollte. 

Nicht alle Mütter schaffen es, genügend Milch zu geben. Diese Lämmchen füttere ich dann mit der Flasche, das ist sehr süß und eine Aufgabe, die ich sehr genieße. 

Laemmchen fuettern :) Laemmchen fuettern :) und nach dem fuettern noch kuscheln :) Milch fuer die Kleinen vorbereiten


Das Mamaschaf und seine frisch geborenen Lämmer kommen nach der Geburt in eine Einzelbox. Mit der Zeit wurden immer mehr Einzelboxen belegt und irgendwann dann auch im Gang durch "Trennwände" vorübergehende Einzelboxen geschaffen. Es wurde zu meiner Aufgabe, den Schafen in der Früh und manchmal abends Wasser zu geben. Dazu muss ich Wassereimer in jede der Einzelboxen bringen, viel Schlepperei und Hin- und Hergelaufe. In der Zeit, in der ganz viele Geburten waren, dauerte das Wasser-Verteilen eine dreiviertel Stunde bzw. manchmal sogar eine Stunde. Aber ich mag diese Aufgabe, denn es war ja eben genau die Farmarbeit, die ich mir ja erhofft hatte. Einfach im Stall mit den Tieren um mich herum vor mich hinarbeiten, und v.a. eine Aufgabe, die Silja und Dotti wirklich komplett an mich abgeben können.

die Einzelboxen fuer die Mamas mit ihren Babys die Einzelboxen fuer die Mamas mit ihren Babys die Einzelboxen fuer die Mamas mit ihren Babys

Mein Vormittag schaut also meist so aus: um 7 Uhr stehe ich auf, gehe ne Stunde spazieren oder joggen oder mach Yoga oder so, und zwischen halb 9 und halb 10 fang ich dann zu "arbeiten" an, also gehe zum Stall und verteile erstmal Wasser und füttere die Lämmchen. Anfangs, als es noch nicht so viel mehr im Stall zu tun gab, bin ich dann meist zurück und hab im Guesthouse angefangen oder so. Um 12/ halb 1 gibt es dann immer Mittagessen. 
Der Nachmittag ist dann nicht mehr so routiniert. Manchmal machen wir dann gleich im Guesthouse weiter oder an irgendeinem der anderen Projekte. Oder wir relaxen noch ein oder zwei Stunden, bevor es weiter geht. Für mich ist das ein bisschen blöd, weil ich mich so nicht richtig auf was einstellen kann und in Wartestellung bin... aber ich habe gelernt, die Zeit dann für mich auch sinnvoll zu nutzen und nicht nur verstreichen zu lassen. In der letzten Woche machte ich dann auch noch am späten Nachmittag/abends wieder das Wasser- und Milch-Programm oder half beim Füttern. 
Ich hab also keine wirklich geregelten Arbeitszeiten, wie ich es eigentlich erhofft hatte. Dadurch habe ich manchmal ca.  3/4 Std. gearbeitet, manchmal (eher häufiger) aber auch ca. 5/6 Std. Viele bei Workaway haben die Regelung, dass man am Wochenende frei bekommt (bei 4 - 5 Std. Arbeit). Aber das war hier auch nicht so, stattdessen nahmen mich die beiden manchmal, wenn das Wetter gut war, spontan auf nen kleinen Ausflug mit und zeigten mir ein bisschen was von der Umgebung. Das war auch super, dennoch war das insgesamt nur ein paar mal der Fall - deswegen hätte ich es lieber gehabt, wenn ich am Wochenende einfach frei gehabt hätte. Aber naja, alles halb so wild. 

Einmal fuhr ich mit Silja zu einem 10 km entfernten Wasserfall, der hinter einer natürlichen Felsmauer versteckt liegt. Wenn man dahinter geht, ist es fast wie eine eigene Welt. So schön da!



Ein anderes Mal fuhr Dotti mit mir zu einem anderen Wasserfall, hinter den man sogar gehen konnte. Von dort hatten wir einen Wahnsinnsblick die ganze Küste entlang, mit den Fjorden...wow! Außerdem ist dort noch durch niedrige Steinmauern der Grundriss eines Hauses und eines Schafstalles zu sehen, die dort einmal standen. Dotti kennt sogar den Mann, der dort lebte - als 14-Jähriger hatte er ihm einmal mit den Schafen geholfen! Wir liefen ein wenig dort rum und er zeigte und erzählte mir währenddessen eine Menge von damals. Ich liebe es, so kleine Geschichten zu erfahren, die ich nicht erfahren würde, wenn ich nicht im Kontakt mit den Einheimischen wäre. 

hinter dem Wasserfall! der Grundriss des Hauses, das hier mal stand


Das Gleiche gilt natürlich auch für die Orte, die ich auf diese Weise zu sehen bekomme.

Unterwegs zeigte er mir noch ein paar andere interessante Stellen und am Strand schließlich sahen wir sogar Robben! Das war ein richtig gelungener Ausflug.

Ein andermal besuchte Silja mit mir einen Ort in der Nähe von Flókalundur. Und wieder eine sooo schöne und faszinierende Landschaft!



An einem Regentag nahm Silja mich mit nach Bíldudalur zu einem "icelandic monsters" - Museum. Viele Isländer glauben, dass sich in den Gewässern Monster tummeln (bzw. noch nicht entdeckte Tierarten) oder können zumindest nicht ausschließen, dass es sie nicht gibt. Das Thema wurde echt interessant und gut aufgearbeitet und gestaltet.

aaaaah

An einem Nachmittag hatte ich unerwartet Zeit und so machte ich mich auf zu einer spontanen Wanderung auf einen Berg, den man vom Wohnhaus aus sehen kann (Múlahyrna). Diese Wanderung ist nicht ausgeschildert oder in einem Reiseführer gelistet, es gibt auch keinen richtigen Weg oder Markierungen. Nur die Leute der Umgebung wandern ihn manchmal hoch. Deswegen war natürlich auch niemand außer mir unterwegs, was ich super fand und die Wanderung für mich nochmal besonderer machte. Von oben hatte ich wieder eine unglaubliche Aussicht entlang der Küste. Außerdem war es ein klarer Tag, sodass ich richtig gut Snæfellsnes sehen konnte (das kommt nicht all zu oft vor) - und auch viele der Inselchen. Auf der anderen Seite konnte ich steile, tief abfallende Klippen sehen, das wsr beeindruckend. Silja und Dotti konnten mich sogar mit dem Fernglas dort oben sehen! 

das ist der Berg - nur lag kein/kaum Schnee mehr, als ich rauf bin ;) Snæfellsnes Snæfellsnes

Dottis Familie wohnt nur 5 km entfernt - dort ist er auch aufgewachsen. Noch immer wohnen seine Mutter und zwei seiner Brüder (plus Familie) dort und betreiben eine große Schaffarm mit 900 Schafen! Wir waren öfters bei ihnen zu Besuch oder Dottis Neffen bei uns. 

Eine Arbeit im Stall, die Dotti, Silja und ich oft zusammen machten, war das "Umziehen" von Schafen in eine andere Box. Was ich damit meine, habe ich mal skizziert, denn es ist recht schwer es ansonsten zu beschreiben: 




In Island ist es üblich, dass die Schafe den Winter über im Stall bleiben und im Mai/Juni, wenn alle Lämmer geboren sind, frei gelassen werden. Bis Ende September ziehen sie dann durch die Berge. Bevor schließlich der Winter wieder Einzug hält,  machen sich die Farmer auf den Weg und sammeln die Schafe wieder von den Bergen ein (etwas, was ich auch auf jeden Fall mal miterleben will, d.h. ich will irgendwann mal im September in Island sein!). 
Mitte Mai entließen wir zuerst die männlichen Schafe in die Freiheit Ein paar Tage später dann die weiblichen Schafe, die keine Lämmer erwarteten. Am 21.Mai schließlich ließen wir zum ersten Mal ein paar Schafe mit ihren Lämmern frei. So schön zu sehen, wie glücklich die Schafe auf der Wiese drauf los rennen! So wird jetzt Stück für Stück der Stall wieder leerer. Die Farmer wissen allerdings nie, ob sie tatsachlich all ihre Schafe wieder sehen. Es kommen immer ein paar nicht zurück bzw. werden nicht gefunden, da sie vielleicht ertrunken sind oder so... Ansonsten aber liebe ich die Vorstellung, dass sie den ganzen Sommer wie richtig wilde Schafe mit ihrer eigenen Herde, ohne Einfluss vom Menschen, in der Natur umherziehen können. 

auf dem Weg in die Sommerferien :D schöne Sommerferien - und kommt heile wieder!

Hier noch Bilder von den etwas älteren Lämmern (ca. 10 Tage), die im Stall herumsausen und Fangen spielen:

die Laemmer beim spielendie Laemmer beim spielen dieses klettert auf der mama rum

Übrigens sagen die Leute des Wetterdienstes, dass dieser Mai einer der Schlechtesten seit 100 Jahren war! Kälter, mehr Niederschlag und Schnee als normalerweise! Na super - da hab ich mir ja das richtige Jahr ausgesucht :D ...aber eigentlich doch nicht so schlimm für mich, denn zum Glück hatte ich genau in diesem schlechten Monat hier ein festes Zuhause, ein sicheres Dach über dem Kopf. Aber es war schon echt nicht so dolle, das Wetter. In der ersten Woche gab es eigentlich ständig Schneeverwehungen. Es sah ziemlich winterlich aus - letztendlich war es das auch! Dann wurde es etwas wärmer (zwischen 3 und 10 Grad), d.h. kein Schnee mehr, aber dafür Regen. Es folgten ein paar Tage heftiger Wind/Sturm - ich konnte mich bei den Böen quasi in den Wind legen! Das hat ja schon eigentlich wieder Spaß gemacht :D
Dann gab es Mitte Mai mal ein paar echt tolle Tage, mit viel Sonnenschein und Temperaturen zwischen 10 und 15 Grad! An dem wärmsten Tag sogar 20 Grad in der Sonne - das zweite Mal in meiner Zeit in Island, dass ich nur im kurzärmligen T-Shirt draußen sein konnte. Etwas Besonderes, haha. Seit ner Woche liegen die Temperaturen aber wieder zwischen 3 und 10 Grad und nur ab und zu regnet es mal nicht. Außerdem ist es in der Landschaft fast überall immer noch relativ braun/okker farben. Einige Stellen werden aber schon leicht grün, aber normalerweise ist es Ende Mai um einiges grüner. Naja, zum Glück bin ich ja noch ne Weile in Island, sodass ich hoffentlich auch noch alles in ganz grün erleben darf. Naja, so viel zum Wetter. 

Wintereinbruch

Man merkt aber trotzdem, dass es auf den Sommer zu geht. Denn es wird nachts gar nicht mehr wirklich dunkel, die komplette Nacht ist es eher so dämmrig. Und inzwischen verschwindet die Sonne auch erst um halb 11 nachts hinter den Bergen. Das ist wirklich komisch und ungewohnt, aber irgendwie auch cool. Allerdings brauch ich zum Einschlafen auf jeden Fall meine Schlafmaske!

halb 11! mitten in der Nacht, um 3 Uhr oder so

Zu essen gab es hier viel Fleisch und Fisch (hab das Gefühl, das ist das Grundnahrungsmittel in Island, schon bei Dagny&Co gab es das ja fast jeden Tag), aber das Gute daran ist: das Fleisch ist von deren Schafen, d.h. es ist nicht nur ein qualitativ sehr gutes Fleisch, da keine Chemikalien, Medikamente etc., sondern für mich wichtiger: ich weiß, dass die Schafe ein schönes und vermutlich glückliches Leben hatten. Der Fisch ist frisch gefangen, d.h. kein Zuchtfisch oder so. Das find ich sehr gut. Außerdem produzieren sie eigenen getrockneten Fisch (das ist ja ein beliebter, aber nicht ganz billiger Snack in Island). Dafür werden die Fische an einer Schnur aufgehängt und 2-3 Wochen im Freien, aber überdacht, getrocknet. Und sie räuchern auch selber den Fisch oder das Fleisch in einer kleinen Blechhütte, das als smoke house dient. 
Der frische Fisch muss natürlich erst noch ausgenommen werden. Dotti hat mir gezeigt, wie es geht und mich machen lassen. Mir war echt ein bisschen schlecht, denn es sieht wirklich nicht appetitlich aus. Aber das gehört eben auch dazu - und wenn ich den Fisch esse (der übrigens seeehr lecker ist), dann muss ich auch sehen können, wie er zubereitet wird, oder?! 

frischer Fisch!hier wird der Fisch vorbereitet und da hinten grosse Mengen Fleisch und Fisch gekuehltgetrockneter Fisch

hier wird der Fisch und das Fleisch geraeuchert

So, und zuletzt noch eine weitere interessante Sache, die ich erfahren habe: es gibt verschiedene Wörter für die verschiedensten Formen von Gestein und Felsen bei den Bergen. Also nicht nur Umschreibungen, sondern eigene Vokabeln. Das hat entwickelte sich, als die Menschen anfingen, ihre Schafe im Herbst wieder einzusammeln, damit sie leichter darüber reden konnten, wo sie Schafe gesehen hatten oder wo sie schon waren etc. Find ich voll spannend. 

Für mich geht es bald wieder weiter, es sind nur noch 2 trächtige Schafe übrig. Insgesamt wurden 70 oder 80 Lämmer geboren (aber es gab auch ein paar Totengeburten)!
Die Zeit hier war sehr schön, hab Neues gelernt und erfahren dürfen, neue schöne Orte kennengelernt und eine beste Freundin unter den Schafen gefunden (das einzige Schaf, dass mich nicht nur beschnuppern wollte, sondern sich auch von mir richtig streicheln ließ - wir konnten richtig kuscheln! Das war so goldig!).
meine beste Freundin unter den Schafen meine beste Freundin unter den Schafen meine beste Freundin unter den Schafen


Ich bin etwas nervös, wenn ich daran denke, bald wieder "on the road" zu sein und kein sicheres Dach mehr über dem Kopf zu haben, aber ich freu mich auch sehr, wieder neue Teile Islands kennenzulernen und bin schon aufgeregt, was jetzt so die nächsten 1,5 - 2 Monate passieren wird. Denn wirklich planen kann ich nicht, da man nie weiß, ob das Wetter einem vielleicht wieder einen Strich durch die Rechnung macht. 
Aber es wird schon alles so kommen, wie es kommen soll!

Leonie

Nichts erwarten, mit allem rechnen

Samstag, 05.05.2018
Mittlerweile bin ich gut auf der Schaffarm angekommen, etwas früher als geplant, da das Wetter mir nen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Das ist aber auch okay für mich. In diesem Eintrag erzähle ich, was ich so erlebt habe in der Zeit, als ich bisschen reisen konnte. 

Also, am Montagvormittag (23. April) ging's für mich von Akureyri aus los. Der Abschied von der Familie war nicht so schwer, denn ich komme ziemlich sicher noch mal zu ihnen, auch wenn nur für nen kurzen Besuch, denn ich hab ein paar Kleinigkeiten dort gelassen, die ich einfach nicht brauche. 
Mein Ziel war es, bis zur Halbinsel Snæfellsnes zu kommen, im Westen. Und ich hatte total Glück, denn gleich mein erster Lift hatte das Ziel Reykjavik, und da liegt die Snæfellsnes quasi auf dem Weg! Es war ein ca. 60 jähriger Isländer, mit dem ich mich auf der ca. 3 1/2 stündigen Fahrt viel unterhalten habe, fast hauptsächlich über religiöse und spirituelle Themen. Anfangs fand ich das noch spannend, ich rede gerne mit den verschiedensten Leuten über das, was sie glauben oder eben nicht glauben. Ich find das spannend, sich darüber auszutauschen und manchmal kann das auch sehr inspirierend sein. Aber nach einiger Zeit merkte ich, dass mir sein Denken fast ein bisschen zu extrem schien bzw. ich hatte das Gefühl, dass er mir fast seine Sichtweise "aufzudrängen" versuchte. 
Zeitweise dachte ich auch, dass er vielleicht einer Sekte angehören könnte. Tatsächlich hab ich jetzt im Nachhinein herausgefunden, dass er der Vereinigungskirche angehört.
Es war trotzdem auf jeden Fall ein sehr netter Mensch, mit gutem Herz. 
In der Nähe von Snæfellsnes liegt Húsafell, wo noch einer der wenigen Wälder Islands zu finden ist. Außerdem gibt es dort die Hraunfossar. Das ist der gemeinsame Name unzähliger klarer Quellen, die unter dem Lavafeld Hallmundarhraun heraussprudeln. Regen und Schmelzwasser der Gletscher fließen zwischen den Lavaschichten ab, treten als Grundwasser aus und bilden die Wasserfälle Hraunfossar, auf einer Breite von ca. 1 km. Da der Isländer Zeit hatte, schlug er vor, einen kleinen Umweg zu fahren, damit er mir die Wasserfälle zeigen kann. Da sagte ich natürlich nicht Nein. Wirklich sehr schön dort! 

Er erzählte, dass er in Húsafell, nur paar km weiter, ein Sommerferienhäuschen hat und er wollte nur kurz dort hin fahren, um zu sehen, ob dort alles ok ist. Húsafell ist ein richtiger Sommerurlaubsort, nicht nur für Touristen, sondern auch viele Isländer haben dort eben ihre kleinen Sommerhäuser. Aber noch war nicht viel los, sehr angenehm. Es war inzwischen schon 6 Uhr abends und ich überlegte, ob ich vielleicht einfach dort auf dem Campingplatz bleiben sollte. Dann hatte ich noch eine bessere Idee und fragte, ob ich in dem kleinen Vorgarten seines Häuschens mein Zelt aufschlagen dürfte und er hatte kein Problem damit - perfekt.  
Das Wetter am nächsten Tag war immer noch sehr schön, also machte ich dort eine Wanderung und nachmittags hitchhikte ich dann nach Borgarnes im Süden, kurz bevor die Halbinsel Snæfellsnes anfängt. Dort gibt es einen Campingplatz, der - wie die meisten Campingplätze - erst im Mai oder Juni offiziell öffnet. Dafür darf man dort kostenlos bleiben, aber die Toiletten und Wasseranschlüsse sind natürlich auch noch geschlossen. 

Am Mittwochvormittag gabelte mich ein super liebes Paar aus Italien mit ihrem Campervan auf. Ihr Plan war es, die Südseite der Halbinsel entlang zu fahren, bis um die Spitze, dort irgendwo zu schlafen und auf dem Weg Halt an den verschiedenen "Sehenswürdigkeiten" zu machen. Klang super, also verbrachte ich einfach den ganzen Tag mit ihnen. Es war ein sehr schöner Tag - sowohl vom Wetter her, als auch von den Orten, die wir sahen. Schon allein die Straße an der Küste entlang zu fahren lohnt sich, es ist einfach soo schön! 
dieser Farbkontrast!! die Suedkueste der Snæfellsnes entlang die Suedkueste der Snæfellsnes entlang die Suedkueste der Snæfellsnes entlang  

Es gibt dort einen Strand, an dem man eine freilebende Robbenkolonie beobachten kann! Das war toll. Das erste Mal hab ich ja freilebende Robben in Neuseeland gesehen, es ist jedes mal wieder beeindruckend. 
Robben!

In Buðir schauten wir uns eine der ältesten hölzerne Kirchen Islands an (von 1848). 
eine der aeltesten hölzernen Kirchen Islands in Buðir
 
Außerdem gingen wir zu einer wirklich beeindruckenden Spalte in der Felswand, genannt Rauðfeldsgjá. Die Spalte ist sehr schmal und ein Mensch sieht darin winzig aus. Man kann sogar hinein gehen, das war genial. 
Rauðfeldsgjá Rauðfeldsgjá Rauðfeldsgjá
Rauðfeldsgjá Rauðfeldsgjá

Unsere nächste Station war eine kleine Höhle (Sönghellir), die an sich nicht soo besonders ist, aber dafür die Umgebung viel mehr. Einfach fantastisch. Eine wilde, unberührte Landschaft und ein hammer Ausblick die ganze Südküste der Snæfellsnes entlang.  


Arnarstapi ist ein kleiner Ort mit einer irgendwie besonderen Küste... Bevor ich versuche, die irgendwie kompliziert zu beschreiben, zeige ich lieber ein paar Bilder! :D 
Arnarstapi Arnarstapi Arnarstapi Arnarstapi kaffihús in Arnarstapi

Lóndrangar ist eine weitere Stelle an der Küste, ein paar Kilometer weiter von Arnarstapi, mit steil abfallenden Klippen und bizarr aussehenden Felsen und tausenden von Möven. Mit der Sonne in der Abendstimmung einfach ein unglaublicher Ort! 
Lóndrangar

Der Zipfel im Westen der Halbinsel ist der Nationalpark Snæfellsjökull, benannt nach dem gleichnamigen Vulkan, der dort sein rundes, weißes (schneebedecktes) Haupt präsentiert. Den Berg sieht man aber schon eigentlich fast die ganze Fahrt an der Südseite der Halbinsel entlang (wenn keine Wolken ihn einhüllen).
Der Nationalpark besteht eigentlich nur aus großem flachen Land, bedeckt mit einem Lavafeld und ein paar Kratern. Einerseits ganz schön trist, aber andererseits auch total beeindruckend, gerade weil man eben nur von flachem Lavaland umgeben ist. 
Nationalpark Snæfellsjökull

In Hellissandur blieben wir dann auf dem ebenso noch geschlossenen und daher kostenlosen Campingplatz. Es war auf jeden Fall ein toller Tag mit den beiden! 
mit dem italienischen Paerchen

Am Donnerstagvormittag machte ich mich wieder auf den Weg, wollte nun von Hellissandur (auf der Nordseite der Halbinsel, ganz außen im Westen) Richtung Osten, und auf dem Weg noch an ein paar Orten Halt machen. Das italienische Paar war noch in ihrem Campervan als ich los ging, ansonsten wäre ich vermutlich noch mal mit denen mit gefahren. Ich wollte aber eh erst mal nur ein paar Km weiter zum Wasserfall Svöðufoss. Ein sehr netter Isländer fuhr für mich sogar direkt dort hin, denn von der "Hauptstraße" ist der auch noch mal ein Stück entfernt. Es ist, wie eigentlich alle Wasserfälle in Island, ein echt schöner Wasserfall. Dennoch aber weniger spektakulär als andere und daher auch nicht so viel von Touristen überlaufen, was echt angenehm war. 

Von dort wurde ich zum ersten Mal von einer Deutschen im Auto mitgenommen, davor waren es entweder Isländer oder eben Touristen, aber bis dahin noch nie jemand aus Deutschland, sondern die meisten aus Italien :D und generell wurde ich insgesamt eher von Touris als von Isländern mitgenommen. 
Übrigens hab ich mal nachgezählt - ich wurde in den ersten Tagen in Island und jetzt vergangene Woche - also ungefähr in knappen 2 Wochen von insgesamt 35 Autos mitgenommen!! :D
Naja, das war jedenfalls auch ein deutsches Mädel, ungefähr gleich alt wie ich, die auch über workaway auf einer Farm mitarbeitet und das Auto ausgeliehen bekommen hat - wir haben uns gut verstanden. Ich wollte eigentlich nur bis Grundarfjörður und dort ne Wanderung machen (zufälligerweise genau die gleiche, die sie auch vor hatte) - aber auf der Fahrt fing es heftig an zu schneien! Damit hatten wir natürlich überhaupt nicht gerechnet - irgendwie. Obwohl man ja eigentlich mit allem rechnen muss in Island. 

Ich entschied mich dann doch dafür, mit nach Stykkishólmur zu kommen, das ist der größte Ort auf der Snæfellsnes. Dort kam ich dann mittags an und den kompletten restlichen Tag hat es nur noch geregnet. Deswegen quartierte ich mich in der Tankstelle ein und verbrachte dort ein paar Stunden. Abends ging ich dann auf den Campingplatz. Der hat zwar natürlich auch noch geschlossen, aber ich entdeckte, dass sie dort trotzdem in der Winterpause einen kleinen Aufenthaltsraum mit Tischen und Stühlen und sogar Toiletten 24/7 offen haben! Ach, da war ich ja so dankbar, unfassbar toll von den Campingplatz-Betreibern!! 
Denn auch am nächsten Tag - Freitag - schneite/regnete es fast die ganze Zeit, so konnte ich also nicht so viel unternehmen, aber ich hatte wenigstens einen warmen Raum usw., in dem ich dann chillen konnte, vor allem abends war das super.


Es waren nur ein paar wenige andere Leute außer mir da, die aber in ihren Campervans schliefen. Freitagmittag hörte es dann aber auch mal für ein paar Stunden auf zu regnen und ich erkundete den Ort. Von einer kleinen Halbinsel aus hatte ich einen tollen Blick: in der Ferne Richtung Norden konnte ich die Westfjorde erkennen und im Meer sah ich unzählige kleine und mittelgroße, eher flache Inselchen! Es heißt, es gibt zwei Dinge, die unzählbar sind: die Sterne und die Inseln in der großen Bucht zwischen der Snæfellsnes und den Westfjorden. Und das ist tatsächlich so! Auf jeden Fall wirklich sehr schön. 
Stykkishólmur

Zuerst war ich bisschen unglücklich, dass das Wetter so schlecht war. Aber letztendlich war es doch dann ein echt schöner Tag, denn es tat einfach mal gut, nicht so viel Programm zu haben und einfach auch mal zu relaxen. Es war wie eine kleine Verschnaufpause oder so. Außerdem konnte ich ohne schweren Rucksack unterwegs sein, weil ich mein Zelt stehen ließ und darin alles verstaut hatte. 

Für den Samstag hatte ich dafür aber wieder einiges vor, denn die Wettervorhersage sagte super schönes Wetter voraus, und behielt diesmal sogar Recht.
Morgens wurde ich von zwei netten Französinnen, die ich am Campingplatz kennengelernt hatte, ein Stück mitgenommen. Ich wollte zu einem kleinen Berg - eher Hügel -, den Helgafell (übersetzt Heiliger Berg). Der hat eine besondere Bedeutung bei den Isländern: der Hügel war in Sagazeiten so heilig, dass ältere Isländer ihn vor ihrem Tod aufsuchten. Heute glauben manche Einheimische, dass denjenigen, die den Hügel besteigen, 3 Wünsche erfüllt werden, sofern sie reinen Herzens sind. Dazu muss man aber vom Grab der Guðrún Ósvífursdóttir  (die Hauptperson in einer der Sagas)  hoch gehen, auf dem Weg nicht zurück schauen und kein Wort reden, dann hat man 3 Wünsche frei. Genauso hab ich das dann auch gemacht :) Von oben hatte ich dann eine tolle Sicht auf Stykkishólmur, die tausenden Inselchen und die schneebedeckte Gebirgskette die Halbinsel entlang. 
Blick vom Helgafell Blick vom Helgafell Blick vom Helgafell Blick vom Helgafell Blick vom Helgafell Blick vom Helgafell

Diese bin ich anschließend wieder Richtung Westen gehitchkiked, also in die Richtung, aus der ich 2 Tage zuvor gekommen war. An einer Stelle zweigt eine kleine Schotterstraße von der Hauptstraße ab, macht einen Bogen um einen Berg, um danach wieder in die Hauptstraße zu münden. Quasi ein Umweg - damit ihr euch das besser vorstellen könnt, wie ich das meine, hier ein Bild von der Karte: 

Auf jeden Fall hab ich "meinen Autofahrer" gebeten, mich an genau dieser Stelle raus zu lassen, denn ich wollte diesen kleinen Umweg (ein paar Kilometer) zu Fuß gehen. Das war die beste Entscheidung! Es eröffnete sich eine ganz eigene Welt, ich war plötzlich umgeben von weißen fantastischen Bergen und Gipfeln und einem Lavafeld. Es fühlte sich an, als wäre die Hauptraße weit weit weg und als wäre ich irgendwo im Nirgendwo, abseits von Zivilisation. Ich liebe dieses Gefühl irgendwie. Es ist ein Gefühl von Freiheit, Frieden, Glück... - einfach überwältigend. 

Eine Momentaufnahme: 
Ich stehe da. Die Sonne scheint in mein Gesicht, keine Wolke ist zu sehen. Ich kneife die Augen etwas zusammen, denn es ist so hell mit dem ganzen Schnee um mich herum. Diese Berge. Ich kann mich kaum dran satt sehen. Es weht kein Wind (!). Mir ist sogar warm. Ich lausche. Und höre...nichts. Rein gar nichts, keinen einzigen Ton! Ich sehe weit und breit keine Menschen, ich bin ganz allein in dem Moment, der Moment gehört mir. Und diese Stille - es ist so still! Das Gefühl ist überwältigend, ich finde keine Worte, bin einfach nur glücklich und dankbar.  *Momentaufnahme zu Ende* 
gluecklich!
...einfach bis ans Ende der Strasse und weiter

Am frühen Nachmittag kam ich dann in Grundarfjörður an, genauer gesagt an dem Wasserfall Kirkjufellsfoss mit dem beeindruckenden Berg Kirkjufell im Hintergrund - eines der beliebtesten Fotomotive Islands. Und dementsprechend auch gut besucht. Trotzdem ein schöner Ort. Etwas weiter, ein bisschen abseits von der "Hauptraße" und Touristen, suchte ich mir dann ein nettes Plätzchen, um mir mein Mittagessen zu kochen. Das schafft auch immer Glücksgefühle in mir: mit einem unfassbar schönem Ausblick mit meinem Gaskocher irgendein einfaches Essen zubereiten und dann einfach auf dem Boden sitzen, die Sonne (wenn sie da ist) und den Blick genießen und essen. Besser geht's nicht. Apropos Essen, falls sich jemand vielleicht gefragt hat, was ich in meiner Reisezeit so esse...das lässt sich ziemlich schnell zusammenfassen: Haferflocken und Couscous. Ich hab auch entdeckt, dass die Kombination von beidem zusammen echt ganz gut ist. Ich hab keinerlei Gewürze oder Salz dabei, d.h. ich schmecke den ganz natürlichen "unverfälschten" Geschmack. Ist jetzt kein kulinarisches Highlight, aber irgendwie passt dieses einfache Basic Essen auch zu meinem Lebensstil während des Reisens. Manchmal gibt es aber auch Instantnudeln :D der Grund für diese Essensauswahl ist einfach: es ist schnell gekocht, verbraucht nicht viel Gas und es ist nicht zu groß und zu schwer. Denn ich muss ständig schauen, dass mein Rucksack nicht zu voll ist und ich spüre meinen Rücken schon nach etwa einer Stunde Rucksack tragen... 
Kirkjufellsfoss und im Hintergrund der Kirkjufelltrampen bei tollem Wetter ist das Geilste!
Mittagessen kochen mit ner Hammer Aussicht
Mittagessen!

Am späteren Nachmittag bekam ich dann wieder einen Lift, weiter Richtung Westen die Halbinsel entlang. Ich wollte zu dem wenig besuchten Wasserfall Svöðufoss, wo ich ja am Donnerstag schon gewesen war. Ich wurde an der "Hauptstraße" rausgelassen und lief das letzte Stück noch hin, wo ich dann endlich nach nem langen und irgendwie anstrengendem Tag ankam. Denn dort wollte ich schlafen. Ich hatte nämlich ein bisschen entfernt eine Ruine eines alten verlassenen und verfallenen Hauses entdeckt und dachte mir, das ist doch ein perfekter Ort zum Zelt aufschlagen, denn das gehört sicher niemandem mehr und stört bestimmt auch keinen, wenn ich da eine Nacht bleibe. Der Ort war echt cool, eine spannende Atmosphäre. 


Um halb 1 in der Nacht wachte ich plötzlich auf und war hellwach. Mein Zelt wurde gerade ordentlich durchgeschüttelt, der Wind heulte laut und das Zelt raschelte und wackelte. Ich dachte mir einfach nur tausend mal: "f***". Denn ich hatte mein Zelt auf ziemlich weichem Boden aufgebaut, die Heringe waren nur in die Erde geflutscht und ich hatte mir noch gedacht: "geil, das geht ja easy - ich mein okay, bei starkem Wind werden die wahrscheinlich dann rausgerissen aber es ist ja zum Glück total windstill". Ernsthaft, genau diesen Wortlaut hatten meine Gedanken - und dafür verfluchte ich mich jetzt. Es war beim Zeltaufbau so windstill gewesen, dass ich so ganz starken Wind einfach gaaar nicht erwartet hatte! Aber es ist Island, und hier ist es echt naiv, so zu denken. Ja, ich hab so ein Wetter überhaupt nicht erwartet, aber in Island muss man eben mit allem rechnen! Das hab ich jetzt noch mal deutlicher gelernt.
Jedenfalls versuchte ich mich zu beruhigen, dass das Zelt ja noch so steht wie es soll, ich wollte absolut da nicht raus. Außerdem dachte ich mir, dass ich dann sicher um ein paar Grad abkühlen würde und wollte nicht wieder kalt ins "Bett". Ich konnte aber auch einfach nicht schlafen. Ich zitterte, obwohl mir nicht kalt war, höchstens biiisschen, es war denk ich eher die Nervosität. Irgendwann um 3 Uhr hielt ich es nicht mehr aus - es hörte sich so an, als ob die Abspannbändel ständig gegen das Zelt schlagen würden. Also ging ich raus und stellte aber zum Glück fest, dass alles noch da war, wo es hingehörte. Ich spannte aber trotzdem noch mal nach und ging dann etwas beruhigter wieder ins Bett. Mein Zittern hatte dann auch aufgehört. 
Kurz drauf fing es auch noch stark an zu regnen, als würde jemand mit nem übergroßem Duschkopf direkt über meinem Zelt stehen. 
Aber ich fing an, mir als eine Art Mantra zuzureden "ich bin sicher, mir kann nichts passieren". Das hört sich jetzt alles glaub ich noch dramatischer an, als es wahrscheinlich in Echt war, aber es war einfach der erste echt starke Wind, den ich im Zelt erlebte, noch dazu alleine und etwa 1 Std Fußweg vom nächsten Mini-Ort entfernt, und mitten in der Nacht. 
Ich fing dann auch an zu zählen, etwa im Rhythmus meines Atems. Damit meine Gedanken nicht ständig kreisten, sondern sich quasi auf das Zählen konzentrieren konnten... Bei 700 oder so döste ich dann auch irgendwann ein...  In der Nacht hab ich trotzdem insgesamt kaum geschlafen. Und der Wind war am nächsten Morgen noch genau so da. Es war auch das erste Mal, dass ich in so nem starken Wind mein Zelt abbauen musste (und abends dann auch aufbauen), das war echt gar nicht so leicht. Aber ich war bisschen stolz, als ich es dann geschafft hatte und wusste, dass ich es schon irgendwie schaffen kann.
 
Ich wollte einfach nur noch nach Stykkishólmur zurück, der Weg klappte bis auf einer Stunde im Regen warten auch ansonsten ganz gut und ich kam mittags endlich wieder an "meinem Campingplatz" mit dem Aufenthaltsraum an. Da war ich echt erleichtert. Den Nachmittag verbrachte ich dann im kleinen Schwimmbad, hauptsächlich in den hot pots. 
Die sind ja Standard in Island, da man ja fast überall heißes Wasser von den geothermischen Gebieten bekommt. Auch Schwimmbäder gibt es in ganz vielen auch sehr kleinen Orten, das ist ein wichtiger Bestandteil der isländischen Kultur, ein sozialer Treffpunkt.  

Für den Montag war das Wetter ein bisschen besser angesagt, sodass ich vorhatte, wieder auf die Südseite der Snæfellsnes zu hitchhiken und dort ne Wanderung zu machen. Jedoch musste ich auf der Fahrt wieder mal spontan umplanen, denn es fing an zu schneien! Also fuhr ich bis nach Borgarnes (wo ich ja ein paar Tage zuvor schon gewesen war) und ging ins Landnahme Museum. Ein echt tolles Museum, interaktiv und beeindruckend gestaltet. In der einen Ausstellung lernte ich darüber, wie um etwa 800 n.Chr. die ersten Menschen (Wikinger) von Norwegen nach Island kamen und sich dort niederließen, echt spannend. In der anderen Ausstellung wurde die Egils Saga erzählt. Es gibt ja ganz viele Sagas, oft Geschichten über die Persönlichkeiten, die damals nach Island kamen. Die Menschen, über die es in den Sagas geht, gab es wirklich, aber ob dann tatsächlich alles genau so geschah, wie es erzählt wird, weiß man natürlich nicht. Aber die Geschichten basieren auf jeden Fall auf dem, wie es gewesen sein muss.

Eigentlich hatte ich ja geplant, erst am Wochenende bei der Schaffarm anzukommen. Ich wollte die wenigen Tage noch nutzen, um ein paar Wanderungen zu machen und ein, zwei Orte noch auf der Snæfellsnes zu besuchen, die ich bis dahin noch nicht gesehen hatte. Aber das Wetter war einfach verrückt: in einem Moment schien die Sonne, nur damit es kurz drauf einen Schneesturm gab. Und so wechselte sich das ständig ab. Also beschloss ich, am nächsten Tag (Dienstag) vormittags mich selbst davon zu überzeugen, wie das Wetter ist! Denn ich erfahre hier ständig, dass ich mich auf Wettervorhersagen nicht verlassen kann. Letztendlich ist das doch oft so, aber in Island halt noch mal irgendwie mehr. Da kann es ganz spontan mal alle 4 Jahreszeiten an einem einzigen Tag geben. Als ich dann am Dienstagmorgen aufwachte, fand ich mal wieder alles weiß um mich vor. Deshalb beschloss ich, Richtung Westfjorde zu trampen. Ich war gespannt, wie mir das gelingen würde, denn sobald man nämlich in den Westfjorden ist, viele Km entfernt von der gut befahrenen Ringstraße, wird der Verkehr relativ gering. Angeblich kommen nur etwa 10% der Touristen hier her - macht auch Sinn, denn die meisten haben ja nur 1-2 Wochen Zeit, und da reicht eben nicht die Zeit, noch diese Gegend abzufahren. Ich hatte also etwas Sorge, wie ich das mit dem Hitchhiken schaffen würde und stellte mich drauf ein, auf jeden Fall 2 Tage zu brauchen, auch wenn es eine Fahrt von nur etwa 4 Stunden ist. Aber wie so oft erlebte ich etwas, dass ich gar nicht erwartet hatte... und zwar nahm mich ein sehr netter Isländer viel weiter mit, als ich dachte, dass ich kommen würde. Er fuhr für mich sogar einen kleinen Umweg!
so schnell kann's gehn :D (auf dem rechten Bild schneit es, erkennt man nur nicht so gut)Westfjorde
 
Und so kam ich schließlich doch noch an der Schaffarm an - ganz unerwarteterweise. Aber, wie hab ich es so oft letzte Woche erlebt: nichts Erwarten, mit allem Rechnen. 
 
Leonie 

Von Glücksgefühlen und echter Angst, vom Überwinden und Aufgeben, vom Mond und Mars

Mittwoch, 18.04.2018

Baru und ich wollten wieder ein bisschen was von Island sehen und das tolle Wetter ausnutzen, deshalb machten wir vor etwas mehr als einer Woche unseren zweiten kleinen Roadtrip. Diesmal war ich die Fahrerin, denn sie konnte das Auto ihrer Gastfamilie diesmal nicht haben, aber ich durfte 'unseres' benutzen. Eigentlich hasse ich ja Auto fahren, hauptsächlich, weil ich kaum Fahrpraxis habe, da ich in Deutschland so gut wie nie dazu komme Auto zu fahren. Irgendwie ist es immer im Ausland so, dass ich da viel mehr Auto fahre, wie ja in Neuseeland auch schon :D und letztendlich war's ja dann gar nicht schlimm, da es quasi wie auf Landstraßen zu fahren ist. 

Schnappschuss beim Autofahren


Unser erstes Ziel war der Mývatn (wörtlich übersetzt Mückensee). Dort sind wir als erstes zu einem Ort gefahren, der heißt Dimmuborgir. Das ist ein Lavafeld, d.h. überall liegen verstreut große und kleinere Lavafelsen und Brocken, es ist darin ein bisschen wie ein Labyrinth. Die bizarren Felsformationen erinnern auch etwas an verfallene Ruinen von Burgen und Türmen. 

Lavafelsformationen Dimmuborgir


Ganz in der Nähe ist der Hverfjall Krater. Ein perfekter runder Krater, wie man ihn sich
bilderbuchhaft vorstellt. Man kann sogar raufkraxeln und hat dann von dort eine wunderbare Sicht auf den schönen See (der aber noch fast ganz zugefroren war) und die Berge, die wie vereinzelte Inseln aus dem weißen Schneemeer herausragen. Und man kann natürlich auch in den Krater blicken, doch da sieht man nicht so viel, es geht halt etwas in die Tiefe und dort unten liegt dann ebenfalls Schnee. 

am Hverfjall Krater am Hverfjall Krater der Hverfjall Krater


Anschließend fuhren wir zur Grotte Grjótagjá. Das ist wie eine Höhle, die in die Erde runter geht und dort unten ist dann ein kleiner See, also eine heiße Quelle mit ungefähr 40 Grad heißem Wasser. Deshalb ist die Höhle auch voller Wasserdampf und von außen sieht man es aus den Felsspalten dampfen. Ein magischer Ort, wenn man sich die ganzen anderen Touris wegdenkt. 

Grjótagjá Grjótagjá


Unsere nächste und letzte Station lag noch etwas weiter, das war der Dettifoss. Ein unglaublich beeindruckender Wasserfall. Man steht oberhalb des breiten Flusses und sieht, wie die ganzen Wassermassen hinabfallen und somit den kräftigen, breiten Wasserfall bilden. Es ist sogar der Leistungsstärkste Europas! Es ist auch total laut da. Einer der tollsten Wasserfälle, die ich in Island und auch generell überhaupt gesehen habe. 

Dettifoss (leider nicht so gut auf dem Bild erkennbar)


Auf dem Rückweg hielten wir noch am Góðafoss. Der Isländer der mich vor einigen Wochen beim Hitchhiken mit nach Akureyri genommen hat, hatte da ja auch kurz für mich gehalten, aber ich wollte noch mal hin. Das ist für mich auch einer der schönsten Wasserfälle hier. Besonders im Winter finde ich die Wasserfälle so faszinierend, wenn riesige dicke Eiszapfen von den Felsen herunterhängen. Das sieht fast märchenhaft aus. Neben unseren "Stationen" war natürlich auch schon allein die Fahrt eine "Sehenswürdigkeit" für sich. Einfach unglaublich schön und sooo weiß alles ringsum! Ich fühlte mich teilweise fast wie am Nordpol - zumindest so wie ich mir den Nordpol vorstelle :D 
Erst am späten Abend waren wir wieder zurück, erschöpft und glücklich nach einem tollen Tag. 


Auch letzte Woche war es sehr ereignisreich für mich. Von Dienstag bis Sonntag war meine Gastfamilie nämlich in Polen, somit konnte ich die Zeit nutzen, um noch mehr von der Umgebung zu entdecken, denn sie waren so lieb und haben mir das Auto anvertraut.

Mittwochmorgen fuhr ich los, wieder in Richtung Mývatn. Ich wollte eine Wanderung im Krafla Gebiet machen. Krafla ist ein Vulkansystem und ein Teil dieses Systems ist der aktive Vulkan Leirhnjúkur, wörtlich übersetzt 'Lehmgipfel'. Die letzte Ausbruchserie des Krafla-Systems war mit Unterbrechungen von 1975 bis 1984 und der lehmige Boden des Berges ist sogar immer noch etwas warm, sodass dort auch kein Schnee liegt. Das heißt überall ringsum ist es weiß, nur der Leirhnjúkur ist braun/ockerfarben, teilweise etwas rötlich oder grellgelb (vom Schwefel). Das sieht richtig toll aus. Außerdem dampft es noch überall aus Spalten! 
Es gibt auch einen kleinen milchig grünen Tümpel, in dem es vor sich hin köchelt. Natürlich riecht es auch nach faulen Eiern - also nach Schwefelwasserstoff.
Man geht an großen schwarzen zackigen Lavafelsen vorbei und denkt sich, man ist grad auf dem Mond unterwegs oder so. Ein faszinierender Ort!

am Leirhnjúkur am Leirhnjúkur am Leirhnjúkur am Leirhnjúkur am Leirhnjúkur bin ich auf dem Mars gelandet? bin ich auf dem Mars gelandet? Mondlandschaft


Manchmal sind auch flache Lavasteine zu sehen, wo noch richtig gut das Ringmuster erkennbar ist. Dadurch kann ich mir total gut vorstellen, wie die damals noch flüssige Lava langsam geflossen ist und dann nach einiger Zeit erstarrte. Ich kann das nicht so gut beschreiben, aber hab versucht es auf einem Foto rüber zu bringen.  

das Ringmuster bei flachen Lavasteinen


Es gibt eine Wanderung, die von dort in Richtung Mývatn geht, die ich gehen wollte. Die ist auch eigentlich markiert, mit so kurzen Holzpflöcken im Boden. Nur war es halt "blöderweise" immer noch Winter und durch den knöchel- bis kniehohen Schnee einfach nicht mehr zu sehen. Außerdem war offensichtlich noch niemand anderes diese Strecke gewandert, sonst hätte ich mich ja an den Fußspuren orientieren können. Ich irrte also bisschen im Schnee herum, bis ich endlich den Einfall hatte, dass ich ja GPS mit meinem Handy hätte und dass meine offline-Map (eine App auf dem Handy - wie Googlemaps, nur braucht man dafür kein Internet) teilweise auch Wanderwege anzeigt. Tatsächlich konnte ich so auf der Map den Weg sehen, den ich gehen wollte und durch das GPS immer wieder sicher sein, dass ich noch in die richtige Richtung laufe. Es ging jedenfalls ständig nur durch den Schnee, teilweise sank ich sogar bis zum Knie ein. Ich war dort ganz alleine, einfach nur umgeben von unberührtem Schnee und diesen Lavafelsen. Der ständige Kontrast von schwarz und weiß ist auch irgendwie faszinierend. Die Sonne schien und es war so still und friedlich um mich herum! Ich fühlte mich als wäre ich völlig abgeschieden und weit entfernt von jeglicher Zivilisation. Das war natürlich nicht so, aber schon das Gefühl davon war unbeschreiblich. 

gluecklich.


Ganz in der Nähe vom Leirhnjúkur liegt der Víti, ein vulkanischer See am Zentralvulkan Krafla. Normalerweise hat der eine tolle blaue Farbe (also anderes blau als normale Seen), aber er war leider noch voll zu gefroren und von Schnee bedeckt. Deswegen beschloss ich noch mal, im Sommer hin zu kommen.

Ein paar Kilometer entfernt liegt Hverir, ein Hochtemperaturgebiet. Das ist immer noch Teil des Krafla-Systems. Es ist eine große flache unbewachsene Fläche, ockerfarben und sehr schlammig - willkommen auf dem Mars! 
(Warum zwei Mädels, die ich da gesehen habe, mit blendend weißen Turnschuhen versucht haben, da rum zu laufen, ohne die Schuhe zu beschmutzen und warum man überhaupt solche Schuhe in Island dabei hat verstehe ich immer noch nicht :D ).
Überall befinden sich verstreut kleine und größere (Schlamm-)Tümpel, überall blubbert und kocht es, und überall dampft es irgendwo raus. Natürlich liegt auch wieder der beißende schwefelige Geruch in der Luft. 

es köchelt und es dampft Hverir Hverir Hverir es köchelt immer noch Hverir Hverir


Inzwischen war es schon später Nachmittag geworden und ich machte mich auf zum Campingplatz am Mývatn um mein Zelt endlich mal einzuweihen. Ich war die Einzige in einem Zelt - Überraschung :D. Ich schlief eigentlich ganz gut, muss ich sagen! Bis auf meine recht kalten Füße am nächsten Morgen (war aber nicht unangenehm oder so in der Nacht) hab ich überhaupt nicht gefroren, es war sogar angenehm warm. Aber gut, ich hatte auch mein Merinoshirt an + Fleecejacke + dünne Daunenjacke. Und zwei Leggings. Aber trotzdem bin ich froh, mir so einen guten Schlafsack gekauft zu haben und v.a. liebe ich die Isomatte. Die ist nämlich zum Aufpumpen und dadurch so dick, dass ich sogar gemütlich auf der Seite liegen kann! Als ich am nächsten Tag (Donnerstag) um 7 Uhr aufstand, sah ich dass die Pfützen sogar gefroren waren...

Zelt einweihenZelt einweihen (und ja meine Socken haengen da oben um zu trocknen.. :D ) gemuetlich


Vom Campingplatz aus gibt es eine Wanderung zum Berg Hlíðarfjall, die ich machen wollte. Der Weg zu diesem Berg war ganz schön und angenehm zu gehen. Irgendwann kam ich dann am Fuße des Berges an und dachte mir, okay, der Weg geht jetzt wahrscheinlich noch irgendwie um den Berg herum um dann geht es rauf, denn die Seite, die ich vom Berg sah, war ziemlich steil.
Aber der Weg ging nicht um den Berg herum. Der Weg führte direkt auf den steilen Hang zu! Anfangs ging es ja noch, es gab einen schmalen Pfad nach oben. 

Doch sehr bald gab es keinen Pfad mehr. Ich wusste nur durch die kleinen Holzpflöcke, dass es tatsächlich da hoch gehen muss. 
Das Problem war: ich hatte keinen guten Halt auf dem lockeren Geröll - und die Steigung war bestimmt ca. 45°! Ganz langsam tastete ich mich vorsichtig voran und war wieder mal froh, meine Wanderstöcke dabei zu haben (am Tag davor, wo ich so viel durch den Schnee gelaufen bin, waren sie mir auch schon eine große Hilfe, indem ich mit ihnen testen konnte, wie tief der Schnee ist bzw. einige Male konnte ich mich damit auffangen, wie verlängerte Arme). So ging ich Stück für Stück den Hang hoch und verfluchte diejenigen, die das als Wanderweg ausgegeben hatten - denn wie zur Hölle soll man da hochkommen und noch viel mehr: wieder runter?! Auf rutschigem lockeren Geröll nach unten zu gehen, v.a. wenn es so steil ist, ist ja noch schwerer als aufwärts! Als ich einmal nach unten sah, wurde mir schon etwas mulmig. Es war so steil!! Dann guckte ich nach oben und sah den nächsten Pflock und sagte mir: noch bis dahin. So ging das ein paar Male, sodass ich mich dazu überwand, noch weiter hoch zu gehen. Irgendwann traf ich auf Schnee, und stellte fest, dass es sogar leichter war darauf zu gehen. Denn so konnte ich seitwärts zum Berg Schritt für Schritt hoch gehen und meine Schuhe immer bisschen in den Schnee einsinken lassen, dadurch hatte ich einen besseren Halt. Aber als ich irgendwann wieder nach unten guckte, bekam ich echt Angst. Nicht mehr nur Schiss, sondern echte Angst. Ich fragte mich, wie ich bitte da wieder heile nach unten kommen soll?! 
Von unten sah ich oben so eine Erhebung und dachte, okay wenn ich dort bin, hab ich einen Blick auf die andere Seite des Berges. Aber als ich dort war, stellte ich fest, dass es immer noch ein ganzes Stück weiter durch den Schnee geht, bis man wirklich oben ankommt, und dass ich doch erst 3/4 geschafft habe. Ich fing an innerlich zu streiten. Noch weiter, oder nicht?!
Die Pro-Seite rief: " hey, jetzt bist du schon 3/4 den scheiß Hang rauf, das letzte Stück schaffst du auch noch!". Die Contra-Seite entgegnete ängstlich: "ja, aber es sieht immer nur nicht so weit aus, wenn man von unten hochschaut, aber es ist dann doch immer noch weiter als man denkt! Da würde ich sicher noch mal mindestens 20-30 min gehen! Und meine Fußgelenke tun schon weh vom seitlich gehen...". Pro dagegen: "ja schon, aber stell dir nur vor, wie stolz du nachher wärest es geschafft zu haben und nicht so kurz vorm Ziel aufgegeben zu haben! Und dann wirst du auch wenigstens mit ner geilen Aussicht belohnt. Sonst hat es ja gar nichts gebracht, schon so weit rauf gegangen zu sein. Das wäre dann umsonst gewesen!". Contra: "Nein, schau von hier hab ich auch schon ne mega Sicht auf den Mývatn und die Berge! Hammer!". Pro: "ja klar, aber von oben hättest du eben ne Sicht nach Süden, den Ausblick in die Richtung hattest du bisher noch gar nicht! Vielleicht kannst du sogar die Gletscher in der Ferne sehen!". Contra: "Naja, es sind einige Wolken da, also wahrscheinlich eher nicht." Pro: "Aber die Sicht nach Süden!!! Du siehst dann auch den Leirhnjúkur von oben, wäre doch mega! Und sonst bist du halt umsonst schon so weit raufgekraxelt...".  Contra: "Nein, nicht umsonst. Schon das bis hierher ist ne krasse Erfahrung und ein Abenteuer! Und es ist außerdem auch nicht schlimm aufzugeben. Beziehungsweise, es ist ja nicht aufgeben. Ich könnte es ja, aber der Blick von hier und dieses Abenteuer reichen mir auch so schon. Ich brauche den Gipfel nicht. Außerdem, was ist, wenn irgendwas passiert, das du nicht beeinflussen kannst, und du dann ausrutschst und runterkullerst?! Willst du wirklich deine Gesundheit und vielleicht sogar dein Leben riskieren, nur um sagen zu können 'ich war ganz oben' und um den Blick nach Süden gehabt zu haben? Ist es dir das wert?!". So stritten die beiden Stimmen in mir, eigentlich schon die ganze Zeit. Aber die Contra-Seite würde immer lauter. Immer öfter schrie sie zwischendurch: "ich hab Angst!". Ich blieb stehen. Ich hatte so ein Gefühl. Ich kann dieses gar nicht in Worte übersetzen, aber es veranlasste mich dazu, tatsächlich umzudrehen. Ganz vorsichtig und langsam machte ich mich wieder an den Abstieg. Immer wieder sah ich innerlich das Bild vor mir wie ich runterrutsche, schwer verletzt bin und mir niemand helfen kann. In dem Moment wollte ich nichts sehnlicher als einfach unten heil ankommen. Ich war so erleichtert und dankbar, als ich endlich wieder festen Halt hatte. Auf dem Weg zurück zum Campingplatz kreisten meine Gedanken. Hätte ich es doch wagen sollen? Ich wäre jetzt so stolz! Es ist schon irgendwie schade drum, da ich ja tatsächlich schon weit oben war. Ich hätte es sicher geschafft, es ging ja nur noch durch den Schnee und da hatte ich ja sogar einigermaßen Halt. Aber ich hatte eben dieses eine Gefühl. Dieses Bauchgefühl, dass es vielleicht besser ist umzudrehen. Und auf das Bauchgefühl sollte man hören, v.a. in riskanten Situationen. Wer weiß, vielleicht hat mich dieses Bauchgefühl davor bewahrt, dass mir was passiert wäre?! Ich weiß es nicht und es bringt auch nichts, sich darüber den Kopf zu zerbrechen. Auf jeden Fall war es die richtige Entscheidung. 

Blick nach oben - kommt gar nicht so steil rueber.. auch das sieht hier irgendwie nicht so steil aus wie es tatsaechlich war... gefleckte Landschaft von der Perspektive sieht es ja gar nicht so hoch und steil aus, da war ich noch ganz entspannt :D


Freitagfrüh bin ich wieder losgefahren zum nächsten Trip. Zuerst bin ich zum Aldeyjarfoss gefahren & gelaufen. Um zu diesem Wasserfall zu gelangen, muss man etwa 50 km auf einer Schotterstraße fahren, ist also relativ weit weg von der Ringstraße und somit keine der Hauptattraktionen. Da die meisten Touristen nur ca. 2 Wochen oder so bleiben, haben sie vermutlich nicht die Zeit zu diesem Wasserfall zu fahren, wodurch ich dort ganz alleine war. Das war echt super und der Wasserfall ist auch sehr schön. Vor allem wieder die in Island altbekannten 6-eckigen Basaltsäulen. Die waren neben dem Wasserfall kerzengerade nebeneinander gereiht, wie Zaunpfosten oder so, als hätte das jemand so in den Stein gemeißelt.

Aldeyjarfoss Aldeyjarfoss Aldeyjarfoss


Danach fuhr ich nach Ásbyrgi, das ist eine hufeisenförmige Schlucht. Die Sage erzählt, dass Odins achtbeiniges Pferd dort einen gigantischen Hufabdruck hinterlassen hat, nachdem es der Erde zu Nahe gekommen war (Odin ist der Hauptgott der nordischen Mythologie). Tatsächlich ist die Schlucht aber durch einen gewaltigen Gletscherlauf entstanden.
Wenn man in der Schlucht steht, ragen um einen herum senkrechte teilweise fast 100 m hohe Felsmauern hoch. Sie wirken wirklich wie Mauern! Aber irgendwie total faszinierend! In der Mitte der Schlucht befindet sich der Gesteinskeil Eyan. In der Schlucht selbst sind viele Bäume, was ja, wie schon mal erwähnt, eher etwas Besonderes ist in Island. Hier in der Schlucht sind sie gut geschützt vom oft so starken Wind. Jetzt allerdings trugen sie noch keine Blätter, aber im Sommer ist alles grün und soll unglaublich schön sein, daher möchte ich im Sommer noch mal kommen. 
Auf jeden Fall ist dieser Ort irgendwie irre! Es gibt dort auch einen Campingplatz, aber der hat noch nicht geöffnet. Ich hatte aber extra am Morgen schon angerufen und gefragt ob ich trotzdem einfach nur mein Zelt aufschlagen dürfe, und das durfte ich auch zum Glück. 
Was mir beim Einschlafen und Aufwachen auffiel: es gibt dort ganz viele Vögel, die ein wunderschönes Vogelgezwitscherkonzert aufgeführt haben! 
Am nächsten Vormittag bin ich den Eyan in der Mitte der Schlucht rauf gewandert, von dort hatte man eine tolle Sicht auf beide Seiten und die Spitze der Schlucht. Echt faszinierend (ich weiß, ich wiederhole mich...)! 

Ásbyrgi Ásbyrgi Ásbyrgi Ásbyrgi Ásbyrgi Ásbyrgi ÁsbyrgiÁsbyrgi Ásbyrgi auf der Fahrtauf der Fahrt


Inzwischen ist hier (bei meiner Familie) wieder full house. Ich bleibe vermutlich noch eine Woche hier und dann geht's weiter. Ich habe über workaway schon eine Schaffarm gefunden, auf der ich ca. 3 Wochen helfen werde. Im Mai bekommen die Schafe nämlich ihre Lämmer und da brauchen große Schaffarmen oft Hilfe. Das wollte ich auf jeden Fall mal erleben. Ich werde da wahrscheinlich ab dem 5. oder 6. Mai sein, d.h. ich habe etwa 2 Wochen davor noch Zeit, ein bisschen herum zu reisen. 

Vielleicht hat sich jemand mal gefragt, wie ich eigentlich mit den Kindern hier rede. Schließlich können sie kein Englisch und ich kann kein Isländisch! Aber eigentlich ist es gar nicht so schwer, wie man es sich vielleicht zuerst vorstellt. Ich versuche meine Emotionen oder das, was ich eben ausdrücken will, durch verschiedene Töne, Tonhöhen, Geräusche, Laute, mit Händen und Füßen und durch Mimik irgendwie wieder zu geben. Das geht beim Spielen auch eigentlich sehr gut. Es wird nur schwer, wenn ich eigentlich etwas Konkretes sagen möchte und das aber einfach nicht kann, da fühlt man sich manchmal so, als wären einem die Hände gebunden. Man kann halt nichts machen (wenn nicht grad die Eltern in der Nähe sind um zu übersetzen). 
Ólöf und ich machen manchmal ein kleines Lernspiel, z.B. wenn wir draußen sind. Dann deute ich z.B. auf den Stein und sag das englische Wort und sie das isländische. Oder als noch Schnee lag, zeichneten wir Bilder in den Schnee und sagten uns gegenseitig wie das entsprechende Wort heißt. So lernen wir beide spielerisch. :)
Aber mittlerweile verstehe (und sage) ich schon ein paar Wörter, die ganz oft im Alltag fallen und die ich quasi so nebenbei gelernt habe. Außerdem hab ich gleich von Anfang an, als ich hierher kam, angefangen mit verschiedenen Apps mir einen kleinen Grundwortschatz anzueignen - zumindest bin ich noch dabei. Ich hab schon einige Wörter gelernt. Aber ich bin natürlich noch weeeeit davon entfernt etwas zu verstehen, wenn andere Isländisch reden. Die reden auch einfach so schnell!! Und mit der Grammatik hab ich mich auch noch kaum beschäftigt, die ist nämlich ähnlich kompliziert wie die deutsche Grammatik, ich glaube sogar noch etwas komplizierter. Im letzten Eintrag hab ich ja schon erzählt, dass sogar Namen entsprechend der verschiedenen Fälle gebeugt werden. Dazu wollte ich noch etwas Interessantes ergänzen: wenn man seinem Kind einen Namen geben will, muss erst eine Behörde den Namensvorschlag erlauben! Es muss nämlich möglich sein, diesen Namen eben entsprechend zu beugen! 
Und noch einen spannenden Fakt über Namen: es gibt keine Familiennamen als Nachname. Sondern dieser setzt zusammen aus dem Vornamen des Vaters (traditionellerweise, manchmal wird neuerdings auch der Name der Mutter genommen) und "dóttir" bei Frauen (dóttir heißt Tochter) bzw. "son" (= Sohn) bei Männern. D.h. die Kinder hier heißen mit Nachnamen "Valsdóttir" und "Valsson". Oft werden Kinder nach ihren Großeltern benannt, dann heißt nämlich z.B. der Enkel mit Vor- und Nachnamen genau gleich wie der Großvater. 
Ich kannte dieses Namenssystem bisher noch gar nicht und bin auch geteilter Meinung, wie ich es finde. Einerseits find ich es schön, da einem durch den Nachnamen so die Beziehung zu einem Elternteil, meist der Vater, verdeutlicht wird und man sich dadurch vielleicht mehr bewusst ist, wo man herkommt. Auch von außen erkennt man dann sofort die familiären Beziehungen. Und es ist irgendwie individueller. Andererseits mag ich es bei Familiennamen, dass da wirklich die ganze Familie gleich heißt (meistens zumindest) und dadurch auch irgendwie so ein Zusammengehörigkeitsgefühl entsteht. Denn hier haben ja Eltern und Kinder meist immer verschiedene Nachnamen. Naja, wie auch immer. :D

Den nächsten Eintrag wird es vermutlich dann von der Schaffarm geben, bis dann - Leonie

Alltag in neuer Umgebung

Samstag, 07.04.2018

Ich lebe nun schon 3 Wochen mit Dagný, Valur und den 4 Kindern Ólöf (9 J.), Kristján (6 J.), Nína (2 J.) und Ása (paar Monate alt). Außerdem noch mit einigen Pferden (ich glaube 25-30 oder so insgesamt, davon sind die meisten die ganze Zeit draußen auf den großen Feldern und ein paar werden geritten und sind im Stall), ca. 10 Schafen und einigen Hühnern. Wir wohnen 20 Kilometer entfernt von Akureyri, es ist eine wunderschöne Umgebung hier und jeden Tag bin ich aufs neue geflasht, was für eine geile Aussicht man vom Haus hat. Ich hab mich gut eingelebt in der Familie und fühle mich sehr wohl hier. 

Aussicht vom Haus taeglich frische Eier von gluecklichen Huehnern :)das Ergebnis nur eines ganzen Tages! nachwuchs!!!Schafe fuettern! kuschelzeit :) kuschelzeit :) kuschelzeit :) versuchen islaendisch zu lernen...die kleine :)ich geniesse die stallarbeit!ein bisschen farmlife feeling


Was ich so den ganzen Tag mache? Also ich stehe immer vormittags auf (zwischen 8 und halb 9), manchmal geh ich dann joggen oder mache Yoga oder so, dann mach ich meistens irgendeine Aufgabe wie z.B. Kinderzimmer saugen und vom Staub befreien, Fenster putzen (und die haben sehr viele sehr große Fenster...was aber ja auch geil ist weil man von eigentlich überall im Haus eine tolle Aussicht nach draußen hat) ...usw, solche Dinge halt. Manchmal lasse ich dann irgendwann noch die Pferde im Stall raus, miste die Boxen aus, fege den Stall...und kuschel mit der Stallkatze :) 
Oft dann noch ein schöner Spaziergang und um halb 5 kommt dann Valur und bringt die Kids von der Schule/vom Kindergarten. Wenn die nicht Freunde dabei haben oder selbst bei Freunden sind spiele ich oft dann mit ihnen bis es Abendessen gibt, oder ich helfe beim Abendessen oder koche selbst (typisch Deutsch z.B. Reiberdatschi oder früher bei uns ein beliebtes Kinderessen: Kartoffelbrei mit Spinat und Fischstäbchen).
Nach dem Essen (wir sind meistens spätestens um 8 fertig mit Essen, was ich ziemlich cool finde denn bei mir zu Hause fangen wir meist frühestens um 8 erst an) bringen Dagny und Valur dann die Kinder ins Bett und ich mache die Küche. 

Das ist zumindest so der grobe Alltag. Ich habe aber schon mehr erleben dürfen (manchmal unter der Woche, meistens dann aber am Wochenende oder in den Osterferien):
- einmal waren wir Ski fahren, noch eben nachmittags nach der Schule, denn man muss ja nur ca 20 min zu dem kleinen Skigebiet fahren. Richtig cool. Auch mal was Neues beim Ski fahren das Meer zu sehen, das habe ich eh noch nie erlebt dass das Skigebiet fast auf Meeresspiegelhöhe ist!

ski fahren! :D


- Ausreiten! Das erste mal für mich auf einem Islandpferd geritten...die Islandpferde hier in Island haben 5 Gangarten und nicht nur Schritt, Trab und Galopp - viel mehr weiß ich darüber jetzt auch nicht, ich kann nur sagen, dass es wahnsinnig angenehm ist! Beim Traben (in Fachsprache heißt die Gangart aber nicht Trab sondern Tölt) sitzt man automatisch super ruhig im Sattel und hoppst nicht rum oder so - man könnte auch dabei entspannt aus einen Glas trinken. :D

ausreiten...


- Familienspaziergang in ein kleines Miniwäldchen in der Nähe. Das ist deshalb besonders, da es sehr wenige Wälder und "wilde" Bäume gibt in Island. Das ist mir schon in der ersten Woche sehr aufgefallen: vom Süden die Ostfjorde hinauf in den Norden gibt es meist wenn überhaupt nur kleine steppenartige Büsche oder Geröll oder flaches Land...aber kaum Bäume (außer auf privaten Grundstücken angepflanzt) oder gar Wälder. Das ist auch tatsächlich das einzige was ich so bisschen vermisse hier. Deswegen geh ich auch sehr oft in den Mini-Wald hier spazieren weil ich es so schön da finde. Wenn ich darin bin fühlt es sich gar nicht so an, als ob ich gerade in Island wäre :D

mini wald


- Radelausflug mit Valur und den zwei großen Kids in Akureyri und danach haben wir noch Vals Bruder und dessen Familie besucht (ja ich habe absichtlich "Vals" geschrieben und nicht "Valurs" denn im Isländischen werden auch die Namen in den verschiedenen Fällen gebeugt sodass es von jedem Namen 4 verschiedene Versionen gibt ...so ganz hab ich das aber noch nicht verstanden alles. Isländisch ist echt kompliziert :D ). 
Apropos Familie, ich hab schon echt viel Familie gekennen gelernt, also Geschwister von Dagny und Valur (und deren Kinder), deren Eltern (Dagnys Eltern wohnen nur ein paar hundert Meter weiter) ...und immer werde ich gleich aufgenommen, schon fast wie ein Teil der Familie behandelt - das freut mich sehr, das find ich schön und bin dankbar dafür.
Außerdem fällt mir auf, dass irgendwie fast die ganze größere Familie mehr oder weniger in und um Akureyri lebt! Ich habe das Gefühl, in Deutschland ist es üblicher, dass sich die Familien mehr zerstreuen...man hat dann Verwandte in den verschiedensten Ecken, während hier fast alle in der gleichen Umgebung bleiben. Liegt vermutlich auch an der Größe des Landes bzw. speziell hier jetzt, dass Akureyri halt die zweitgrößte Stadt Islands ist nach Reykjavik und man dann gleich zum studieren und arbeiten da bleibt.


- Bootsfahrt! Dagnys (ich weiß leider nicht wie man ihren Namen grammatikalisch richtig beugt :D ) Eltern besitzen nämlich ein tolles Motorboot, in dem sogar theoretisch 6 Leute schlafen könnten, und damit sind wir dann ein bisschen übers Meer gesaust. 

kleine Bootstour


- einmal hat Dagnys Mama mich mitgenommen zu einem kleinen Canyon weiter im Landesinneren, den eigentlich niemand kennt, außer die Menschen die hier eben wohnen. Das liebe ich daran so im Kontakt mit "locals" zu sein, denn man bekommt oft Möglichkeiten Dinge zu sehen oder zu lernen, die man sonst nicht erfahren hätte. Z.B. ist Dagnys Mama auch mal mit mir durch Akureyri gefahren und hat mir ganz viel über die interessante Geschichte der Stadt erzählt oder kleine "Insider" Geschichten wie z.B. dass in dem einen Haus da drüben früher eine Bäckerei war und der Enkel von denen ist unser jetziger 'Nachbar', den ich sogar auch schon kennen gelernt habe. 
- ich habe mir mal das Auto ausgeliehen und bin nach Akureyri gefahren und hab die Stadt zu Fuß erkundet. Der alte Teil gefällt mir sehr gut, v.a. da ich einfach diesen Stil der Häuser liebe. Übrigens ist das älteste Haus hier von 1795!

kleiner Canyon kleiner Canyon kleiner Canyon mit kleinem Wasserfall beim kleinen Canyon kleiner Canyon kleiner Canyon und kleiner Wasserfall kleiner Canyon kleiner Canyon Akureyri Akureyri Akureyri Akureyri

 

Und eins meiner Highlights: ich habe das erste Mal in meinem Leben Nordlichter gesehen!!! Ich war einfach nur geflasht. Wahnsinn, wie diese leuchtend grünen Schleier sich da so schnell über den Himmel bewegen und ständig neue Muster bilden...Und sie waren sogar relativ stark, sodass die Farbe teilweise lila wurde! Ich war so glücklich dass ich sie noch zu Gesicht bekommen hab! (insgesamt 2 mal)


Es war übrigens die ersten zwei Wochen relativ warmes Wetter (also so 5 Grad oder so) und es fühlte sich so an als ob es jetzt Frühling wird. Anfang April kam dann aber noch mal ein Wintereinbruch, es schneite viel und es gab 20cm hohen Neuschnee. Was aber eigentlich super schön aussieht! Mir wurde eh erzählt, dass man oft denkt jetzt kommt der Frühling und es wird wärmer und dann schneit es doch noch mal viel. Und das wechselt sich dann paar Mal ab und geht oft noch bis in den Mai so weiter.

mein Gesicht als es plötzlich wieder Winter war :D mein Gesicht als es plötzlich wieder Winter war :D Aussicht aus dem Wohnzimmer..!

Die Familie eines Freundes von Kristján hat auch ein deutsches Mädchen bei sich, wir haben über Facebook Kontakt aufgenommen und an einem Sonntag haben wir einen kleinen Roadtrip durch den Norden Islands unternommen (sie hat das Auto ihrer Gastfamilie bekommen)! Das war ein  toller Tag mit wahnsinnig vielen unfassbar schönen Blicken. Ich weiß gar nicht wohin mit den ganzen Eindrücken :D 
Zuerst sind wir zum Hvítserkur gefahren, das ist ein Fels, der ausschaut wie ein gebeugter Troll. Die Saga erzählt, dass der Troll vom Tageslicht überrascht wurde und dadurch versteinert wurde. Es sah richtig cool aus und war auch insgesamt eine wunderschöne Umgebung. Überhaupt - es ging nicht hauptsächlich um das "Ziel" wo wir hin wollten, schon die Fahrt allein hätte sich gelohnt weil man ständig diese schöne Landschaft um sich hat und man oft geile Ausblicke bekommt. "Der Weg ist das Ziel" ,passt da eigentlich ziemlich gut! 
Danach sind wir zu einem natürlichen hot pool gefahren (Grettislaug). Also der Pool ist schon vom Menschen gemacht, aber sehr natürlich gehalten (keine künstliche Wanne oder so sondern nur Steine die das Becken innen auskleiden, Moos schwimmt herum...). Aber das Wasser ist heiß durch eine nahe Geothermalquelle. Da sind wir natürlich reingehüpft, denn das kann man sich nicht entgehen lassen: direkt am eiskalten Meer, umgeben von Bergen und Schnee in einem heißen Pool chillen. Geil. [Apropos Pool, auch wir hier bei Dagný und Valur haben einen hot tub auf der Terrasse, hier kann man dann abends die Sterne beobachten während alles rundherum kalt und verschneit ist, so cool!] 
Auf dem Rückweg haben wir dann einen Abstecher gemacht und sind die Küste der Halbinsel Tröllaskagi entlang gefahren. Ich kann nur sagen: wooow. Einfach die gesamte Strecke entlang kamen wir nicht aus dem Staunen! Fjorde, Berge, steile Felshänge. Außerdem sehr abgelegen und einfach wunderschön. 
Wir waren fast 12 Stunden unterwegs insgesamt aber es war ein geiler Tag!

Hvítserkur Hvítserkur beim Hvítserkur beim Hvítserkur Grettislaug Grettislaug Grettislaug Grettislaug Grettislaug Grettislaug Grettislaugroadtrip mit Baru roadtrip mit Baru roadtrip mit Baruroadtrip mit Baruroadtrip mit Baruroadtrip mit Baruroadtrip mit Baruroadtrip mit Baruroadtrip mit Baruroadtrip mit Baruroadtrip mit Baruroadtrip mit Baruroadtrip mit Baruroadtrip mit Baruroadtrip mit Baruroadtrip mit Baruroadtrip mit Baruroadtrip mit Baruroadtrip mit Baruroadtrip mit Baruroadtrip mit BaruFreiheit!!! - roadtrip mit Baruroadtrip mit Baruroadtrip mit Baruroadtrip mit Baruroadtrip mit Baruroadtrip mit Baruroadtrip mit Baru roadtrip mit Baruroadtrip mit Baruroadtrip mit BaruGrettislaugroadtrip mit Baru


So, das war's jetzt erst mal wieder von mir! 
Leonie :)

Daumen raus macht Freu(n)de!

Freitag, 06.04.2018

Jetzt bin ich schon fast einen Monat hier in diesem wunderschönen Land.
Als beim Flug in der Ferne etwas kleines Weißes in Sicht kam spürte ich wieder das Kribbeln das ich auch hatte als ich in München am Flughafen war, als ich es noch gar nicht realisieren konnte, dass es jetzt wirklich losgeht. Und als ich im Flugzeug Island erblickte konnte ich es eigentlich auch noch nicht glauben. Am Ende des Fluges geht die Route einen kleinen Teil über Island - unter mir erstreckte sich eine riesige weiße Fläche mit Bergen, es gab keine nicht-weiße Stelle. Es fühlte sich an als ob ich über den Nordpol fliegen würde oder so. Mir fiel die Kinnlade runter (und sie blieb auch unten). Kurz darauf wandelte sich das Bild zu einer braunen von Flüssen durchzogenen Landschaft...auch das faszinierte mich, grad war doch noch alles weiß! Wie schnell sich das Landschaftsbild in Island ändern kann wurde mir in den folgenden Tagen noch deutlicher und das ist etwas was mich hier ständig fasziniert.


Nach der Busfahrt vom Flughafen in Keflavík nach Reykjavík musste ich noch mit den Stadtbussen irgendwie zu meinem Couchsurfing Host kommen. Nach ein paar Internetproblemen mit meinem Handy kam ich dann aber endlich um halb 9 abends bei Bergþór (Bergthor ausgesprochen) an. Das ist ein netter 50 jähriger Isländer, der mir das Zimmer seiner Tochter anbieten konnte, da diese zur Zeit nicht bei ihm lebt. Wir kochten und redeten noch ne Weile bis ich dann müde ins Bett fiel. Am nächsten Tag (Samstag) gingen wir mit seinem Hund Gassi und er zeigte mir die Umgebung, die ich sehr schön fand da er fast direkt am Meer in einer netten Wohnsiedlung wohnt.

die Umgebung bei Bergpor Bergþór und ich

Dann musste er weg und ließ mich bei ihm zu Hause aber gab mir auch den Schlüssel falls ich raus wollen würde oder so. Auch wenn der Kontakt ja über Couchsurfing ging wo man eigentlich schon erwarten kann dass dort vertrauenswürdige Menschen angemeldet sind, war ich so...keine Ahnung.. verblüfft..erstaunt (finde das richtige Wort nicht) dass er mir als ihm eigentlich völlig fremde Person so vertraut! Dafür bin ich echt dankbar. Das ist nicht selbstverständlich aber zeigt wie verbunden Menschen sein können auch wenn sie sich nicht wirklich kennen. Das sind so schöne Erfahrungen, die ich ja auch öfters in Neuseeland auch gemacht hatte. 
Naja, ich wollte dann auf jeden Fall noch nach Reykjavik fahren und mir die 'Innenstadt' anschauen (er wohnt so ca. 15km entfernt). Ich war aber zu geizig wieder den Bus zu nehmen und hatte auch einfach Lust mal wieder hitchhiken auszuprobieren. Das ist aber gar nicht so einfach in einer städtischen Umgebung, aber ich hatte trotzdem meinen Spaß. Irgendwann wurde ich auch tatsächlich ein paar Kilometer in Richtung Center mitgenommen, von dort versuchte ich mein Glück an einer Tankstelle indem ich Leute ansprach bzw. auf mein Papier deutete auf dem "Reykjavik Center" stand und fragend lächelte. Aber in der Stadt sind die Leute nicht so willig jemanden mitzunehmen, v.a. wenn ein Kilometer weiter ne Bushaltestelle ist. Verständlich auch irgendwie. Also beschloss ich einfach den Rest zu Fuß zu gehen, was dann aber doch länger dauerte als gedacht (2 std). Irgedwann war ich dann aber in der 'Innenstadt' angelangt und mir fielen gleich mal die bunten Farben auf, die die meisten Häuser haben. Auch der Stil der Häuser (der hier überall in Island vertreten ist) gefiel mir sehr. Ich lief einfach ohne Ziel umher und kam so auch zur bekannten Kirche Hallgrímskirkja. Naja, irgendwann abends war ich dann wieder bei Bergþór - auf dem Rückweg hab ich dann auch den Bus genommen. ;)

buntes Reykjavik Hallrímskirkja


Sonntag Vormittag hab ich mich dann auf den Weg Richtung Süden gemacht, Bergþór ist mit mir noch zu einer guten Hitchhiking stelle gegangen (und ich hab festgestellt wie schwer mein Rucksack tatsächlich ist wenn man ne Weile damit geht...huiuiui. Ups. Aber ich hab mich eh schon total reduziert und eigentlich nur dabei was ich wirklich brauche! Sind trotzdem 21 Kilo oder so geworden...). Bergþór hat mir übrigens noch eine Pappe gegeben damit ich den Ort aufschreiben konnte wo ich hin wollte, sehr praktisch fürs hitchhiken, v.a. wenn man keine Ahnung hat wie man bitteschön die Namen und Wörter hier aussprechen soll (meistens jedenfalls). Außerdem schenkte er mir noch ne halbe Packung Fischchips, die er noch übrig hatte. Das sind einfach getrocknete Fischstücke und mittlerweile hab ich festgestellt dass das wohl ein normaler beliebter Snack in Island ist (was ja auch nicht verwunderlich ist wenn man fast überall das Meer um sich hat). Es klingt vielleicht nicht so prickelnd aber schmeckt eigentlich ganz gut!

Ich musste gar nicht lange warten, da hielt schon ein Auto, ein netter Isländer der viel über sein Land wusste und mit mir sein Wissen teilte nahm mich mit bis nach Selfoss. Kurz bevor er mich rausließ gab er mir noch seinen Rat mit das zu tun was man liebt und wobei man Spaß hat, egal wie unvernünftig/unrealistisch das vielleicht für andere scheint (sein Sohn möchte Basketball Profi werden, so kamen wir auf das Thema). Ich erwiderte dass das bereits mein Motto ist, sonst wäre ich gar nicht in Island sondern würde gerade vermutlich hunderte Molekülstrukturen zeichnen und biochemische Reaktionen auswendig lernen.
Das liebe ich am hitchhiken: man lernt immer wieder inspirierende Menschen kennen, die einem ein Stück ihrer Lebensgeschichte erzählen oder ihr Wissen/ihre Lebensweisheiten teilen. 

Ich musste wieder gar nicht so lang warten, da wurde ich von 3 gleichaltrigen Mädels aus den USA aufgegabelt. Die waren super lieb und ich hab mich gleich gut mit ihnen verstanden. So verbrachte ich dann noch den restlichen Tag mit ihnen. Wir fuhren zu einem Wasserfall (Seljalandsfoss), der wirklich sehr schön war. Ich war v.a. begeistert davon zum ersten Mal einen Wasserfall im Winter zu sehen, denn überall hängen lange große Eiszapfen runter und unten wo das Wasser aufkommt, hat sich ein großer Eisberg gebildet (wenn das Wasser, das runterkommt, gefriert). Sehr faszinierend! Wir sind dann noch bisschen dort rumgeklettert und fanden noch einen anderen bisschen versteckten Wasserfall.
Anschließend fuhren wir zum black sand beach. Dort gibt es - neben dem schönen schwarzen Sand logischerweise (übrigens entstanden durch Vulkanaktivitäten, Asche usw.) - eine große schöne Höhle. 
Die bizarren Basaltsäulen schauen einfach krass aus. Die sind dadurch entstanden, dass die Lava nur langsam abgekühlte und durch das Zusammenziehen dann 6-eckige Säulen entstanden sind. Diese Basaltformationen findet man überall in Island. 
Das Wetter war übrigens sehr schön, die ganze Zeit schien die Sonne. 
Wir verbrachten einige Zeit an diesem Strand, weil es uns so gut gefiel. Und ich dachte mir die ganze Zeit wie geil es eigentlich wäre dort da in der Höhle zu schlafen...

Seljalandsfoss Seljalandsfoss Seljalandsfoss am Seljalandsfoss mit den Maedels aus den USA vor dem Seljalandsfoss Seljalandsfoss am black sand beachdie bizarren Basaltsaeulenam black sand beacham black sand beachdie verrueckten Felsen am black sand beachdie Hoehle am black sand beach waehrend der Fahrtwaehrend der Fahrt


Naja, irgendwann sind wir dann weiter in den nächsten kleinen Ort Vík gefahren. Dort gab es aber nicht so viel zu sehen. Es war mittlerweile schon halb 6 oder so und die Mädels mussten noch die ganze Strecke zurück nach Reykjavik fahren. Da ich nicht wusste wo ich schlafen soll dachte ich mir ich versuch es echt mal da in der Höhle am black sand beach! Die Mädels ließen mich da also wieder raus und machten sich auf den Rückweg. Es ist irgendwie immer wieder ein bisschen schade sich von den Leuten zu verabschieden bei denen ich mitgefahren bin. Außerdem war ich so froh&dankbar auch wie schnell man eigentlich in die kleine Gruppe aufgenommen wird!

Es war noch hell und noch jede Menge los. Denn das ist eigentlich ein recht touristischen Ort. Dort gibt es sogar ein Restaurant und in das hab ich mich gesetzt und gewartet bis es dunkel war und alle Touris gegangen waren. Inzwischen war übrigens ein richtig starker Wind aufgezogen. Mich hat erst mal der Wind fast weggepustet als ich aus der Tür ging und war mir meiner Sache plötzlich nicht mehr so sicher...aber was blieb mir jetzt anders übrig. Also ging ich los zur Höhle und hoffte dass mich niemand sieht. Die Höhle schützte zum Glück gut vor dem Wind, dadurch war es auch nicht so kalt. 

Als ich dort war musste ich erstmal lachen. Ich konnte es selbst gar nicht glauben dass ich das gerade tue! So ganz allein da zu sein an einem Ort wo tagsüber viele Menschen tummeln. Ich richtete mir mein kleines Lager ein: Isomatte + Schlafsack, that's it. Blöd war nur dass es an vielen Stellen von den Steinen tropfte und meine Isomatte etwas nass wurde...aber sonst war's perfekt. Ich lag dann da in meinem Schlafsack, alle Jacken und Hosen an die ich dabei hab, mir war nicht kalt, hörte das Meeresrauschen und war glücklich. Ich hab auch die ganze Nacht über eigentlich nicht gefroren, bisschen kühl wurde mir schon, aber nicht so schlimm. 

der Moment wo ich nicht glauben konnte was ich gerade tue :D war schon ein krasses Gefuehl :D gluecklich! mein Lager :)


Am nächsten Tag (Montag) packte ich mein Zeug wieder zusammen bevor es wirklich hell war, das war auch gut so denn schon bald kam der erste Fotograf vorbei und es folgten noch einige mehr.
Übrigens hinterließ ich natürlich alles so wie ich es vorgefunden hab, nahm meinen Müll mit - das ist selbstverständlich für mich wenn ich sowas mache. Denn eigentlich ist wildcampen in Island nicht erlaubt, es wird gelegentlich toleriert wenn man niemanden stört, nur eine Nacht bleibt, nicht gleich mehrere Zelte aufbaut und keinen Müll hinterlässt. Außerdem kann ich auf dem Sand am Strand auch keine besondere Flora und Fauna oder so kaputt machen. 
Jedenfalls kamen dann ab 8 Uhr immer mehr Menschen und irgendwann sprach ich 2 der Fotografen an ob sie danach Richtung Vík weiterfahren wuerden (was sie taten) und ob sie mich mitnehmen könnten (klar!). Sie machten noch ne Weile ihre Bilder und ich beobachte die Menschen, die Wellen und die vielen Vögel die über den Strand und die Felsen flogen. 

der Morgen am black sand beachder Morgen am black sand beach der Morgen am black sand beach der Morgen am black sand beach der Morgen am black sand beach es war recht windig, wie man sehen kann es war recht windig, wie man sehen kann es war recht windig, wie man sehen kann


Um halb 11 oder so fuhr ich dann mit denen los, es waren 3 Kilometer. Sie fuhren aber nur paar Kilometer weiter bis nach Vík und wollten da ne Wanderung machen. Von Vík aus fing ich an an der Straße entlang zu gehen und den Daumen raus zu halten, das war aber anstrengend weil ich voll gegen den mega starken Wind gehen musste. Wenn eine noch stärkere Böe kam, musste ich sogar kurz anhalten weil es zu stark war. Es fuhren zwar einige Autos vorbei aber niemand nahm mich mit. Erst 45 min später hielt endlich ein italienisches Pärchen, oh war ich froh!

hitchhiken bei blödem Wetter gehört halt auch dazu...aber ich bin ja gut ausgeruestet!


Auf der Strecke wurde der Wind sogar noch stärker, manchmal, wenn Schnee am Straßenrand lag, fegte der Schnee als dünner weißer Schleier über die Straße, das sah eigentlich ganz cool aus! 
Nach ca. einer Stunde Fahrt mussten sie woanders weiter als ich, also ließen sie mich in Kirkjubæjarklaustur raus. Es war mittlerweile mittags und ich hatte Hunger, also suchte ich mir ein Plätzchen und wollte porridge machen. Blöderweise passte mein Campingkochergestell nicht richtig auf die Gaskartusche (die mir Bergþór übrigens auch noch geschenkt hat weil er sie nicht braucht) sodass ich nicht kochen konnte. Also gab es eben nur Haferflocken mit Wasser. 

Mittagessen :) Haferflocken mit Wasser, da der Campingkocher nicht funktionierte :D


Dann machte ich mich weiter auf den Weg. Ich musste wieder ca ne halbe Stunde warten bis endlich ein Auto hielt. Und wer saß drin? Die 3 Italiener vom Morgen! Ihre Wanderung hatte nicht geklappt, deswegen sind sie weiter gefahren. Das war schon lustig. Ihr nächstes Ziel war ein Wasserfall (Svartifoss) in der Nähe des Öræfajökull (ein Gletscher, der Teil des Vatnajökull ist, der größte Gletscher Islands und zudem auch außerhalb des Polargebiets der Größte Europas), und da hab ich mich ihnen angeschlossen. Das war echt so cool, denn wenn ich die drei und auch die Mädels aus den USA nicht getroffen hätte, hätte ich vielleicht nicht die Möglichkeit gehabt diese Orte zu sehen, da diese ja teilweise ein paar Kilometer abseits von der Ringstraße liegen.
Auch der Svartifoss ist umgeben von Basaltsäulen und sah einfach toll aus. Außerdem musste man zu diesem erst mal ein Stück hinwandern und von oben hat man eine wahnsinnige Aussicht auf das rießige flache Land, das der Gletscher hinterlassen hat nachdem er nach und nach geschmolzen ist. 

Svartifoss Svartifoss Svartifoss Svartifoss Aussicht vom Svartifoss


Danach sind wir noch zu einem kleinen Ausläufer des Gletschers gefahren, das sah auch toll aus, v.a. das blaue Eis des Gletschers (das durch die starke Kompression des Eises entsteht, wenn alle Luftbläschen verschwunden sind)! 
Ich wusste, dass die 3 Italiener jetzt wieder zurück nach Vík fahren mussten, deswegen sprach ich da beim Gletscher ein (französisches) Pärchen an, ob sie Richtung Hof fahren wuerden. Das taten sie und nahmen mich netterweise mit. Von dort wurde ich von zwei Jungs aus Ägypten mitgenommen. Auf dem Weg kamen wir an der Gletscherlagune Jökulsárlón vorbei. Da hielten wir aber nur kurz da es sehr windig war und auch etwas schneite. Wir erhaschten einen kurzen Blick auf den Gletschersee, in dem zwei mittelgroße Eisberge schwammen. 
Die beiden fuhren nach Höfn in ein Hostel und ich überlegte mir mitzukommen. Denn ich beschloss nicht draußen zu campen, da der Wind wirklich stark war und ich sogar ne Warnung von meiner wetterapp bekommen hatte, dass in der Nacht Windstärken bis zu 90 km/h erreicht werden können. 
Ich hatte dann eine Idee. Und zwar bin ich ja bei workaway angemeldet und schaute nach ob es da Hosts gibt, die es in Höfn oder Umgebung gab. Ich fand 3, schrieb sie an und erklärte meine Lage (dass ich eigentlich campen wollte aber der Wind ist zu stark und ob ich vielleicht in deren Garten campen dürfte wo es windgeschützter ist). Eine sagte mir tatsächlich zu und es kam sogar noch besser. Sie betreibt nämlich einen Homestay und ein Zimmer war eigentlich für diese Nacht gebucht aber die Leute haben sich kurzfristig entschieden nicht die Nacht noch zu bleiben und somit konnte ich in das Zimmer! Kostenlos konnte ich also in einem warmen Zimmer in einem gemütlichen Bett schlafen, was für ein Glück! Ich war soo froh!!

der Gletscher von Weitem am Fusse des Gletschers am Fusse des Gletschers am Fusse des Gletschers am Fusse des Gletschers mit den Italienern am Gletscher das Zimmer im Homestay, in dem ich kostenlos schlafen durfte!

An der Gletscherlagune Jökulsárlón gibt es noch den Diamant Beach, zu dem ich eigentlich noch wollte. Also beschloss ich am nächsten Tag noch mal ein bisschen zurück zu hitchhiken. Als ich ankam fing ein heftiger Schneesturm an, die Flocken flogen waagrecht an mir vorbei! Ich wollte gerade über die Brücke um zum Diamant Beach zu gelangen, da hielt ein Auto mit 3 jungen Frauen aus Thailand und fragten ob sie helfen könnten. Ich verneinte dankend und meinte, dass ich eigentlich nur da über die Brücke wolle, aber sie meinten, ich solle schnell ins Auto steigen, es wuerde zu stark schneien, sie wuerden mich rüber fahren. Aber irgendwie fuhren sie in die entgegengesetzte Richtung - zuerst dachte ich, sie suchen vielleicht ne gute Stelle zum Umdrehen aber irgendwie fuhren wir immer weiter und ich wollte dann auch nicht mehr sagen dass ich eigentlich in die andere Richtung wollte, da sie wirklich so lieb und nett waren und ich auch so froh war nicht mehr draußen zu sein... außerdem hatte ich schon von der anderen Seite aus gesehen dass am Diamant Beach kaum und nur ganz kleine Eiswürfel lagen deswegen war es mir dann einfach egal. Denn das besondere am Diamant Beach ist eigentlich dass dort ganz klare Eisbrocken am Strand rumliegen. Ich hätte das schon echt gerne gesehen aber ich dachte mir ich komm einfach wann anders wieder, ich will das jetzt nicht erzwingen. 
Also fuhr ich bei den Thailänderinnen mit was sehr spaßig war. Sie fuhren bis nach Höfn und von dort aber wieder zurück. Ab Höfn wird der Verkehr weniger, denn die meisten Touristen (alle die ich bis dahin kennengelernt hatte) bleiben nur eine Woche in Island und fahren in der Zeit den Süden bis Höfn ab, aber nicht weiter da es dann den Osten rauf geht. 

mit den Thailaenderinnen :)


Deswegen musste ich dann auch ne halbe Stunde warten bis wieder ein Auto kam. Es war mittlerweile auch schon fast 4 Uhr und ich war kurz davor einfach in das Hostel in Höfn zu gehen. Aber dann hielt doch noch ein Franzose, mit dem ich dann bis in die Nähe von Djúpivogur fuhr. Die Fahrt war wahnsinnig schön, die Straße ging an Fjorden entlang, an schroffen Bergen vorbei, die Aussicht war zu jeder Minute der Fahrt einfach wunderschön und es wurde immer weißer und winterlicher. Da das Wetter immer noch mies war (starker Wind) beschloss ich einfach auch in das Hostel zu gehen. Als Ausnahme sozusagen, denn schon allein ein Bett in einem Mehrbettzimmer kostet 45€. 

Am nächsten Tag (Mittwoch) fuhr ich mit Renaud - so heißt der Franzose - noch weiter, denn er wollte einen Abstecher machen abseits der Ringstraße. Die Straße war allerdings voller Schnee (bestimmt 10 bis 20 cm, teilweise noch mehr). Das wurde eine rutschige und aufregende Angelegenheit und ich war eigentlich die ganze Zeit angespannt da es nicht selten auch rechts den Berg runter ging zum Meer. Er hatte das aber gut gemeistert, ich war froh, dass ich nur Beifahrer war. Aber es hat sich dennoch gelohnt, denn die Blicke die wir bekamen waren einfach so schön! 

an den Ostfjorden entlang an den Ostfjorden entlang an den Ostfjorden entlang an den Ostfjorden entlang an den Ostfjorden entlang mit Renaud an den Ostfjorden entlang rutschige Angelegenheit... an den Ostfjorden entlang

Bei Reyðarfjörður ließ er mich dann raus und ich musste zum Glück nicht lange warten da hielt ein - Reisebus! Aber mit keinen Reisenden drin! Der Busfahrer war echt nett und es war ne coole Fahrt nach Egilstaðir. Von dort wurde ich dann wieder von 3 Mädels aus den USA mitgenommen. Inzwischen war die Landschaft zum winterwonderland geworden, es sah aus wie im tiefsten Winter. Ich hatte mir schon einen Campingplatz ausgeguckt zu dem ich wollte, doch die Mädels mussten vorher abbiegen und ließen mich an einer Abzweigung raus von der die nächste Stadt 100 km entfernt war! Ich war umgeben von weißem Nichts und auf der Fahrt schon hatten wir ne Weile keine Autos mehr gesehen. Ich war etwas nervös ehrlich gesagt. Aber dann kam doch ein Auto und nahm mich mit, juhu! Und es stellte sich heraus dass er (ein Isländer) bis Akureyri fährt, das war ja mein Ziel! Nur hätte ich nie gedacht, dass ich es noch an diesem Tag erreichen würde!

Während der Fahrt fing es wieder an zu schneien, der Wind war immer noch ziemlich stark und bließ den ganzen Schnee vom Straßenrand auf die Straße, auf der sowieso schon Schnee lag. Wir konnten nur langsam fahren teilweise und ein paar Mal schlitterten wir auch bisschen. Aber der Isländer ist es gewohnt bei solchen Bedingungen zu fahren und deswegen fühlte ich mich trotzdem einigermaßen sicher. Aber an einer besonders schlimmen Stelle sahen wir dann plötzlich einen Camper neben der Straße im Schnee stecken! So schnell kann's also gehen. Der Isländer bei dem ich mitgefahren war, half denen Hilfe zu organisieren, dann setzten wir unsere Fahrt fort. Die Landschaft war wieder der Hammer auf der Fahrt.
An zwei Touristenspots hielt er sogar für mich kurz an: in Hverir, einem Geothermalfeld, hier dampft es überall aus dem Boden und Schlammpfützen köcheln und blubbern vor sich hin. Krass. Aber ich will da noch mal hin um bisschen länger da zu sein und mir das noch mal genauer anzuschauen. 
Außerdem hielt er noch an dem geilen Wasserfall Góðafoss, der sah wirklich mega schön aus, v.a. auch wieder mit den großen Eiszapfen und so weiter. Am Mývatn sind wir nur vorbei gefahren aber da gibt's viel zu sehen und erleben, will ich auf jeden Fall noch Mal hin.
Um 6 Uhr kamen wir dann schließlich in Akureyri an, das ist übrigens die zweitgrößte Stadt Islands, aber für deutsche Verhältnisse eher eine Kleinstadt. 

auf der Fahrt nach Akureyri auf der Fahrt nach Akureyri: ein Camper steckt offroad im Schnee auf der Fahrt nach Akureyri: Hverir auf der Fahrt nach Akureyri: Goðafoss auf der Fahrt nach Akureyri: Goðafoss


Warum war Akureyri eigentlich mein Ziel? 
Also. Die Nichte der Frau des Cousins meiner Mutter (mehrfach ums Eck haha) wohnt hier mit ihrer Familie. Ich hab schon ein paar Wochen vor Island Kontakt mit ihr aufgenommen und ich darf nun hier mit wohnen und helfe dafür im Haushalt, mit den Kindern und mit den Tieren. Hier bin ich jetzt schon seit fast drei Wochen aber über die Zeit hier mach ich einen eigenen Eintrag. 

Das war jetzt ja auch wirklich ein ewiger Blogeintrag! Aber schon in der kurzen Zeit hab ich so viel erlebt und gesehen, ich weiß gar nicht wohin mit den ganzen wunderbaren Eindrücken! Und ich bin jetzt schon ganz verliebt in dieses Land. 
Ich melde mich bald wieder um weiter zu erzählen, bis dann! :)
Leonie 

Es geht wieder los!

Samstag, 17.02.2018

Jetzt war es 2 Jahre still auf meinem Blog…Ich dachte auch ehrlich gesagt nicht dass ich ihn noch mal zum Leben erwecke - zumindest nicht so bald. Aber jetzt geht es wieder los, meine nächste Reise steht an! Vielleicht denkt sich jemand jetzt „die ist doch erst vor zwei Jahren aus Neuseeland zurück  gekommen und wollte anfangen zu studieren…wie kann sie jetzt wieder reise??“ – Nun, für diejenigen erkläre ich das jetzt mal kurz.

Ich kam ja Anfang März 2016 von Neuseeland zurück und im Herbst 2016 fing ich dann an Biochemie zu studieren. Letzten Sommer (2017) kam ich immer mehr ins Zweifeln, ob das wirklich der richtige Studiengang ist für mich. Inhaltlich find ich die Biochemie schon immer noch sehr spannend, aber ich fragte mich immer mehr ob ich wirklich im naturwissenschaftlichen Bereich mal arbeiten will…im Labor, in der Forschung…das war ja eigentlich so ursprünglich mein Plan gewesen. Aber während der ersten zwei Semester hab ich gemerkt dass mir etwas in diesem Studium fehlt was mir sehr wichtig ist (und ich habe eben erst im Laufe der Zeit gemerkt dass es mir wohl wichtiger ist als ich selbst dachte): das Zwischenmenschliche, das Über-den-Tellerrand-blicken…ich kann mich auch einfach nicht mehr mit der eher engstirnigen naturwissenschaftlichen Denkensweise identifizieren („nur das was ich wissenschaftlich beweisen kann ist wahr alles andere ist Hokuspokus“ etc.). Mir wurde auch noch mal deutlich, wie auch in Neuseeland schon, dass ich wirklich ein sehr großes Interesse an (auf den ersten Blick) ganz fremde Kulturen habe, an Menschen die so ganz anders Leben und denken. Ich hatte ja auch den festen Plan zwischen Bachelor und Master noch mal zu reisen und im Traum malte ich mir immer aus wie es wäre mal für eine längere Zeit mit Menschen aus einer ganz anderen Kultur zu leben, wie sie zu leben, ihre Sprache zu lernen und vielleicht sogar ein kleiner Teil der Gesellschaft zu werden. Zu versuchen die Kultur wirklich zu verstehen, indem ich sie lebe! Das war und ist v.a. seit Neuseeland wirklich so ein Traum von mir.

Naja jedenfalls merkte ich eben letzten Sommer immer mehr, dass ich später einen Beruf ausüben will, der mich wirklich glücklich macht und mich erfüllt, an dem ich auch wachsen kann und mich persönlich weiterentwickeln kann. Z.B. wo ich Menschen helfen kann, etwas Soziales, aber auch irgendwie mit Kulturellem verknüpft oder so… Und ich stellte dadurch auch fest dass da Biochemie einfach nicht der richtige Weg für mich ist. – Aber abbrechen?! Da bin ich ja eigentlich gar nicht so der Typ dafür. Und ein ganzes Jahr krassen Stress (es ist wirklich ein unglaublich zeitaufwändiges und stressiges Studium) dann quasi umsonst?? Puhh…

Aber der Gedanke abzubrechen lies mich einfach nicht mehr los. Immer häufiger kam ich an den Punkt während dem Lernen oder beim Versuch Einzuschlafen wo ich mir dachte: wozu das ganze eigentlich?! Ja, anfangs hatte ich noch diesen Plan vor Augen: Biochemie Bachelor, Neurobiologie Master, dann Doktor und ab geht’s in die Forschung. Aber als dieser Plan immer mehr verblasste sah ich irgendwann keinen Grund mehr das weiter zu studieren! Der Fakt, dass ich eigentlich nur noch gefühlt 24/7 am Lernen war, ist nur ein nebensächlicher Grund, weshalb ich abgebrochen habe. Wenn ich noch diesen Plan vor Augen gehabt hätte, dann hätte ich wenigstens einen Grund gehabt wofür ich den ganzen Stress auf mich nehme. Aber so…

Es war also insgesamt ein schleichender Prozess bis meine Entscheidung sicher war: ich werde Biochemie abbrechen. Ich habe aber trotzdem noch alle Prüfungen im Sommer mitgeschrieben, falls ich mich doch umentscheiden wollen würde…doch das war nicht der Fall.

Beim Recherchieren stieß ich auf einen Studiengang, der „Ethnologie“ (früher Völkerkunde) heißt. Da beschäftigt man sich intensiv mit den verschiedensten ethnischen Gruppen und indigenen Völkern. Und als ich las, dass man da im Mobilitätssemester ein eigenes Studienprojekt im Ausland (in einer nicht westlichen Kultur) durchführen darf, war ich hin und weg. Ohne Scheiß, ich saß vor meinem PC und meine Kinnlade fiel runter. Das Leben mit Menschen einer fremden Kultur für einen längeren Zeitraum, dass was ja eh mein Traum insgeheim war – das ist Teil des Studiums!! Besser kann es doch gar nicht sein oder?! Da stand es für mich fest: Ich will Ethnologie studieren.

Jedoch war ich mit dieser Erkenntnis etwas zu spät, die Bewerbungsfrist war schon vorbei. Das heißt…ich hatte plötzlich schon wieder ein ganzes Jahr frei (es fängt erst zum Wintersemester an). Oha. Was mach ich auf einmal mit der so plötzlich vielen Zeit?? Ich wollte die Zeit irgendwie für mich sinnvoll nutzen, sie nicht einfach so verstreichen lassen und faul rumliegen.

Die ersten zwei Monate setzte ich mich einfach in die Vorlesungen von Ethnologie in der LMU. Es gab kaum eine Vorlesung in der ich mir nicht dachte: wow! Das ist mein Ding! Das war noch mal so eine Bestätigung für mich.

Dann arbeitete ich bis Weihnachten, bis wieder so eine Idee in mir keimte: Warum eigentlich nicht noch mal reisen…? Was spricht dagegen? Eigentlich nichts! Und so kam es also (nach ewig langer Geschichte, ich weiß, sorry!) dass ich nun verkünden darf: ES GEHT NACH ISLAND!!! Für 4 bis 5 Monate, das will ich mir offen halten. Am 9. März geht mein Flieger, also gestern in 3 Wochen – ahh! Ich bin so aufgeregt und freue mich unglaublich sehr. Ich bin jetzt seit Wochen eigentlich nur am vorbereiten und am mich Ausrüsten. Denn im März ist es schon noch ziemlich…naja…frisch in Island. Also so um den Gefrierpunkt – tagsüber. Schneien kanns da natürlich auch noch und Island ist ja auch für das eher wechselhafte Wetter bekannt. Ups. Naja. Aber wie sagt man so schön: Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur schlechte Kleidung/Ausrüstung. Deswegen musste ich mir jetzt halt einen super warmen Schlafsack und eine sehr gut isolierende Isomatte zulegen, für ein Zelt werde ich mich bald entscheiden und natürlich gute Kleidung. Das alles muss ich dann nur noch irgendwie in meinen Rucksack stopfen, wobei es natürlich auch noch irgendwie tragbar sein muss vom Gewicht her. Das wird noch was :D

Da Island ja auch eher ein teures Reiseland ist, muss ich eben schauen wie ich möglichst günstig dort leben kann. Also habe ich vor mein Zelt als Hauptwohnsitz zu ernennen. Aber ich möchte auch couchsurfen und außerdem habe ich mich bei Workaway angemeldet. Das ist sowas wie die wwoofing Platform, bei der ich in Neuseeland angemeldet war. Das heißt: Auf z.B. Farmen mitarbeiten etc. und dafür dort wohnen dürfen und Essen bekommen. Um von A nach B zu kommen habe ich vor zu trampen, das soll zumindest auf der Ringstraße kein so großes Problem sein, nur dann abseits der Ringstraße, in den abgelegeneren Gegenden kann es unter Umständen schwer sein. Es heißt, man muss auf jeden Fall Zeit mitbringen. Und die hab ich zum Glück ja!
Ich hoffe natürlich auch sehr dass ich noch rechtzeitig da bin um die Nordlichter zu sehen! Die will ich unbedingt mal live mitkriegen.

So jetzt geht mir langsam der Stoff zum Schreiben aus, ich glaube ich habe jetzt auch eigentlich das Wichtigste erzählt. Es ist mal wieder etwas lang geworden…aber wer auch schon meine Neuseeland-Einträge immer verfolgt hat, sollte das ja gewöhnt sein :D

Ich freue mich auf jeden Fall riesig hier euch wieder zu berichten was ich so alles Erleben werde!

Leonie

Bilder von den letzten Wochen :)

Dienstag, 08.03.2016

Eva und ich beim Ausreiten mit Rod Ausreiten bei Rod bei Rod Leonie und ich :) (das Fohlen hat er ja nach mir benannt) Rod und ich :) Morgenstimmung bei Rod Fischen bei Rod!  Fischen bei Rod! bei Rod bei Rod bei Rod   der Geysir in Rotorua  cathedral cove cathedral cove      mein Auto und ich :) ocean beach einer der tollsten Wasserfälle die ich in NZ bisher gesehen hab!     mal das ganze Auto ausgeräumt um es wieder neu zu sortieren :D mal das ganze Auto ausgeräumt um es wieder neu zu sortieren :D Schnappschuss beim Autofahren kochen:) ein weiterer wunderschöner Strand an dem wir waren freecampen in Mitimiti - Abendessen beim Sonnenuntergang     ganz im Norden der Coromandel Penisular

 

ES WAREN WUNDERSCHÖNE LETZE WOCHEN UND EIN PERFEKTES HALBES JAHR IN NEUSEELAND - DAS GRÖßTE ABENTEUER MEINES LEBENS.

back in Germany!!!

Dienstag, 01.03.2016

Jetzt bin ich schon wieder zu Hause in Deutschland, wie ich schon erwartet hatte verging der letzte Monat in Neuseeland viel zu schnell – aber war super schön!

Auf dem Weg zu Rod, hab ich auch noch mal Shimon in Kerikeri besucht für ein, zwei stunden, das war auch schön ihn noch mal zu sehen! (Bei ihm war ich ja eine Woche, direkt nach den drei Wochen bei Rod).

Dann ging die Fahrt weiter nach Mitimiti zu Rod. Das letzte Stück ist eine kurvige, enge Schotterstraße. Ich fuhr also gut gelaunt und laut zur Musik singend diese Straße entlang, da ging die Straße nach einer Kurve plötzlich etwas bergab- dadurch wurde ich wohl etwas zu schnell. Blöderweise ging es genau da um eine enge Kurve und direkt danach um noch eine in die andere Richtung – ziemlich dumm, da ich ja also gleichzeitig bremsen und viel lenken musste, eine bekannterweise unpraktische Kombination. Das Auto fing an hin und her zu rutschen und ich lenkte panisch hin und her, denn rechts ging es einen Hügel runter und links den Berg rauf und dazwischen war die Straße eben sehr schmal! Schließlich knallte ich mit der linken Seite an den Berg und blieb stehen. Mein erster Gedanke war: ok, ich lebe noch. Mein zweiter war: Verdammt, mein Auto ist bestimmt komplett Schrott!

Mit klopfendem Herzen stieg ich aus und war erleichtert zu sehen, dass „nur“ das hintere Blechteil runter hing und das Plastik beim Blinklicht einen Sprung hatte, aber sonst noch alles dran war! Rod und ein Kumpel von ihm konnten das Blech zum Glück wieder dran schrauben, sodass nur ein langer Kratzer und eine Beule im Blech zurück blieben.

 

Ich hatte mich dann auch bald von dem kleinen Schrecken erholt und konnte die Woche bei Rod wunderbar genießen – ich hatte eine super Zeit und war so glücklich wieder dort zu sein!

Diesmal war ich nicht allein mit ihm, sondern eine andere Frau, Eva, hat auch gerade bei ihm gewwooft. Wir kamen sehr gut miteinander klar und haben uns gut verstanden.

Auch ich hab wieder jeden Tag 3-4 Stunden im Garten gearbeitet, das gleiche wie damals auch. Natürlich waren wir auch wieder fischen und ausreiten, was super war! Auch das Wetter war perfekt und somit hatte ich wieder eine wunderbare Woche im Paradies.

 

Am 6. Februar dann holte ich meinen Freund beim Flughafen ab und wir verbrachten wunderschöne drei Wochen zusammen.

Anfangs waren ein paar Tage in der bay of plenty, bei Tauranga, dort gab es einen schönen langen Sandstrand an dem wir relaxen konnten.

Danach sind wir weiter nach Rotorua für einen Tag, denn dort in der Gegend gibt es eine spannende Landschaft mit Geysiren, Kraterseen, heißen Quellen und Schlammpools usw. Wir besuchten eine Art Park, wo wir eine Führung bekamen, sahen einen Geysir ausbrechen, lernten über Maori Kultur und dort gab es sogar ein Kiwihaus, mit zwei jungen Kiwivögeln, die dort versorgt werden und wenn sie groß sind wieder in die Natur gebracht werden.

Kiwis sind ja die typisch neuseeländischen Vögel die es nur dort gibt, und die vom Aussterben bedroht sind. Es ist sehr schwer sie in freier Wildbahn zu entdecken, was ich immer schade fand weil ich unbedingt mal eins live sehen wollte (sie sind immerhin das nationale Icon).

In dem Kiwihaus war es fast stockfinster, denn Kiwis sind nachtaktiv. Nachdem sich unsere Augen an die Dunkelheit gewöhnt haben und wir eine weile in das Gehege gestarrt haben, hatten wir sogar wirklich das Glück und sahen ein Kiwi vorbei rennen! Das hat mich total gefreut, jetzt hab ich doch wenigstens ein Kiwi noch sehen dürfen, auch wenn nicht in freier Wildbahn, aber immerhin!

 

In Waitomo haben wir eine Tour durch die Waitomo glowworm caves gebucht. Das ist eine schöne Kalksteinhöhle, durch die ein Fluss fließt. Dort sind wir am Ende mit einem Boot herumgefahren worden – und überall an den Höhlenwänden und Decken sah man Millionen von kleinen grünen Lichtern, die glowworms! Wie ein Sternenhimmel, einfach nur faszinierend und wunderschön!

 

Von Kawhia nach Raglan, beides an der Westküste der Nordinsel etwas unterhalb von Auckland, gab es eine lange kurvige Schotterstraße, die als „scenic route“ beschrieben wurde. Und tatsächlich war es eine wunderschöne Strecke, die Küste entlang, mit wunderschönen Ausblicken! Das hat uns super gefallen.

 

In der zweiten Woche wollten wir uns Zeit nehmen die Coromandel Penisular (eine Halbinsel östlich von Auckland) zu entdecken. Wir waren an ein paar schönen Stränden und Orten, doch leider hatten wir nicht so Glück mit dem Wetter wie in der ersten Woche, es war meist bewölkt und regnete oft. Daher beschlossen wir, doch nicht so lange in der Gegend zu bleiben und fuhren ins Northland, nördlich von Auckland.

Dort fanden wir einen kostenlosen Campingplatz in Kaiwaka, der sogar Dusche, Klo und Trinkwasser hatte, also alles was man braucht! Und er war auch in der Nähe von ein paar wunderschönen Stränden, wo wir dann immer die Tage verbrachten. Das Wetter war genial, sommerlich heiß, kaum eine Wolke am Himmel… Wir genossen es dort sehr!

 

Am Tag vor meinen Geburtstag sind wir dann nach Mitimiti gefahren, haben aber nicht bei Rod übernachtet, sondern dort einfach gefreecampt. Das war ziemlich cool!

Und so bin ich dann an meinem Geburtstag an diesem wunderschönen, so gut wie menschenleeren Ort aufgewacht, das erste was ich gehört habe war das Rauschen des Meeres, dann frühstücken mit Blick die lange Küste mit den Sanddünen, Sandstrand und den Bergen entlang, die warme Morgensonne im Rücken… Ein perfekter Geburtstagsmorgen!

Dann sind wir zu Rod gefahren, und verbrachten ein paar Stunden bei ihm. Sein Garten boomte mittlerweile mit Früchten und Gemüse – Trauben, Pfirsiche, Feigen, Tomaten, Salat … und vieles mehr.

Martin und ich waren ein bisschen am Strand und im Meer und bei den Pferden, Mittags lud Rod uns zum lunch ein… Der Besuch bei Rod war super, und ich war so glücklich, dass ich an diesem wunderschönen und für mich so besonderen Ort Geburtstag hatte!

Doch am frühen Nachmittag mussten wir uns wieder auf den Weg zurück nach Kaiwaka machen und unsere Koffer und Rucksäcke abflugbereit machen… Aber es war ein toller und besonderer Geburtstag, denn es war ja das erste mal für mich im Sommer, ich konnte an meinem Geburtstag einfach mal ins Meer gehen und am Strand liegen… das ist schon echt cool! Und dann auch noch an diesem Ort… perfekt!!

 

Ungefähr seit Martin da war hab ich angefangen für mein Auto zu werben, hab es in Facebook Gruppen gestellt, im Supermarkt Zettel ausgehängt, „For Sale“ Schilder an die Fenster im Auto geklebt… Lange Zeit hat sich niemand gemeldet und ich bekam schon Sorge, dass ich es womöglich nicht losbekomme und dann große Verluste machen würde. Doch dann hab ich an einem Strand doch glücklicherweise einen Käufer gefunden, der es mir für 1250 Dollar (760 Euro) abgekauft hat, ich hab also sogar 150$ Gewinn gemacht! (hatte es selber für 1100$ gekauft) Das war einfach genial und ich war super happy!

 

Wir hatten den 27.2 als Übergabetermin ausgemacht, deshalb hatten Martin und ich auch nicht noch länger bei Rod bleiben können. Vormittags musste ich mich dann von meinem Auto verabschieden, das mich die letzten drei Monate begleitet hatte – es die beste Entscheidung überhaupt es zu kaufen!! Die Mutter des Käufers war sogar so freundlich und hat uns nach Auckland gefahren! Unser Flug ging aber erst am 28.2 um 8 Uhr morgens, wir hatten also noch eine Nacht – doch leider haben wir kein Hostel gefunden also haben wir beschlossen die Nacht einfach am Flughafen zu verbringen, der ja 24h offen hat.

Tagsüber waren wir also noch in Auckland, was aber nicht so spannend war. Nachmittags fing es dann auch noch blöderweise zu regnen an. Nachdem wir abends noch in Auckland essen waren, haben wir den Bus zum Flughafen genommen und uns dort eingenistet. Richtig schlafen konnten wir  dort aber natürlich nicht…

Der Flug war lange und anstrengend, denn ich konnte eigentlich nie wirklich schlafen, war also bestimmt ca. 60 Stunden ohne richtigen Schlaf wach…

Deshalb war ich auch sehr fertig als wir am Montag den 29.2 um 6 Uhr in der Früh in München landeten. Und auch aufgeregt! Meine Eltern warteten schon, sogar Schilder hat meine Mama gebastelt! Es war ein sehr schönes Wiedersehen!

Klar hätte ich am liebsten noch mehr Zeit in Neuseeland verbracht, aber jetzt ist es auch wieder sehr schön zu Hause zu sein. Es kam mir anfangs irgendwie gleichzeitig fremd, aber auch vertraut vor…das war ein komisches Gefühl!

 

Und jetzt noch mal einen Rückblick auf das gesamte halbe Jahr… ich hab eigentlich gar keine Worte es zu beschreiben. Ich hab so viel erlebt, neue Erfahrungen gemacht, viele nette und inspirierende Leute kennen gelernt, wunderschöne Orte entdeckt, durfte die Gastfreundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Neuseeländer in so vielen verschiedenen Situationen kennen lernen, habe gelernt mit neuen Herausforderungen des Alleine-zurecht-kommens umzugehen, mir die Fremde zur Heimat zu machen. Und so viel mehr, wofür ich keine Worte habe. Aber es sind Lebenserfahrungen die mir für immer bleiben, und die all das viele Geld - jeden Cent - wert waren!

Ich habe eigentlich alle Formen des Reisens ausprobiert: mit dem Bus, hitchhiken, selber Auto fahren, ich habe gearbeitet für Unterkunft und Essen (wwoofing), ich bin auch einfach mal nur herum gereist, ich habe eine bezahlte Arbeit gehabt… Alle Formen und Möglichkeiten die ich probiert hab waren für sich super und besonders, und ich bin froh dass ich alle ausprobieren konnte!

Vor allem seit dem ich das Auto hatte und eigentlich nur gereist bin, hab ich gemerkt wie teuer das Leben schon ist, ich musste ja das Essen für mich zahlen, das Benzin, andere Kosten wie Wäscheautomaten, öffentliche Duschen, Campingplätze… dadurch dass ich ja alle Lebensunterhaltkosten selber zahlen musste, schätze ich jetzt auch viel mehr das Leben zu Hause bei meinen Eltern, wo ich das alles ja noch bezahlt bekomme, nehme nicht mehr alles für so selbstverständlich hin…

Ich habe ja auch seit dem Auto relativ einfach gelebt, mein Auto, ein kleiner Raum, war gleichzeitig Küche, Wohnzimmer, Schlafzimmer und Bad. Es waren auch natürlich nicht die gemütlichsten Nächte von der Matratze her, vor allem auch beim Camp wo ich in der blueberryarbeitszeit gewohnt hab, hab ich ja recht einfach gelebt… das hat mir aber auch irgendwie gut gefallen, ich kam gut damit klar, und dadurch schätze ich auch noch mal mehr was ich zu Hause hab, das ist schon fast Luxus!

Wie gesagt…ich hab so viel neues Erleben dürfen in dieser Zeit – ich werde diese Zeit nie vergessen!!!

 

An der Stelle auch ein großes Danke an alle die mich unterstützt haben, meine Eltern die mir das Geld geliehen haben und vor allem meine Mama die sich sehr viel Zeit genommen hat mit mir alles vorzubereiten, danke an meinen Freund, der mich unterstützt hat obwohl es schwer ist, sich eine so lange Zeit nicht zu sehen, danke an alle die immer meinen Blog verfolgt haben, danke für all eure lieben Kommentare und euer Interesse an dem was ich erlebt habe!!!

Mir hat es auch immer Spaß gemacht diese Einträge zu schreiben und meine Erlebnisse mit euch zu teilen!

In diesem Sinne…

Eure Leonie  : )

 

ps. Fotos folgen natürlich noch ;)

bilder der letzten wochen :)

Donnerstag, 28.01.2016

mein kleines camp die solar shower mein kleines camp mein kleines camp mein kleines camp mein kleines camp am abend mit den anderen   abends beim spielen :) beim brot backen :) der selbstgebaute ofen :) die selbstgebauten ofen :) mein selbstgebackenes frisches brot :) das packhouse auf der blueberry farm da machen wir immer pause  blueberry picking :) blueberry picking :) die blueberry plantage   seals! :) seals! :)    seals! :)   beim kaikoura penisular walk beim kaikoura penisular walk dolphin tour :) dolphin tour :) dolphin tour :) dolphin tour :) dolphin tour :) dolphin tour :) dolphin tour :) dolphin tour :) dolphin tour :) 

rückblick auf die letzen wochen :)

Mittwoch, 27.01.2016

So nun melde ich mich mal wieder, diesmal von der Fähre aus, es geht für mich nämlich (leider) schon wieder zurück auf die nordinsel!

Aber jetzt erst mal noch zu meinen letzten Wochen im Camp und in der Arbeit.
Wenn es am morgen nicht zu nass (durch Regen oder Raureif) war hat ein normaler Arbeitstag für mich um 8 Uhr begonnen. Wir arbeiteten bis 10, dann gab es eine kleine Pause, die sogenannte "smoko" (für die die Rauchen) wo's Tee und Kaffee und manchmal paar Kekse gab.
Danach arbeiteten wir weiter bis halb 1, wo's dann eine halbe Stunde lunchbreak gab. Um 3 gabs noch mal eine kurze "smoko" und um 5 war Feierabend.
Die päuschen waren immer ganz nett weil wir alle zusammen saßen und einfach gequatscht haben.
Es arbeiten dort einige Kiwis (neuseeländer), 3 ältere Erwachsene (sogar eine 70jährige!) und 8-10 Jugendliche die das als ferienjob machen. Und sonst ein paar Franzosen, ein anderes deutsches Mädchen und eben ich.
Die waren alle total nett und es war immer ne lockere Atmosphäre.
So wars eigentlich immer ganz schön in der Arbeit.
Nur an heißen Tagen war es echt anstrengend den ganzen Tag in der prallen Sonne zu stehen sodass ich dann abends schon recht geschafft war.

Es hätte die Möglichkeit gegeben dass ich dort auf deren Gelände parken und schlafen darf, sogar die Küche und das Bad (und Dusche) benutzen darf, und das alles kostenlos! Die paar Franzosen haben z.B. dort gewohnt und ich hätte das Angebot wahrscheinlich auch angenommen, aber ich hatte mich inzwischen schon so im Camp eingelebt und die Leute dort eben kennengelernt und dieses einfachere Leben gefiel mir eben grad ganz gut deshalb bin ich dort geblieben.

Irgendwann haben wir nämlich angefangen unser eigenes frisches leckeres Brot zu backen (in den Supermärkten findet man eigentlich nur labbriges weißes Toast), das hat richtig Spaß gemacht!
Ich hab natürlich auch oft blaubeeren mitgebracht und an alle verteilt und blueberry bread gebacken!

Außerdem hab ich mir so mein eigenes kleines "Camp" aufgebaut, also einfach ein paar Stöcke um mein Auto aufgestellt wie ein Gartenzaun und Bettlaken dazwischen aufgehängt damit keine neuen Camper meinen Platz wegschnappten ;) und hab mir eine alte Kiste geholt und zum Tisch umfunktioniert.
Ich hatte also wirklich eine tolle zeit da im Camp und in der Arbeit die letzten Wochen!

Letzten Samstag (23.1) hatte ich meinen letzten Arbeitstag was ich schon bisschen schade fand weil es mir eigentlich recht gut da gefallen hatte und gern noch länger geblieben wäre. Außerdem war ich inzwischen immer schneller im pflücken geworden! Und die blaubeeren waren teilweise die größten die ich je gesehen hab, so große findet man normal nicht im Supermarkt! (Und lecker waren die...!)

Am Sonntag war ich dann noch ein letztes mal in motueka und bin dann am frühen Nachmittag aufgebrochen und Richtung blenheim gefahren.
Ich war schon bisschen traurig als ich vom Camp losfahren musste, dort war ich schließlich insgesamt 3,5 Wochen gewesen, sogar etwas länger als ich bei Rod damals war!
Das ist also der Ort wo ich die längste zeit am Stück war insgesamt in meiner zeit in Neuseeland!
Davor beim reisen war ich ja jeden Tag woanders, daher fühlen sich 3,5 Wochen für mich echt lang an!
Und öfters wenn ich z.B abends von motueka zurück ins Camp gefahren bin hab ich mich beim Gedanken erwischt "jetzt aber ab nach Hause".

Oder was auch irgendwie ein cooles Gefühl war, war sich in motueka und Umgebung immer besser auszukennen, die kurvigen Straßen immer sicherer zu fahren weil ich wusste wann eine starke Kurve kommt oder so, und manchmal hab ich z.B in motueka auf der Straße oder im Supermarkt irgendwelche Leute getroffen die ich kannte von der blueberry Farm oder vom Camp...
Ich wäre wirklich sehr gerne noch länger dort geblieben!

Aber was es mir auch leichter machte zu gehen war, dass all die Franzosen mit denen ich mich so bisschen angefreundet hatte und halt meistens abends zusammen saß, dass die auch an diesem Sonntag/Montag abgefahren sind um weiter zu reisen. Und ohne die wäre das Camp nur halb so cool gewesen!

Für den Dienstag hatte ich nämlich etwas gebucht was ich von Anfang an unbedingt machen wollte: eine Delfin Tour wo man mit ihnen schwimmen kann!
Das war in kaikoura, ein Stückchen die Ostküste runter.
Ich hatte die früheste Tour, um 5:30 gebucht, da das die tollste sein soll weil man in den Sonnenaufgang fährt und es da noch ruhiger ist und so.
Ich hatte auf einen kostenlosen Platz übernachtet der etwa ne halbe Stunde von kaikoura entfernt war, also musste ich schon um viertel nach 4 aufstehen! Aber das hat sich absolut gelohnt.

Zuerst haben wir die komplette Ausrüstung bekommen und angezogen: neoprenanzug, flossen, Schnorchel und so ne Art "neoprenanzug für den Kopf".
Um ca 6 waren wir mit dem Boot auf dem Meer und - wow! Wir bekamen einen wunderschönen Sonnenaufgang zu sehen! Das Gebirge im Hintergrund das kaikoura umgibt wurde orange-Gold beschienen, die Wolken wurden in wunderschönes licht getaucht und die Sonne kam hinter dem Horizont hervor... Ich bin so glücklich gerade noch rechzeitig den Platz für die frühe Tour bekommen zu haben!
Auch die Crew meinte, so einen schönen Sonnenaufgang und Morgen bekommen sie nicht immer!

Eine halbe Stunde ungefähr sind wir mit dem Boot die Küste entlang gefahren auf der Suche nach den Delfinen. Es ist eine ganz kleine Art aber man findet sie in Gruppen bis zu Hunderten von ihnen!
Irgendwann haben wir auch so eine Gruppe entdeckt und durften alle (ca 15-20 Leute) ins Wasser springen!
Ich hatte erwartet dass das Wasser total kalt sein würde, so an Füßen z.B., aber war's überhaupt nicht!
Kaum war ich im Wasser sah ich auch schon die Delfine um mich rumschwimmen! Wir hatten vorher erklärt bekommen wie man die Aufmerksamkeit der Delfine auf sich lenken kann, nämlich soll man so gut wie es geht sich Delfinartig benehmen, z.B. Sich im Kreis drehen wenn einer bei einem ist oder verrückte Geräusche machen.
Also hörte man es gleich von allen Seiten schräg singen und die verrücktesten Geräusche machen, das war schon sehr lustig.
Immer wieder schwommen Delfine ganz nah unter mir hindurch, ich hätte sie berühren können (was man aber nicht soll)! Oder manchmal war einer sogar länger bei mir und schwamm um mich herum und ich versuchte mich auch mit ihm im Kreis zu drehen und mitzuhalten und die schrägsten Geräusche zu machen damit ich die Aufmerksamkeit des Delfins behalte und er so möglichst lang bei mir bleibt.
Das war einfach nur Wahnsinn!
Irgendwann zog die Gruppe dann weiter und wir hörten das Signal wieder aufs Boot zu kommen.
Wir fuhren weiter um eine nächste Gruppe zu finden, was wir dann auch taten.
Insgesamt durften wir drei mal ins Wasser, das letzte mal meinte die Crew wären es sogar um die 500 Delfine gewesen!

Ich war so glücklich, es war einfach eine Mega Erfahrung mit diesen süßen sozialen und verspielten Wesen zu schwimmen! Und das tolle ist ja, es sind alles wilde, freie Tiere mit denen wir in ihrer natürlichen Umgebung schwimmen durften! Es hätte ja auch sein können, dass wir gar keine entdecken!
Es war einfach der absolute Wahnsinn.
Danach konnte man sich umziehen und wir hatten noch zeit Fotos zu machen.

Die Tage davor hat es immer geheißen es würde regnen am Dienstag und ich dachte mir schon na toll, dann bekommt man gar keinen tollen Sonnenaufgang zu sehen und vielleicht fährt das Boot ja gar nicht raus... Aber alle Sorgen umsonst, das Wetter war perfekt! Erst gerade als wir eh vom letzen schwimmgang zurück kamen ca 8uhr) wurde es windig und bewölkt, also perfekt getimt! Um 9 waren wir wieder zurück.
Die Tour war zwar recht teuer (170$) aber hat sich wirklich gelohnt, ich bin so froh das gemacht zu haben, ich mein wann erlebt man das schon mit wilden Delfinen zu schwimmen?!
Das Geld war es also absolut Wert.

Sonst in kaikoura hab ich noch den penisular Walk gemacht, der um die Halbinsel dort geht und wovon man einen schönen Blick auf die Umgebung und das Gebirge im Hintergrund hat. Und ich war bei einer seal colony wo man freie robben einfach an der Küste sehen konnte - und zwar soo viele! So viele hab ich bis jetzt noch nie auf einmal gesehen, und vor allem soo viele Babys!! Das war wahnsinnig süß zu beobachten wie sie noch ein wenig tollpatschig versucht haben über die Felsen zu klettern oder miteinander gespielt haben oder bei ihren Mamas getrunken haben!

Außerdem hatte ich richtig Glück mit dem Wetter, es war meistes richtig Sommerlich heiß und sonnig!
Gestern bin ich dann noch bis Picton gefahren, wovon die Fähre geht.
Heute morgen bin ich also das letzte mal auf der wunderschönen Südinsel gewesen und jetzt bin ich auf der Fähre und komme schon bald auf der nordinsel an!

Ich werde die nächsten zwei Tage bis ganz in den Norden fahren und noch mal Rod besuchen, bei dem ich ja die ersten drei Wochen gewwooft habe. Da freu ich mich auch schon richtig drauf!

Und am 6. Februar fahre ich wieder nach Auckland um meinen Freund Martin dort abzuholen!! Er kommt mich nämlich die letzten drei Wochen besuchen und wir reisen noch mal bisschen auf der nordinsel, da freu ich mich auch schon mega drauf!

Und ja...danach geht's auch schon zurück nach Deutschland...! Schon viel zu bald, ehrlich gesagt, ich glaube dieser letzte Monat wird jetzt so vorbei rasen! Der Gedanke macht mich schon irgendwie traurig denn ich liebe es hier in Neuseeland und würde am liebsten noch länger hier bleiben!
Aber jetzt genieße ich einfach noch die letzten Wochen die ich hier habe - mal schaun wann ich wieder zeit finde einen nächsten Eintrag hoch zu Laden! :)

Leonie

ein paar neue eindruecke! :)

Freitag, 08.01.2016

blueberry orchard blaubeeren pfluecken :D caro, myles und ich an silvester caro und ich an silvester :) bei den franzosen in ihrem camp bei den franzosen in ihrem camp  neujahrestag!  der free campingplatz der free campingplatz die steinnetze :) 

neuigkeiten! :D

Freitag, 08.01.2016

Als ich am Tag drauf morgens joggen ging kam ich an einer blueberry Farm vorbei und dachte mir - aach, ich kann ja mal nachfragen, auch wenn ich nicht wirklich Hoffnung hatte. Doch Überraschung: die meinten ich kann gleich jetzt anfangen! Wie hab ich mich gefreut, das hatte ich ja überhaupt nicht erwartet!! Und das perfekte ist, dass es ja total nah bei diesem kleinen kostenlosen Campingplatz ist, das ist immer nur das Camp nenne, wo ich jetzt immer schlafe und somit keine übernachtungskosten hab, und ich kann auch einfach zu Fuß zur Arbeit gehen! Ich war einfach nur so happy!!

Am ersten Tag hab ich ca 6stunden gearbeitet, normal sind es 8 aber ich hatte ja später angefangen.
Man hat da einen Gürtel mit ner Box vorne dran und man muss einfach die Reifen Blaubeeren pflücken und in die Box füllen (was echt schwer ist weil die soo lecker ausschaun und schmecken! Ab und zu landet dann aber auch mal eine im Magen ;) ).
Man wird per Kilogramm bezahlt (ca 3$ pro Kilo) dh man kann wirklich gutes Geld machen wenn man schnell ist.

Allerdings war ich am ersten Tag seehr langsam und hab nur ca 50$ verdient, aber immerhin etwas!
Das blöde ist, dass der Job Wetter abhängig ist. Wenn es regnet oder geregnet hat und die Beeren noch nass sind kann man nicht pflücken!
Am zweiten Tag (Silvester) hatte es in der Nacht geregnet und am morgen waren die Beeren noch nass, dh wir mussten warten bis die Sonne raus kam und konnten erst später anfangen, sodass wir nur 5 Stunden insgesamt pflücken konnten leider. Hab aber trotzdem mehr Kilo gepflückt als am Tag davor, bin schon schneller geworden!

Ich hab dort ein Mädchen (Caro) kennen gelernt die auch deutsch ist, und wir haben beschlossen am Abend, Silvester, was zusammen zu machen.
Hier am Camp wohnt einer, Myles, der ist schon so 40-50 Jahre oder so würd ich schätzen und Neuseeländer (und maori, der erinnert mich auch von seinem Charakter voll an Rod) der hier in seinem van schon einige zeit campt und gelegenheitsjobs macht.
Der ist total nett und offen und lädt oft mal zu nem cup of tea oder essen ein.
Naja jedenfalls sind die ganzen Franzosen auf so ein Festival gefahren und er wusste auch noch nicht was er am Abend machen soll also schlugen Caro und ich ihm vor mit uns mit zu kommen (er ist von der Art noch recht jung geblieben).

Am Nachmittag kam Caro zu uns ins Camp und wir saßen noch bisschen zusammen da, später sind wir dann nach marahau, ein Dorf in der Nähe gefahren. Waren erst bisschen am Strand und dann wollten wir nach nem Platz zum Free campen suchen.
Dabei haben wir Myles irgendwie verloren.
Caro und ich haben dann jedenfalls nen guten Platz gefunden wo auch einiges los war. Später sind wir noch in eine bar wo live music war und ne kleine Party veranstaltet wurde, das war dann ganz cool der Abend.
Und während bei mir schon 2016 war, wart ihr noch ne weile in 2015, haha!

Am nächsten Tag ist Caro vormittags weiter nach Takaka gefahren und wollte da die Nacht bleiben und die Umgebung dort bisschen entdecken.
Ich blieb noch bis nachmittags in marahau, dort ist ja der Anfang des Abel tasman great Walks! Bin da entlang gejoggt was in der Umgebung super schön war, und später hab ich auch meine Badesachen und so eingepackt und bin zu einer der idyllischen Buchten gelaufen und hab dort bisschen relaxt.

Als ich abends wieder im Camp ankam war Caro plötzlich da und saß da zusammen mit Myles!
In Takaka war nämlich wegen dem Festival so viel los dass sie keinen Platz mehr auf den Campingplätzen bekommen hat und hat beschlossen für die Nacht zu uns zum Camp zu kommen, das war dann noch sehr nett.

Samstag war Feiertag (so wie Freitag), deswegen keine Arbeit. Aber es hat eh den ganzen Tag geregnet. Wir drei waren bisschen in der Stadt und saßen noch im Camp zusammen und haben so steinnetze geknöpft, das hat Myles uns beigebracht.
Abends ist Caro wieder zurück zu der Familie bei der sie wohnt (die, die die blaubeerfarm betreibt) und Myles und ich haben noch zwei Stunden nen Walk gemacht, was trotz leichtem Regen ganz nett war.

Sonntag, wäre eigentlich wieder Arbeit gewesen aber natürlich hat es den ganzen Tag leicht geregnet - jetzt wo ich diesen wetterabhängigen Job hab! Vormittags sind Myles und ich zum Wochenmarkt in motueka und nachmittags haben wir noch mal den Walk vom Tag davor gemacht.

Am Montag konnte ich dann endlich wieder arbeiten, auch wenn wir erst später anfangen konnten weils in der Nacht geregnet hatte und die Beeren noch nass waren. Aber ich war trotzdem froh, immerhin bisschen wieder was verdient ;)

Es kamen dann nämlich wieder richtig warme und sonnige Tage was nach den Regentagen total toll war!

Ich mag es hier wirklich im Camp, weil die meisten Leute für längere zeit da sind weil sie ja auch auf den Plantagen arbeiten und man die Leute besser kennenlernt und so.
Die Franzosen haben ein ganz cooles Camp aufgebaut, sogar nen pizzaofen! Und abends sitzen wir oft noch zusammen und die Leute sind alle ganz offen und nett und gechillt und die Atmosphäre immer toll.
Was ich auch so mag ist irgendwie so dieses einfache camperleben.
Ich wasch mein Geschirr im Fluss, hab mir ne solardusche gekauft (das ist ein Beutel wo man wasser rein füllen kann, mit einer schwarzen Seite die man in die Sonne legt, und dann ist da ein kleiner Schlauch mit plastikduschkopf und man kann den Beutel in den bäumen aufhängen und sich einfach duschen), die Franzosen haben aus alten Brettern nen Tisch gebaut, bei Regen hängen wir einfach Plastikplanen zwischen den Autos auf...

Die vom blueberry orchard haben schon von Anfang an gesagt dass ich wahrscheinlich nur eine Woche bleiben kann, also bis Mittwoch.
Also hab ich mich schon mal nach was neuem umgesehen und tatsächlich eine neue blueberry Farm gefunden! Die ist ne viertel Stunde Autofahrt entfernt, also echt in Ordnung.
Und da hab ich gestern, Donnerstag, das erste mal gearbeitet.
Mir gefällt es dort besser, denn es ist nicht so groß, auch das pflückerteam, und daher alles bisschen persönlicher und ich mag die Atmosphäre mehr. Auch die Besitzer sind mir sympathischer.

Heute regnet es allerdings leider schon wieder, aber das find ich heute nicht so schlimm weil ich die letzten Tage wegen der Arbeit gar nicht mehr nach motueka kam und heute hier mal paar Erledigungen machen kann!

Leonie :)

weihnachtsbilder!

Freitag, 08.01.2016

Blick vom Queen Elizabeth point walk  beim Queen Elizabeth point walk die einladung zum christmas dinner    punakaiki punakaiki   westcoast  weihnachten!! an weihnachten an weihnachten weihnachtssonnenuntergang christmas dinner pancake rocks!    buller river auf dem weg von westport nach motueka 

weihnachten im sommer am strand :D

Dienstag, 29.12.2015

So nun sind die Weihnachtstage auch schon wieder um und ich dachte ich erzähl mal wie sie so für mich abliefen und waren.

Also nach Hokitika bin ich wie geplant hoch Richtung Punakaiki gefahren, hab aber noch in greymouth nen Zwischenstopp gemacht und bin den Point Elizabeth Walk gegangen, der war sehr schön da man auch ne geile Aussicht auf die westcoast hatte.
Ich hab dann die Nacht bei barrytown am Strand gefreecampt, da war ich ja schon mal, nach dem ich den greenstone carving workshop gemacht hatte, da hatte der Typ mir ja den Tipp gegeben.
Der nächste Tag war dann der 23.12, da bin ich dann nach Punakaiki, und natürlich wieder zu den pancake Rocks. Diesmal spritzte das Wasser sogar noch mehr und stärker aus den blowholes, ich wusste gar nicht wo ich hinschauen sollte! Das war toll.
Nachmittags hab ich noch einen walking Track durch den paparoa national Park gemacht, ein Part war der den ich damals auch schon mal gegangen war: am pororari river entlang zwischen diesen steilen felshängen hindurch die teilweise bewachsen sind...das hat mich wieder sehr beeindruckt, das ist einfach wunderschön da!
Ich hab außerdem eine getroffen, der ich auch schon mal in Dunedin begegnet bin - wie klein die Welt doch ist!

Abends hab ich noch einen wunderschönen Strandspaziergang gemacht und den Sonnenuntergang bewundert.
Ich hab dann an einer Stelle am Strand gefreecampt wo ich letztes mal auch schon übernachtet hatte und keine Probleme bekommen hatte.

Und dann war auch schon der 24. Dezember, Weihnachten!
Ich bin aufgewacht und sah als erstes diese wunderschöne Umgebung und das ist schon mal - wow! Am morgen hab ich dann wieder einen wunderschönen Strandspaziergang gemacht, die Sonne schien warm...einfach ein perfekter weihnachtsmorgen.
Vormittags war ich dann noch mal bei den pancake Rocks und bin dann losgefahren, wieder zurück nach Hokitika, weil ich ja zu diesem christmas dinner wollte.

Pünktlich um 12 kam ich dort an, aber es war noch niemand da. Auf der Einladung stand nur "christmas day, at midday" also dachte ich vielleicht ist bei denen midday nicht Punkt 12 sondern irgendwas zwischen 12 und 2. also hab ich mich in den Park gesetzt und gelesen, das Wetter war ja auch super, daher kein Problem.
Nach 1,5h war aber immer noch tote Hose und da dachte ich mir dann auch mhh... Also bin ich zum visitor Center und hab nachgefragt. Die Frau da hat mir dann offenbart dass christmas day der 25. ist und nicht der 24.!! Denn das ist hier der wichtigere Tag, der wird mehr gefeiert, da gibt's auch die Geschenke und so...

Na toll! Ich war dann erst mal bisschen planlos was ich jetzt machen sollte, so ganz hatte ich mir das ja jetzt nicht vorgestellt.
Aber es war dann letztendlich doch ein sehr schöner Tag: ich bin zum Strand gefahren und hab einen ausgiebigen zweistündigen Strandspaziergang gemacht, bei geilstem Sommerwetter - und das an Weihnachten! Das war schon verrückt, es fühlte sich eigentlich gar nicht an wie Weihnachten! Aber wenn ich es mir dann wieder bewusst gemacht hab war's schon echt irgendwie ein cooles Gefühl an Weihnachten einfach mal am Strand rum zu laufen und sich von der Sonne wärmen zu lassen...!

Hab dann auch Abends noch am Strand gegessen und sah dann plötzlich eine kleine Gruppe - 4 junge Leute Ende 20/Anfang 30, 1 Frau und 3 Männer - die per Selbstauslöser ein Bild von sich machen wollten. Also bin ich hingegangen und hab gefragt ob ich ein Bild von ihnen machen soll. Da meinte der eine ne das passt schon, aber ich soll doch mit aufs Bild! Also bin ich mit aufs Bild haha, danach haben wir uns noch unterhalten. Die Frau war aus Spanien und die 3 Männer Italiener.
Sie wollten zufälligerweise auf die gleiche campsite wie ich (nämlich die wo ich paar Tage davor auch schon mal war, am lake mahinapua) und meinten ich kann doch gleich mit ihren mit kommen.
Ich wollte aber noch den Sonnenuntergang am Strand anschaun und meinte ich komme dann nach.

Der Sonnenuntergang war wundervoll, einfach eine perfekt Runde Helle Scheibe die hinter dem Horizont verschwindet, ohne eine Wolke die es verschleiert - der perfekte weihnachtssonnenuntergang!!
Danach bin ich zur campsite und gleich zu den Vieren. Die saßen schon am Lagerfeuer, der eine hatte ne Gitarre dabei und hat gesungen... Das war eine richtig schöne Stimmung und Atmosphäre!
Und doch nicht alleine am Weihnachtsabend, sondern in netter Gesellschaft, denn die waren super lieb und offen und es war sehr schön mit denen! Also ein sehr schöner Weihnachtsabend und überhaupt ein sehr schönes Weihnachten!
Auch wenn es eher unweihnachtlich war und ganz anders als sonst...
Manchmal dachte ich mir "oh meine Familie schmückt jetzt wahrscheinlich den Christbaum, und jetzt haben sie vielleicht Bescherung"... Und wäre schon auch gern zu Hause gewesen, aber ansonsten war es für mich nicht so schlimm Weihnachten ohne meine Familie. Aber ich freu mich jetzt trotzdem schon auf nächstes Jahr wenn wieder "richtiges" Weihnachten ist!
Aber es war ein besonderes Weihnachten dieses Jahr für mich und ein wirklich schöner Tag!

Am 25. bin ich dann mittags zu dem christmas dinner, und diesmal war auch schon einiges los!
Das ganze war in einem kleinen gemeinschaftsraum, tischreihen waren aufgestellt und weihnachtlich geschmückt...
Es waren hauptsächlich ältere Herrschaften da, was ich schon erwartet hatte. Hab mich dann zu welchen dazu gesetzt und mich ganz nett unterhalten. Später kamen sogar noch ein, zwei jüngere (also so zwischen 25 und 30) auch reisende wie ich, das war auch ganz nett.
Nach einer kurzen Ansprache wurde dann das Buffet eröffnet - es gab Kartoffeln, Fleisch, Erbsen, Eier, verschiedene Salate und Soße ... Obwohl das ja eher so "normale" essen sind war es ein Festessen für mich und das erste richtige essen seit längerem! (Ess sonst ja immer nur ein portönchen nudeln mit Tomatensoße oder so was einfaches, aber hier gab es so viel Auswahl...!) es war sehr lecker und die Atmosphäre sehr nett!
Danach wurden ein paar Weihnachtslieder gesungen und einer hat auf der Ziehharmonika begleitet, wodurch es eher bisschen wie Volksmusik klang weil ich auch die Lieder und Melodien nicht kannte.
Aber bei der englischen Version von "stille Nacht, heilige Nacht" kam dann doch etwas weihnachtsstimmung in mir auf, da ich ja die Melodie kenne. ;)
Danach gab es noch Nachtisch und dann saßen wir noch bis etwa halb 3 zusammen und haben gequatscht, was sehr schön war.

Nachmittags bin ich dann wieder nach oben nach barrytown gefahren, hab noch ne kleine Wanderung gemacht und dann an der gleichen Stelle am Strand gefreecampt wie paar Tage zuvor schon.

Am Tag drauf, Samstag, war ich natürlich wieder bei den pancake Rocks in Punakaiki und es hat sich richtig gelohnt: diesmal schoss das Wasser so stark und viel und hoch aus den blowholes wie ich's davor noch nie gesehn hab bei den vielen malen die ich schon dort war! Echt wie auf den internetbildern! Das hat mich total gefreut und war sehr faszinierend und cool!
Nachmittags hab ich dann wieder einen Track durch den paparoa national Park gemacht, und auch wieder war ein Part der Teil am pororari river, ich liebe diese Stelle...

Übernachtet hab ich natürlich wieder an dieser Stelle am Strand wo ich die letzten Male auch war, einfach perfekt da.
Hab noch mal nen letzten Strandspaziergang an diesem wundervollen Ort gemacht...ich glaube Punakaiki ist mein Lieblingsort an der westcoast und einer meiner lieblingsorte in Neuseeland!
Und auch zu den pancake Rocks bin ich noch ein letztes mal geganen...sie beeindrucken mich jedes mal wieder. (War jetzt glaub ich insgesamt 8 oder 9 mal dort - mal bei low tide, mal bei High tide...)

Dann bin ich weiter die westcoast nach Norden hoch nach westport gefahren. Von greymouth bis westport ist ja die great coast road, soll einer der schönsten Highways der Welt sein! Und ich musste auch wirklich soo oft anhalten um diese geilen Blicke zu genießen und ein Foto zu machen...! Ich bin die Strecke ja schon mal gefahren vor einigen Wochen - von Norden nach Süden - aber da hat's ja nur geschüttet! Jetzt bei diesem tollen Wetter sieht es einfach noch wunderschöner aus!

- überhaupt! Ich hab voll die super-Wetter-Periode hier an der westcoast erwischt! Nur ein einziger nicht so schöner Tag ansonsten perfektes Wetter! Hab ich ein Glück! War also die beste Entscheidung damals von greymouth über den athurs pass nach christchurch zu Fahren und die westcoast eben nicht da runtergefahren zu sein im regen!

Mittags kam ich dann in westport an und bin nachmittags noch etwas weiter nördlich bis Gravity gefahren, da ich mich erinnerte dass es mit beim vorbei fahren schon so gut gefallen hat.
Dort hab ich dann nen Walk gemacht und auch einen langen srandsparziergang (mal wieder haha) was sehr schön war.
Abends hab ich mir noch den wunderschön perfekten Sonnenuntergang angeschaut - der letzte an der westcoast für mich!
Danach bin ich zu einer Stelle gefahren, etwa 15km nördlich von westport, wo Selbstversorgerfahrzeuge kostenlos übernachten dürfen, also ich eigentlich nicht (sonst strafe!). Aber ich war da schon mal eine Nacht und das ist etwas abgelegen also beschloss ich einfach zu hoffen dass niemand kontrolliert und hab da übernachtet.

Es hat auch tatsächlich wieder alles gut geklappt.
Gestern Mittag bin ich nach einem letzten Strandspaziergang an der westcoast von westport losgefahren Richtung motueka.
Die Strecke von westport nach murchsison geht wunderschön am buller river entlang - also musste ich natürlich wieder oft stehen bleiben um die Blicke zu genießen und Fotos zu machen :)
Hab noch einen kleinen Walk in lyell gemacht und dort mittagegesen und wollte dann weiter zu einem Free Campingplatz 10 min vor motueka wo ich vor einigen Wochen schon mal war als ich die Strecke in die andere Richtung gefahren bin.
Doch als ich um kurz nach 6 dort ankam - war der natürlich geschlossen! Ich begann schon etwas zu verzweifeln, da ich nicht wusste wo ich sonst hinsollte, da kam der Typ der das betreibt. Er hat mir einen Tipp zum Free campen gegeben, nicht weit entfernt, wo ich dann hin bin.

Es ist ein kleiner versteckter Platz bei der Straße, zwischen bäumen am Fluss und eigentlich echt sehr nett!
Es waren auch einige andere sehr nette Leute da.
Hab mich am Abend noch zu anderen gesetzt, da sind total viele Franzosen und die arbeiten alle in der Nähe auf obstplantagen also so so typische backpacker Jobs und da bin ich ja auch grad auf der Suche danach!
Das ist natürlich perfekt weil die mir dann paar Plantagen gesagt haben wo sie arbeiten und das beste wäre wenn ich da auch nen Job hier in der Nähe finden würde da ich dann immer hier an dem Platz übernachten könnte und keine übernachtungskosten hätte!

Heute, Dienstag, bin ich also den ganzen Tag in motueka Umgebung rumgefahren und hab alle Plantagen abgeklappert aber entweder sie brauchen grad keinen oder erst in einer Woche.
Also muss ich jetzt mal schaun was ich so die nächste Woche mach und hoffe dass ich danach nen Job für zwei Wochen kriege!

Bis dann:)

west coast :)

Dienstag, 22.12.2015

blue pools blick vom Mt Iron auf den lake Wanaka   lake hawea lake wanaka   smoothwater bay ein pinguin bei der smoothwater bay ein pinguin bei der smoothwater bay blick von jackson bay die westcoast entlang blick von jackson bay die westcoast entlang am knight's point am knight's point   monro beach   fox glacier   das tal was der fox glacier hinterlassen hat  einer der Gipfel ist der Mt Cook  franz joseph glacier    im tal des franz joseph glacier   der see am campingplatz Blick nach einer kleinen wanderung bei Okarito  

wieder an der west coast :)

Dienstag, 22.12.2015

Ich bin dann von Queenstown nach wanaka gefahren, hab aber noch dazwischen in der Nähe von Cromwell auf einem kostenlosen Campingplatz übernachtet.
In wanaka hab ich eine kleine Wanderung auf den Mount Iron gemacht, von wo man ne tolle Sicht auf wanaka, lake wanaka und die Berge ringsrum hatte.

Am frühen Nachmittag bin ich noch ne Weile am see entlang spazieren gegangen was sehr schön war, vor allem da die Sonne rauskam, die Wolken verschwanden und es schön sommerlich wurde. Hab dann noch an einer picknickstelle am See gekocht und zu Mittag gegessen was echt herrlich war bei dem Wetter und dem Blick.

Nachmittags bin ich weiter Richtung West coast gefahren, hatte aber schon einen nächsten billigen Campingplatz für 6$ ausfindig gemacht im Mount aspiring national park. Der weg dahin führte total schön am lake hawea und lake wanaka entlang, ich musste oft stehen bleiben und Fotos machen weil die Seen es so schön aussahen, vor allem bei dem super Wetter.

Am nächsten morgen hab ich noch nen kleinen Walk zu den "Blue Pools" gemacht, das ist ein Fluss der sich an einer Stelle etwas öffnet wie ein Pool und soo intensiv blaues Wasser hat, als wäre es mit Farbe gefärbt oder so, echt richtig schön.
Dann kam ich an haast vorbei und war wieder an der West coast nach nur etwas mehr als zwei Wochen!

Bin dann zur Jackson bay gefahren, ein Mini Ort mit paar Häusern aber sehr friedlich und schön.
Es ist der südlichste Ort an der westcoast, denn von dort gibt es keine Straße die noch weiter die westcoast Richtung Süden entlang geht.
Es ist eine wunderschöne Bucht, von Bush und Bergen umgeben mit Blick die ganze westcoast Richtung Norden entlang! Einfach traumhaft.

Hab dort einen 4 stündigen Walk zu einer wunderschönen Bucht (smoothwater bay) gemacht, einfach herrlich dort!
Und ich hab dort sogar einfach einen frei lebenden kleinen Pinguin gesehen, der war so süß, und diesmal konnte ich auch viel näher ran und ihn richtig sehen, im Gegensatz zu den letzten malen! Das hat mich echt total gefreut.

Am Nachmittag hab ich mir noch, wieder zurück am Auto, lunch gekocht und beschlossen irgendwo in der Nähe zu freecampen, da der nächste billige Campingplatz zu weit weg war.
Und hab tatsächlich eine Einbuchtung entdeckt die etwas von der Straße versteckt war und hat auch super geklappt, es kam niemand vorbei.

Am Samstag bin ich dann bis zum Fox glacier gefahren, die Strecke war total schön am Meer entlang. hab auch beim knight's Point, eine Aussichtsplattform mit geilen Blick gehalten, und spontan einen Walk zum monro beach gemacht.

Am Nachmittag kam ich in Fox glacier village an und bin dann noch eine Stunde zum Gletscher selbst gelaufen. Der war total klein und man hat nicht so viel gesehen weil auch die Wolken recht tief hingen. Beeindruckend war aber das breite Tal mit den steilen Felswänden, das der Gletscher in der Vergangenheit so geformt hat. Und, dass dort wo der Parkplatz war, vor weniger als hundert Jahren noch der Gletscher war!

Auf dem weg zum Gillespies beach, wo es einen kostenlosen Campingplatz gab, kam ich noch am lake murchison vorbei. Da hab ich noch einen Walk um den schönen See gemacht und bin dann zu dem Campingplatz.

Dort schau ich gerade nach einem Platz zum parken - da seh ich plötzlich Flo und Rafael! Mit den beiden bin ich nämlich zusammen von München nach Auckland geflogen! Flo hab ich schon mal kurz in Nelson vor mehreren Wochen zufällig getroffen, und jetzt hab ich beide wieder getroffen! Das war so witzig weil wir einfach völlig zufällig zur gleichen zeit am gleichen Ort waren, total unabgesprochen!
Die beiden reisen zusammen und haben sich jetzt auch ein Auto zugelegt. Wir haben uns ne weile ausgetauscht, gab ja viel zu erzählen wo man so war und was man so erlebt hat.

Am Abend verschwanden plötzlich die wolken und legten eine lange Gebirgskette frei mit schneebedeckten Gipfeln (einer davon ist Mount cook) - das hatte ich ja gar nicht erwartet dass da so viele schneebedeckten Berge zu sehen sind! Und in der Abend Sonne sah das einfach nur toll aus.

Ich saß dann noch ein bisschen mit flo und Rafael an einem Lagerfeuer am Strand bis es um halb 10 langsam dunkel wurde und die höchsten Gipfel in orangenes licht getaucht wurden, wunderschön.

Leider war es am nächsten Tag, Sonntag, nicht mehr so schönes Wetter, es hat eigentlich den ganzen Tag genieselt, was aber nicht so schlimm war, aber die Wolken hingen halt auch wieder so tief dass man von den schönen Alpen nichts mehr sah.

Bin vormittags 3,5 Stunden von dem Campingplatz einen Walk zu einem anderen Strand gegangen, wo es hieß dass dort eine robbenkolonie lebt, hab aber leider keine gesehen.
Danach bin ich weiter zum franz Joseph glacier gefahren, und dort noch mal 1,5stunden vom Parkplatz zum Gletscher gelaufen. Der sah ähnlich aus wie der Fox Gletscher, und auch hier konnte man nicht so viel von ihm sehen weil die Wolken alles verdeckten, leider. Das breite Tal war aber doch wieder beeindruckend, auch die ganzen Wasserfälle die an den Seiten der steilen Felswände runter kommen.
Hab dann wieder auf einen billigen Campingplatz in der Nähe an einem See geschlafen.

Dort bin ich heute morgen noch etwas spazieren gegangen und die Sonne schien wieder und man konnte wieder die schneebedeckten Berge sehen, die sich im See wunderbar gespiegelt haben, einfach nur schön.
Deswegen beschloss ich einen Walk in der Nähe zu machen, der auf einen kleinen Berg rauf führt, denn es hieß von dort kann man das Meer, die bewaldeten Hügel und die Alpen im Hintergrund sehen!

Am Parkplatz hab ich einen Mann (in den 30ern oder so) getroffen der am selben Campingplatz geschlafen hatte und wir uns schon am morgen gegrüßt haben.

Wir haben den Walk dann zusammen gemacht und uns währenddessen sehr nett unterhalten (er kommt aus Ungarn, also zum Glück auf englisch - ich Treff viel zu viele deutsche hier, ich komm fast nicht mehr zum englisch reden!).

Man hatte auch wirklich eine tolle Aussicht - nur leider waren die Alpen schon wieder hinter Wolken bedeckt.
Und diese Wolken kamen im Laufe des Tages auch immer tiefer und tiefer, bis man keine Hügel mehr um sich sah.
Der ungar ist schon weiter gefahren während ich noch meine Tag geplant hab.
Hab beschlossen nach Hokitika weiter zu fahren, aber auf dem weg hab ich dann noch mal spontan nen kleinen bushwalk gemacht - wo ich noch mal lustiger weise den ungar getroffen hab!

Den Nachmittag hab ich in Hokitika in der Bücherei (wifi, öffentliche PCs) verbracht, denn es hatte auch zu regnen angefangen.
Danach bin ich zu einem Campingplatz in der Nähe gefahren, der an einem schönen See liegt wo ich noch mal abends spazieren gegangen bin.

Und dann kam doch plötzlich tatsächlich der ungar zufälligerweise und parkt sein Auto neben mir! So lustig, das sind immer wieder nette Begegnungen!

Da ja jetzt doch schon in paar Tagen Weihnachten ist, hab ich mir natürlich schon Gedanken gemacht wie ich den Tag verbringen könnte.
Ich hatte immer neue Ideen und ständig hat sich mein plan etwas geändert, aber ich glaube jetzt steht er fest: denn ich habe in der Bücherei einen Flyer gesehen, das war eine Einladung zum öffentlichen weihnachtsessen am Mittag für alle die ohne ihre Familie sind, und dass Besucher auch willkommen sind. Das Klingt doch perfekt für mich, hab ich mir gedacht.
Nur wollte ich jetzt nicht noch die ganzen Tage in Hokitika verbringen deswegen hab ich beschlossen noch etwas weiter hoch bis nach Punakaiki zu den pancake Rocks zu fahren und dann an Weihnachten wieder zurück nach Hokitika.
Denn ich stells mir echt ganz schön vor an Weihnachten in so ner kleinen Gemeinschaft zu sein, mit locals und vielleicht auch international.
Aber bei mir ändert sich ständig der plan also mal sehen wies dann an Weihnachten wirklich ausschaut ;)

Euch allen aber wünsche ich schon mal frohe Weihnachten und ein schönes fest! :)

Leonie

southern scenic route :)

Montag, 21.12.2015

lunch at the beach :)   steilste strasse der welt!  steilste strasse der welt! steilste strasse der welt! steilste strasse der welt! das einzigste wodurch ich mich wieder erinner dass ja bald weihnachten ist tunnel beach tunnel beach tunnel beach (an diesen kleinen strand kommt man nur durch den tunnel)  tunnel beach tunnel beach (an diesen kleinen strand kommt man nur durch den tunnel)    zwei kleine pinguine!  am nugget point an einem campingplatz parakaunui falls ein seeloewe bei der surat bay seeloewen bei der surat bay seeloewen bei der surat bay  seeloewen bei der surat bay jack's blowhole   McLeans waterfall delfine! nach einem kleinen gewitter am slope point der seeloewe am waipapa point! der seeloewe am waipapa point!       der see bei Te Anau der see bei Te Anau der see bei Te Anau der see bei Te Anau    auf der fahrt von Kingston nach Queenstown auf der fahrt von Kingston nach Queenstown auf der fahrt von Kingston nach Queenstown bei queenstown     

den süden erkundet :)

Mittwoch, 16.12.2015

So jetzt meld ich mich mal wieder, diesmal von queenstown!

Ich verbrachte noch eine zweite Nacht an diesem kostenlosen Campingplatz in Christchurch.
Am Mittwoch Vormittag bin ich dann Richtung Süden gestartet. Ich hatte mit meiner tollen Camper App auf dem Handy schon einen weiteren kostenlosen Campingplatz ausfindig gemacht, in der Nähe von Timaru.
Dort kam ich am frühen Nachmittag an. Es war einfach eine kleine Rasenfläche am Meer neben ein paar Häusern, umgeben von weiten Feldern und Farmen. Landschaftlich könnte es auch Deutschland oder Frankreich oder so gewesen sein, war aber trotzdem sehr schön da und hatte eine friedliche Atmosphäre. Die Sonne schien warm und es war wie im Sommer, deshalb hab ich meine Shorts angezogen und mich auf die Isomatte in die Sonne gelegt, herrlich.

Ich bin dann noch eine Broschüre durchgegangen über die sogenannte Southern scenic Route. Das ist eine Route die von Dunedin nach Queenstown führt an vielen tollen Orten vorbei. In der Broschüre sind alle Attraktionen und 'Geheimtipps' eingezeichnet und kurz beschrieben. Ich hab mir schon mal überlegt wo ich alles einen Abstecher hinmachen will und welche kleinen Tracks ich machen will.

Nachmittags hab ich dann noch einen zwei stündigen schönen Spaziergang an den Feldern und Farmen vorbei gemacht.
Am Donnerstag bin ich dann zu einem nächsten free Campingplatz gefahren, kurz vor Dunedin. Auf dem weg hab ich noch halt in Timaru gemacht und an einer picknickstelle am Meer, wo ich Mittagessen gegessen hab - direkt am Meer, das ist schon echt cool!

Am späteren Nachmittag kam ich dann am Campingplatz an und bin noch zwei Stunden am Strand spazieren gegangen und hab die warme Sonne und den tollen Blick genossen.
Abends hab ich mir noch einen plan für den nächsten Tag überlegt, denn da wollte ich von Dunedin aus die Southern scenic Route starten.

Freitag ging's dann los nach Dunedin.
Bei der Otago Penisula (Halbinsel bei Dunedin) gibt es die sandfly bay, wo es heißt dass man manchmal -aber eher abends- die yellow eyed penguins sehen kann!
Da wollte ich als erstes hin, musste mich aber erst mal durch die große Stadt und den Verkehr durchquälen, was ja nicht soo wild wäre wenn ich den weg wüsste. Aber weil ich keinen Navi hab muss ich ständig stehen bleiben und auf die Karte schaun. Hab aber dann doch schließlich den richtigen Weg gefunden. Als ich an die Straße kam wo sandfly bay angeschrieben stand - war genau diese Straße natürlich gesperrt!
Ich fragte dann jemanden ob ich irgendwie anders hinkommen kann, und der meinte es gibt zwar nen anderen weg aber der ist recht lang und es ginge schneller zu laufen. Also hab ich mein Auto oben auf dem Hügel stehen gelassen und bin ne halbe Stunde runter zur Bucht gelaufen. Von dort wären es noch mal 40min Walk zu der Stelle gewesen wo man die Pinguine eventuell sehen könnte, aber da hab ich eine andere Reisende getroffen, die die längere Strecke mit dem Auto hergefahren war und meinte sie könnte mich ein Stück mitnehmen. Und da die Wahrscheinlichkeit auf Pinguine zu treffen eh nicht sehr groß war da sie ja meistens eher Abends aus ihren Höhlen kommen, hab ich das Angebot angenommen.

Als nächstes bin ich wieder durch die Stadt gefahren zur baldwins street. Und das ist nicht irgendeine Straße, sondern sogar die steilste Straße der Welt! Ich bin sie nach ganz oben gelaufen, und von oben sah die Straße aus wie eine Achterbahn! Echt krass, diese Straße. Ein paar Leute sind sie mit dem Auto nach oben oder unten gefahren, was jedes mal ein hingucker war, ich hab mich aber nicht getraut sie selbst nach oben zu fahren, ich hatte sorge dass das mein altes Auto nicht mehr packt :D

In der Nähe war der Signal Hill, den bin ich rauf gefahren und von dort hatte man ne tolle Sicht auf ganz Dunedin und die otago penisula!

Mein nächster Programmpunkt war der tunnel beach, in der nähe von Dunedin. Da ging es vom Parkplatz auch erst mal ne halbe Stunde runter zu den Klippen, und die sahen echt beeindruckend aus! Wie die senkrechten felshänge ins Wasser abfallen und die wilden Wellen dagegen klatschen... Ein bisschen wie an der Westküste, hatte sowas an der Ostküste gar nicht erwartet! Und dann ging dort ein schmaler Tunnel, der einfach in den Fels gehauen war nach unten zu einem kleinen Sandstrand! Diese Mini bucht war von den ganzen senkrechten felshängen umgeben, dh. Man konnte gar nicht anders dorthin gelangen als durch diesen Tunnel! Das war echt cool!

Die Southern scenic Route ist immer ausgeschildert, und führt manchmal gar nicht den Highway entlang, sondern kleinere Straßen.
Z.B nach dem Tunnel beach führte die Strecke direkt am Meer entlang, an süßen kleinen Ortschaften und tollen Aussichtspunkten vorbei, die Strecke war wirklich wunderschön!

Als nächstes wollte ich einen Abstecher machen, ab von der Southern scenic Route, zu den Sinclair wetlands. Das ist ein riesiges Sumpf/moorgebiet mit entsprechender Vegetation und soo vielen Vögeln. Ich bin ne halbe Stunde einen der kleinen Tracks durchgelaufen. War mal was anderes, landschaftlich!

Danach hab ich noch einen Abstecher zum "whale fossil lookout" gemacht. Es war nicht soo krass wie ich's mir erwartet hab, man konnte halt ein paar Abdrücke von wal-/ Delfinknochen und ne ganz interessante Infotafel dazu sehen.

Als nächstes ging's nach kaka Point (JA, der Ort heißt wirklich so, haha), wo ich eine tolle Aussicht auf die weite Sandstrand bucht hatte.
Dort gabs auch den "Nugget Point" und die roaring bay. Beim Nugget Point war noch mal ne Aussichtsplattform, mit fantastischenm Blick auf das weite Meer und die bewaldeten Hügel und Berge (es wurde immer hügeliger und bergiger je weiter südlich ich kam), und grad in der Abendsonne - es war nämlich schon 7 - hatte das ne ganz tolle Atmosphäre.
Und bei der roaring bay hieß es, könnte man manchmal diese Pinguine sehen, und es war ja jetzt auch abends, also die zeit wo die Wahrscheinlichkeit am größten ist einen zu sehen!
Es ging einen kleinen Pfad runter zu einer "versteckhütte", mit paar Fenstern wo man runter auf die Bucht sehen konnte ohne die Pinguine zu stören. Es waren schon viele Leute da - und tatsächlich: da stand der kleine Pinguin! Diese Art ist sehr klein (und selten), und da man ja etwas weiter weg war und ich leider kein Fernglas hatte sah ich nicht viel mehr als den körperumriss, aber ich war trotzdem total happy! Und dann kam sogar noch ein zweiter aus der Höhle und ist zum Meer gewatschelt, das sah so süß aus!

Ich hatte eigentlich noch paar Programmpunkte auf meiner Liste gehabt, aber es war schon zu spät, also beschloss ich diese auf den nächsten Tag zu verschieben.
Ich hatte mir schon wieder im Vorraus einen Campingplatz rausgesucht, diesmal war's einer für 6$ in die Vertrauenskasse, da es keinen kostenlosen in der Gegend gab. Man musste auch erst noch mal ne Weile über Schotter fahren, aber es hatte sich gelohnt! Der Platz lag in einer wunderschönen Bucht, direkt am Meer!
Ich kam erst um 9 an und musste ja noch essen und für den nächsten Tag planen.
Dieser erste Tag der Southern scenic Route war sehr voll - aber super schön! Vor allem hat den ganzen Tag die Sonne geschienen, da war ich echt dankbar für!

Auch der zweite Tag war vom Wetter her super: ich bin aufgewacht und hab als erstes diese wunderschöne Bucht im Sonnenlicht gesehen, wow!
Als erstes bin ich zu den purakaunui falls gefahren, die dort in der Nähe waren, ein sehr schöner Wasserfall!
Danach bin ich wieder ein Stück zurück nach Owaka gefahren, in dessen Nähe noch 3 Sachen waren die ich eigentlich am Tag davor vorgehabt hätte aber wozu die zeit nicht mehr gereicht hatte.

Zuerst bin ich zur Surat bay, denn es hieß in meiner Broschüre, dass man da Seelöwen sehen kann! Und tatsächlich hatte ich Glück und hab insgesamt 3 Seelöwen gesehen, die da am Strand in der Sonne gechillt haben! Die waren wirklich sehr süß!

Ich bin dann noch ne Stunde am Strand spazieren gegangen, ich liebe Strandspaziergänge.
In der Nähe, pounawea hab ich auch noch einen 20 minütigen ganz netten Walk durch den Wald gemacht.

Als nächstes bin ich zur jacks bay gefahren, von wo man noch mal 20min zum jacks blowhole laufen konnte. Das ist quasi ein großes sehr tiefes loch einfach im Boden, 200 Meter im Inland vom Meer entfernt, da hat sich das Meer einfach einen Tunnel durch den Fels gegraben! Ähnlich wie bei den pancake Rocks nur viel größer und tiefer. Echt beeindruckend!

Danach bin ich zu den Matai falls gefahren/gelaufen, das waren eigentlich zwei Wasserfälle, klein aber fein.
In Papatowai bin ich noch mal ne Stunde am Strand und bisschen durch Bush spazieren gegangen.
Vorbei am Florence lookout Point von dem man eine hervorragende Sicht hatte, ging es dann weiter zu den McLean falls (ja, ich liebe Wasserfälle). Vom Parkplatz ging's noch mal ne halbe Stunde durch Bush/Wald (ich liebe bushwalks, wenn's so regenwaldartig ist...das find ich voll cool) zu dem wieder sehr schönen Wasserfall.

Ich hatte mir schon wieder einen nächsten kostenlosen Campingplatz ausfindig gemacht, bei der porpoise bay (wo man Delfine sehen kann) und curo bay (wo man diese Mini Pinguine sehen kann).
Es war schon abends, deswegen bin ich zur curo bay, denn abends ist ja die beste zeit um Pinguine zu sehen. Und ich hab wieder einen kleinen süßen Pinguin gesehen, was hab ich für ein Glück, hab mich voll gefreut!
Aber Delfine hab ich keine gesehen. Und plötzlich fing es dann auch an zu gewittern, deshalb bin ich dann schnell zum Campingplatz gefahren.

Am nächsten morgen bin ich noch mal zur porpoise bay und diesmal hatte ich super Glück und hab gleich mehrere Delfine gesehen, und nicht nur flossen, sondern auch den ganzen (kleinen) Körper, denn sie sind oft diesen typischen delfinsprung aus dem Wasser gesprungen! Ich war so happy!

Jetzt hab ich alles gesehen was ich mir erhofft hab (bis auf Wale): robben, Seelöwen, Pinguine und Delfine! Und alles wilde, frei lebende Tiere, das ist was ganz anderes als sie im Zoo zu sehen! Ich bin echt so glücklich!

Dafür war das Wetter nicht ganz so toll, es gab zwar immer mal wieder Sonne, aber alle gefühlte 5 Minuten hat's angefangen heftig zu regnen, manchmal sogar zu hageln, zwar auch nicht lang oft, aber so konnte man das Wetter irgendwie gar nicht einschätzen. Außerdem war den ganzen Tag ein heftiger, eiskalter Wind, was es richtig ungemütlich gemacht hat draußen zu sein.

Nach den Delfinen bin ich weiter gefahren zum slope Point, das ist der am meisten südliche Punkt von Neuseeland! In der Nähe war der waipapa Point, dort hab ich sogar noch mal einen Seelöwen gesehen, der auch richtig rumgelaufen ist, das war cool!

Danach bin ich nach Invercargille, die südlichste Stadt. Dort hab ich erst ne öffentliche Dusche aufgesucht und bin dann noch in die Bücherei für Internet.
Dort hab ich über Facebook etwas schreckliches gefahren: Nicole (mit der ich unter anderem in Takaka community garden zusammen gewwooft hab - hab auch Bilder von ihr in meinem Blog (die blonde junge Frau) ist vor paar Tagen bei einem kletterunfall hier in Neuseeland gestorben! Das hat mich sehr geschockt und betroffen, da wir ja vor gar nicht so langer zeit noch zusammen zeit verbracht haben und ich sie echt mochte!

Nach Invercargille hab ich noch nen Abstecher zur cosy nook gemacht, eine sehr nette kleine Bucht.
Am frühen Abend kam ich dann beim nächsten kostenlosen Campingplatz an. Dort gibt es eine kleine insel, auf die man sogar drauf kann wenn Ebbe ist, und es war auch grad Ebbe als ich kam! Der Platz lag direkt am Meer in einer schönen Bucht, einfach toll.

Am nächsten Tag, Montag, war das Wetter wieder etwas besser, nur ein oder zwei mal hat's bisschen geregnet, ansonsten war's bewölkt oder teilweise sonnig!
Ich bin zuerst bei einer viewing Platform stehen geblieben (McCracens Rest), von wo man noch mal ne tolle Sicht auf die weiten Sandstrände zu beiden Seiten hatte. Danach ging nämlich der Highway weg vom Meer, Richtung Inland nach Norden. Von Tuatapere bin ich aber noch mal ne Abzweigung zum bluecliffs beach abgefahren, und weil das Wetter grad ganz gut war hab ich noch mal einen (fürs erste letzten) einstündigen Strandspaziergang gemacht.
Dann bin ich wieder nach Tuatapere und weiter in den Norden nach Clifton. Dort hab ich mir kurz die Clifton Suspension Bridge angeschaut, die längste hölzerne Brücke in Neuseeland.
Danach bin ich noch kurz zu den Clifton caves, eine große kalksteinhöhle. Aber es wurde recht gleich sehr eng, tief und Stockduster und meine Taschenlampe war überhaupt nicht hell und ich hab fast nichts gesehen, deshalb bin ich wieder umgekehrt.

Als ich wieder auf den Highway nach Manapouri abbog stand da plötzlich ein Hitchhiker und ich bin natürlich gleich stehen geblieben! Seit ich das Auto hab, hab ich gehofft dass ich mal einen Hitchhiker mitnehmen kann, einfach weil ich ja selber schon die Erfahrung gemacht hab und mal selber diejenige sein wollte, die dem Hitchhiker hilft, also die Erfahrung anders rum machen und demjenigen auch noch weiterhelfen! Deswegen hab ich mich sehr gefreut dass ich endlich mal die Chance dazu hatte!
Auf der einstündigen Fahrt nach Te Anau haben wir uns ganz nett unterhalten, und es war eigentlich auch mal cool Begleitung beim fahren zu haben und zu reden!
Die Strecke war außerdem wunderschön weil sie direkt auf die gewaltigen Berge des Fjordlands zuführte!

In Te Anau bin ich noch ne halbe Stunde am sehr schönen See entlang gelaufen, hab dort dann Mittagessen gemacht und bin dann noch den Anfang des Kepler great Walks (eine Stunde) am See entlang gelaufen, was sehr schön war.

Danach bin ich zu einem Campingplatz etwas nördlich von Te Anau gefahren, der auch am See lag, dort war es wunderschön!
Denn der See ist von diesen tollen Bergen umgeben was einfach schön ausschaut.

Gestern, Dienstag, bin ich dann von Te Anau nach Queenstown gefahren. Hab aber noch einen Abstecher zu den Mavora lakes gemacht (37 km Schotterstraße!), wo ich nen kleinen Walk gemacht hab. Es war sehr schön da, denn die zwei kleinen Seen waren von Wald und den mächtigen Bergen umgeben.
Gerade als ich wieder am Auto ankam, fing es an heftig zu regnen und es regnete immer noch als ich in Kingston ankam, die Stadt am südlichsten Punkt des großen lake wakatipu, an dem auch Queenstown liegt, weiter nördlich.

Die Strecke von Kingston nach Queenstown war total schön, links der große schöne See und rechts ragen die mächtigen Berge hoch, mit ihren zerklüfteten Spitzen, und auch die Berge auf der anderen Seite des Sees sahen toll aus. Es hörte nämlich auch langsam auf zu regnen und die Sonne kam teilweise raus!

Kurz vor Queenstown bin ich noch ne Stunde am See spazieren gegangen, denn jetzt hatte es ganz aufgehört zu regnen und die Sonne schien warm, dazu diese atemberaubenden Blicke...einfach herrlich.

Es war schon 7 als ich weiter fuhr, durch Queenstown das eigentlich ganz nett ist, etwa 15min entfernt zu dem billigsten Campingplatz für 10$ den es hier gibt, kostenlose gibt es leider keine. Aber der Platz ist groß und wirklich schön, der Blick auf den See und die Berge die ihn umgeben ist wundervoll!

Heute hat es immer wieder leicht geregnet, aber ich hab trotzdem ne kleine Wanderung hoch auf einen kleinen Berg gemacht wovon man eine tolle Sicht auf den großen See hatte und auf Queenstown. Mit besserem Wetter wär der Ausblick sicher noch geiler gewesen, war aber trotzdem ganz schön.
Bin dann auch noch bisschen durch Queenstown gelaufen und hab noch nen Spaziergang durch den Park dort am See gemacht.

Noch ein kurzes Fazit zu der Southern scenic Route: es war einfach richtig toll, hab so viel gesehen und erlebt in den 5 Tagen, und ohne diese Broschüre hätte ich die meisten versteckten wunderschönen Orte gar nicht entdeckt!
Jetzt geht's wieder Richtung Westküste. :)

Leonie

athur's pass :)

Dienstag, 08.12.2015

auf der fahrt von greymoth nach athur's pass auf der fahrt von greymoth nach athur's pass der free campingplatz    athur's pass - devils punchbowl waterfall athur's pass - devils punchbowl waterfall   athur's pass :)  ein kea :) auf dem weg von athur's pass nach christchurch    auf dem weg von athur's pass nach christchurch  auf dem weg von athur's pass nach christchurch auf dem weg von athur's pass nach christchurch 

Ostkueste!

Dienstag, 08.12.2015

Hallöchen :)

Am Sonntag um etwas nach 6uhr nachmittags bin ich dann von greymouth losgefahren zum athur's pass. Schon bald war ich von Bergen umgeben, die Strecke war sehr schön! Doch auch an manchen Stellen relativ steil und kurvig was für mich immer ein bisschen stressig ist, aber ich hab's geschafft :)

Schon bald änderte sich auch die Vegetation: der bush/Regenwald verschwand und an dessen Stelle kam normaler Laubwald und steppgras und auf den zackigen Felsgipfeln der Berge lag teilweise Schnee. Insgesamt etwas alpiner, daher wird die Gegend ja auch southern alps genannt.

Ich hatte davor schon einen Campingplatz ausgekundschaftet, 8km entfernt von athur's pass village auf östlicher Seite, der kostenlos ist und für alle Arten von Fahrzeugen, dh nicht nur für self contained! Deshalb musste ich diesmal auch nicht befürchten kontrolliert zu werden und strafe zu zahlen. Es ist natürlich aber auch nur ein Basic Camping Platz mit plumpsklo und kein Wasser oder sonst was, das machte aber natürlich nichts. War sehr schön da eigentlich!

Der nächste Tag, Montag, fing schön und sonnig an, deshalb fuhr ich nach athur's pass village, parkte dort mein Auto und machte zwei kleine Tracks von dort aus!
Zuerst bin ich zum "devils punchbowl waterfall" hochgelaufen, viele steile Treppen, hat sich aber gelohnt, denn der sah echt toll aus.
Dann bin ich noch den "athur's pass walking Track" gelaufen, der ein bisschen durchs Tal führte, hauptsächlich durch Wald oder steppgras, manchmal recht steil hoch oder runter. War aber ein sehr schöner Walk mit super blicken auf die Berge ringsum! Hat mir sehr gefallen. Außerdem schien die ganze zeit die Sonne, nur es war auch sehr windig was es gleich viel kälter sich anfühlen lässt. Nach 3 Stunden wandern kam ich mittags wieder beim Auto an, grad als es anfing zu regnen, also perfekt getimt :)

Am frühen Nachmittag bin ich dann weiter nach christchurch gefahren, da hatte ich relativ in der Nähe vom town Center auch wieder einen kostenlosen Campingplatz für alle Arten von Fahrzeugen gefunden, das ist echt super!
Der war aber sehr schwer zu finden und ich kam erst um 6 Uhr an.

Außerdem ist christchurch eine relativ große Stadt, es war das erste mal dass ich so durch den starken Stadtverkehr fahren musste, mit vielen Ampeln, Kreuzungen, stehen bleiben, anfahren... Ziemlich nervig und auch etwas stressig für mich. Diesen großen Stadtverkehr bin ich schon gar nicht mehr gewöhnt.

Heute, Dienstag, ist ein super schöner wärmer und sonniger Tag, das ist richtig schön, da es an der Westküste ja hauptsächlich regnerisch und kühler war.
Ich wollte zum Information Center und zur Bücherei (öffentliche PCs und wifi) und hab mich entschieden zu Fuß hin zu laufen weil ich keine Lust hatte mitten durch die Stadt zu fahren.
Hat etwas länger gebraucht als ich dachte, nämlich 2 Stunden, jetzt bin ich in der Bücherei und muss gleich wieder 2 Stunden zurück zum Auto laufen. Aber gut, ist also meine "Wanderung" für heute.

Christchurch ist keine soo besonders schoene Stadt, wie eigentlich alle groesseren Staedte hier in Neuseeland. Deswegen werde ich dann heute noch etwas weiter nach Süden fahren, mal schaun wie weit ich komme denn es ist schon halb 3.

Heute ist ja der 8. Dezember, dh. Ich bin schon genau 3 Monate weg von zu Hause! Und ich hab so wahnsinnig viel erlebt in diesen Monaten, krass, und die zeit verfliegt nur so! Es ist genau die Halbzeit jetzt, in drei Monaten geht's wieder zurück! Manchmal würde ich am liebsten noch länger bleiben in diesen wunderschönen Land!
Aber ich genieße jetzt einfach noch die zeit, in der ich bestimmt wieder soo viel erleben darf! :)

Leonie

hier noch die bilder dazu :)

Sonntag, 06.12.2015

beim kleinen track im paparoa national park in punakaiki pancake rocks!  pancake rocks! pancake rocks! pancake rocks!  pancake rocks! pancake rocks! pancake rocks! auf der fahrt von westport nach punakaiki auf der fahrt von westport nach punakaiki  auf der fahrt von westport nach punakaiki   beim walk im paparoa national park in punakaiki beim walk im paparoa national park in punakaiki punakaiki  punakaiki punakaiki   die hoehle in punakaiki punakaiki am strand wo ich die 2. nacht in punakaiki verbracht hab  am strand wo ich die 2. nacht in punakaiki verbracht hab am strand wo ich die 2. nacht in punakaiki verbracht hab am strand wo ich die 2. nacht in punakaiki verbracht hab am strand wo ich die 2. nacht in punakaiki verbracht hab pancake rocks      beim walk im paparoa national park in punakaiki beim walk im paparoa national park in punakaiki beim walk im paparoa national park in punakaikiauf der fahrt von westport nach punakaiki auf der fahrt von westport nach punakaiki  beim walk bei der seal colony  beim walk bei der seal colony

 

 

 

meine selbst gemachte greenstone kette!!meine selbst gemachte greenstone kette!!

Gruende, warum ich mich fuer diese form entschieden hab:

Ich mag einfach so weiche und spiralfoermige Formen, das passt auch glaub ich einfach am besten zu mir. Ausserdem sieht es da auch bisschen aus wie eine Welle und die Welle erinnert mich ans Meer. Und das Meer erinnert mich einerseits an das ruhige, warme und sanfte Meer wie beim Abel Tasman Nationalpark, also an die idyllischen, tropischen, warmen und friedlichen Orte Neuseelands. Andererseits erinnert mich die Welle auch an das wilde, ungestueme Meer hier an der Westkueste, was fuer mich irgendwie auch ein Symbol fuer die Freiheit ist, die ich hier verspuehr und einfach hier in Neuseeland ja auch tatsaechlich hab.

Das Schmuckstueck steckt also voller Symbole und grossem persoenlichen Wert fuer mich und ich bin so froh, dass ich mich fuer diesen workshop entschieden hab!! :)

mal wieder ne kleine planänderung :)

Sonntag, 06.12.2015

Ich bin's schon wieder :)

Ich hab bei westport noch einen guten Platz fürs Freedom Camping gefunden, direkt am Meer - voll super.

Am Donnerstag bin ich mittags zur seal colony gefahren, das ist 20 min von westport entfernt. Da kann man von einer Platform hinunter auf die Felsen blicken wo eine frei lebende Robben Gruppe sich angesiedelt hat. Zuerst hab ich die robben gar nicht gesehen da sie so eine ähnliche Farbe haben wie die Felsen und es auch ein bisschen weit weg war, aber je länger man hingeschaut hat, desto mehr hab ich entdeckt - so süß! Außerdem bin ich dann noch einen kleinen Track, etwa 1,5h an der Küste entlang gelaufen, das war sehr schön, vor allem weil es auch aufgehört hat zu regnen. Und diese zackigen und wilden Felsen die aus dem Meer ragen und die steilen Hänge nach unten zum Meer, das sieht einfach toll aus.

Nachmittags bin ich noch etwas weiter Richtung Süden gefahren, nach Punakaiki. Dort gibt es die besagten sog. Pancake Rocks und blowholes. Das ist eine ganz bizarre felsformation, wo sich das Meer unter den Felsen seinen weg gebahnt hat und durch einige Löcher (blowholes) nach oben schießt, wie ein Geysir. Zumindest manchmal und nur bei High tide. An diesem Tag, Donnerstag, war High tide um halb 6. ich kam in Punakaiki an und bin erst mal in den visitor Center. Dann wollte ich um 5 eigentlich zu den pancake Rocks, die gleich gegenüber sind, da gibt es einen kleinen netten 20 minütigen Rundgang, aber es hat so stark geregnet dass ich noch bisschen gewartet hab. Als es schwächer wurde, bin ich dann noch hingegangen. Die pancake Rocks sind einfach nur beeindruckend, so verrückte felsformen hab ich echt noch nie gesehen! Einfach Crazy! (Die sind schwer zu beschreiben, deswegen stell ich bald einfach paar Bilder rein)
Allerdings schoss nur recht wenig Wasser aus den blowholes, aber wenigstens hab ich kleine gesehen. Aber die pancake Rocks an sich sind schon so faszinierend!

Ich war insgesamt ne Stunde dort, dann bin ich zu einem Parkplatz ein km entfernt gefahren, wo self contained Autos, also Wohnmobile, frei stehen dürfen (an solchen Plätzen Bin ich ja bisher auch schon mal gestanden und es wurde nie kontrolliert). Hier stand jetzt aber extra noch ein großes Schild, dass wenn man nicht self contained ist, wie ich, man 200$ strafe zahlen muss und dass täglich kontrolliert wird! Das hat mir schon etwas Angst gemacht aber da ich nicht wusste wo ich sonst hin soll, bin ich trotzdem einfach da geblieben und hab einfach gehofft dass niemand kommt. Und ich hatte auch tatsächlich Glück!

In der Nähe von Punakaiki gibt es so einen "greenstone carving workshop", also wo man aus Jade sich selber ein Schmuckstück "schnitzen" kann. Die Wettervorhersage für Freitag war ganz gut, deswegen wollte ich den Tag nutzen um die Gegend bisschen zu entdecken. Für Samstag war aber wieder regen angesagt, deswegen dachte ich mir, könnte ich den Kurs doch da machen, denn bei schlechten Wetter macht's ja nichts drinnen zu sein. Außerdem soll der Highway nach greymouth (noch etwas weiter im Süden) einer der schönsten der Welt sein, von der Landschaft her, und die Strecke wär dann natürlich toll bei besseren Wetter zu fahren. Das heißt es wär perfekt den schlecht angesagten Samstag für den workshop zu nutzen!

Freitag morgen bin ich also zum visitorcenter und die haben für mich angerufen ob der Typ den workshop auch am Samstag macht, und das tat er tatsächlich! Also stand der plan fest.
Das hieß ich würde den ganzen Tag, Freitag, in Punakaiki verbringen und auch noch mal dort schlafen (und hoffen dass niemand kontrolliert).
Das Wetter wurde wirklich ganz schön, die Sonne kam raus und es wurde relativ warm.
Ich bin noch mal zu den pancake Rocks gegangen, die jetzt so im Sonnenlicht gleich noch faszinierender aussahen.
Danach hab ich einen 1,5 stündigen Track in den paparoa national Park gemacht, der hier gleich ist. Der ging am Fluss entlang, dieser läuft zwischen zwei steilen felshängen hindurch, unten noch bewachsen mit Palmen und Regenwald und so, und wenn's dann senkrecht nach oben geht, nur noch Fels bzw in felsritzen oder Nischen noch so buschdinger. Das sah echt beeindruckend und toll aus! Überhaupt gibt es hier überall, auch an der Straße entlang, diese steilen teilweise bewachsenen felshänge und irgendwie faszinieren die mich, die sehen total cool und toll aus!
Am Nachmittag bin ich noch am Strand spazieren gegangen und hab eine Stelle entdeckt wo man mit dem Auto hinkommt und wo kein "no Camping" Schild steht, und hab beschlossen diese Nacht dort zu verbringen.

Am Freitag war High tide um halb 7, deswegen bin ich da noch mal zu den pancake Rocks gegangen. Diesmal hab ich zumindest etwas größere blowholes gesehen, bzw das Wasser ist halt bisschen höher aus den löchern hoch gespritzt.
In der Nacht hat zum Glück wieder niemand kontrolliert sodass ich einfach kostenlos am Strand campen konnte. Abends hab ich sogar noch nen schönen Sonnenuntergang zu Gesicht bekommen!

Gestern, Samstag, bin ich um 7 aufgestanden (das ist so meine gewöhnliche aufstehzeit geworden in nz) und war um halb 8 wieder bei den pancake Rocks, weil da High tide war (ihr merkt, diese Felsen haben mich echt irgendwie beeindruckt, ich war insgesamt vier mal dort!) und diesmal hat das Wasser noch höher aus den löchern gespritzt, hat sich also gelohnt noch mal her zu kommen! Auf bilden im Internet sieht man das Wasser zwar noch höher spritzen, wie ein Geysir, so große hab ich leider nicht gesehen, aber fast. ;) war auf jeden fall cool.
Dann hab ich mich auf der öffentlichen Toilette umgezogen und mein Geschirr gewaschen.
Vormittags bin ich noch zu einer Höhle gegangen, die da auch noch in der nähe ist, da konnte man sogar relativ weit reingehen, dass es schon schmal wurde und man sich bücken muss und eine Taschenlampe bracht weil es sonst Stockduster ist. War ganz cool da.

Um 1 hat dann der workshop begonnen. Ich dachte erst das wär so ein größerer workshop mit mehreren Leuten, aber ich war die einzige und der Typ macht das auch nur bei sich zu Hause in seiner kleinen etwas heruntergekommenen Werkstatt. Hat mich aber nicht gestört, im Gegenteil ich fands sogar besser weil es einfach persönlicher war und er sich quasi nur um mich gekümmert hat und nicht um viele gleichzeitig. Ich hatte mir davor schon ein Motiv überlegt und vor jedem Arbeitsschritt hat er mir gezeigt wie es geht, und dann mich machen lassen. Und so wurde schritt für Schritt innerhalb von 5 Stunden ein richtig schönes Schmuckstück, dass ich jetzt als Kette tragen kann! Ich bin so glücklich damit, es hat total Spaß gemacht und es ist wirklich sehr schön geworden!! (Fotos folgen bald)
Der Kurs hat zwar 100$ gekostet und ich hab erst wirklich gezweifelt ob ich das machen soll weils wirklich teuer ist, aber jetzt bin ich so froh es gemacht zu haben, denn:
1. es ist ein Schmuckstück dass ich für immer tragen kann und was mich für immer an Neuseeland und diese geile zeit die ich hier erleben darf, erinnern wird!
2. die Form hab ich mir selber ausgedacht und hat auch symbolischen Wert für mich (erklär ich dann im Zusammenhang mit dem Bild)
3. es ist von mir selbst gemacht und hat damit noch mal mehr persönlichen Wert
4. es ist Jade direkt aus Neuseeland, auch greenstone genannt, und der hat bei den Maoris eine traditionelle und auch spirituelle Bedeutung! Rod hat mir damals viel drüber erzählt und seitdem dachte ich mir schon dass es cool wär auch einen greenstone zu haben!
Und 5. ist es einfach das beste Erinnerungstück was ich von Neuseeland haben kann!
Das Geld hat sich auf jeden fall rentiert!

Außerdem hab ich ihn dann noch gefragt ob es da in der Nähe einen guten Ort zum Free campen gibt, und er hat mir tatsächlich einen guten Platz, Wieder direkt am Strand gezeigt! Einfach nur cool!

Ich hatte ja eigentlich vorgehabt die West Küste runter zu fahren bis ganz in den Süden und dann die Ostküste wieder hoch. Doch jetzt hab ich meinen plan geändert, denn es soll auch die nächsten Wochen hauptsächlich regnerisch bleiben an der Westküste, und da das glaub ich der Ort sein wird der mir von der Südinsel am besten gefallen wird und wo ich am meisten zeit verbringen will (die Ostküste ist eher flaches farmland, also landschaftlich nicht soo besonders), fänd ich es schade wenn's dann nur regnet. Deswegen hab ich beschlossen von greymouth über den Arthur's Pass rüber nach Christchurch zu fahren, dann die Ostküste nach unten und die Westküste wieder nach oben! Denn dann ist es schon mehr Sommer hier! Es soll zwar sowieso ein "wet summer" werden, dh. Es ist nicht gesagt dass ich dann wirklich besseres Wetter hier habe, aber zumindest besteht die Chance.

Heute Vormittag bin ich also von barrytown nach greymouth gefahren, wo ich gerade bin, die Strecke war wirklich sehr schön! Nacher werde ich weiter zum Arthur's Pass fahren.

Ach, und schönen Nikolaus an euch!:D

Leonie

heaphy track geschafft! :)

Mittwoch, 02.12.2015

Hey there!:)

Von dem Freedom Camping Platz bin ich dann direkt weiter nach westport gefahren. Die Strecke ging teilweise durch den kahurangi Nationalpark bzw an ihm vorbei, daher war sie landschaftlich sehr schön, nur leider kann man als Fahrer ja nicht immer aus dem Fenster schaun.

Am späteren Nachmittag kam ich in westport an, leider bisschen zu spät denn der Information Center, wo ich für den heaphy track buchen wollte, hatte grad zu gemacht.

Der Track startet etwas nördlich von westport, in der Nähe von karamea, und ich beschloss schon mal in die Richtung zu fahren, weil ich wusste dass es in karamea auch ein Information Center gibt.
Auf dem weg dorthin entdeckte ich einen kleinen Parkplatz, wo Selbstversorger Autos (also welche mit Klo usw.) kostenlos die Nacht stehen dürfen. Ich bin zwar nicht self contained, hab ja "nur" ein normales Auto, hab mich aber trotzdem dahin gestellt weil das so abgelegen ist dass ich mir nicht vorstellen konnte dass da kontrolliert wird. Wurde es zum Glück auch nicht, dh ich konnte einfach kostenlos da campen - super!

Am nächsten Tag, Donnerstag, kam ich um ca. 10 Uhr in karamea an. Im Information Center bin ich an einen der öffentlichen Computer und wollte für den great Walk buchen. Gerade als ich meine kontodaten und alles eingegeben hatte und auf enter geklickt hatte stürzte natürlich das Internet ab und ich wusste nicht ob es jetzt schon von meinem Konto abgebucht hatte oder nicht! Zum Glück waren die Damen vom Information Center sehr nett und haben mir geholfen rauszufinden ob die Buchung geklappt hat oder nicht. Letztendlich hab ich dann noch mal den ganzen buchungsvorgang gemacht und dann hatte auch alles geklappt.

In karamea gab es einen sehr billigen Campingplatz, wo ich die Nacht verbracht hab und viele nette leute kennen gelernt hab.

Der Track startet in kohaihi, noch mal 18km nördlich von karamea.
Am Freitag bin ich von dort um halb 10 losgelaufen, mein Auto hab ich dort stehen gelassen, die Damen vom Information Center haben mir versichert dass das kein Problem sei.

Die Wettervorhersage für Freitag war starker Regen, und für die nächsten Tage bewölkt. Trotzdem hab ich mich davon nicht abschrecken lassen - zum Glück. Denn es war gar nicht so schlimm, nur ein mal hat es etwas genieselt.
Am ersten Tag ging es 4,5h zur heaphy hut, an der Westküste entlang. Obwohl es windig, bewölkt und dunstig war, sah es einfach nur toll aus! Denn durch das wilde Meer und die zackigen Felsen die hinten im Dunst verschwinden hat das ganze eine beeindruckende, dramatische Atmosphäre! Ich war sehr beeindruckt von den Blicken.
Auch der weg war easy zu laufen, einfach nur auf und ab.

Die heaphy hut erreichte ich um 2, eine große schöne und moderne Hütte, die direkt an der Stelle liegt, wo der heaphy river ins Meer mündet. Die Hütte hatte sogar Gasherde und Klos mit Spülung!
Als ich ankam war noch niemand anderes da. Außerdem fing es an stark zu regnen, also perfekt getimet!
Am Nachmittag begann die Hütte sich zu füllen, abends waren dann ca 15-20 Leute da! Viele ältere Erwachsene, die meisten die in die andere Richtung wie ich weitergehen.

Ein paar jüngere in eher meinem alter waren aber auch da. Zwei Australier wollten genau so wenig wie ich im Regen das Zelt aufbauen (ich hab immer für die Zeltplätze, nicht die Hütten gebucht, die sind um die hälfte billiger!), und wir beschlossen, wenn kein hüttenwächter kommt, einfach drinnen zu schlafen. Leider kam aber doch noch einer, doch der schlief die Nacht in seiner eigenen Hütte etwas abseits und kam nur kurz um die Buchungen zu überprüfen. Deswegen haben wir dann doch einfach in der Hütte geschlafen, hat keinen gestört und der hüttenwächter hat's gar nicht mitbekommen.
Abends hat es aufgehört zu regnen und wir bekamen sogar noch einen richtig schönen Sonnenuntergang zu sehen, damit hatte ich ja überhaupt nicht gerechnet!
Es war richtig nett in der Hütte mit den anderen Leuten, wir haben noch Karten gespielt und viel geredet. Und was auch super war, dass nur ich und ein anderer die einzigen deutschen waren, sonst nur Australier, Amerikaner und Kiwis, also nur englisch sprechende, yeah! :D

Am Samstag bin ich um halb 7 aufgestanden, hab gefrühstückt und beobachtet wie die Sonne hinter dem Berg, vor dem die Hütte steht, hervorkam und die Berge und das Meer vor mir nach und nach in goldenes licht getaucht hat - einfach nur schön! Und das Wetter blieb den ganzen Tag über super, sonnig und warm und nur ein paar Wolken!
Ich bin schon um 8 losgelaufen, die ersten zwei Stunden gingen durch den Bush am heaphy River entlang, nur leicht bergauf/bergab. Dann ging es durch Wald 3,5h nur bergauf, aber nicht so wahnsinnig steil, deswegen war's ok. Dann erreichte ich um halb 2 nach 5,5h schließlich die James Mackay hut, auch wieder eine schöne moderne Hütte, wie die heaphy hut. Man konnte sogar die Stelle sehen wo der heaphy River ins Meer mündet und wo irgendwo da die heaphy hut liegen muss, man konnte also sehen was man für eine Strecke gerade zurück gelegt hat, das war ziemlich cool und der
Blick einfach nur toll.

Weil das Wetter gut war und der Campingplatz direkt vor der wächterhütte lag beschloss ich diesmal mich nicht in die Hütte zu mogeln sondern mein Zelt aufzubauen.
Es war noch ein sehr netter Nachmittag in guter Gesellschaft.
In der Nacht hat's zu regnen und winden angefangen und ich hab recht gefroren. Aber dafür war das Wetter am nächsten Tag, Sonntag, wieder den ganzen Tag schön sonnig und warm.

Ich bin um halb 9 losgelaufen, diesmal hatte sich das Landschaftsbild wieder geändert, es ging nun durchs offene und weite Land mit steppengras. Es ging immer wieder auf und ab oder eben, nur die letzten zwei Stunden nur bergauf, aber wie am Tag davor nicht sehr steil. Ich bin insgesamt 6,5h gelaufen und war froh als ich an der Perry saddle hut ankam, denn ich hatte überall schmerzende Blasen bekommen. Aber zum Glück wär das Wetter einfach nur toll und warm und der Ausblick genial. Ich hab wieder in meinem Zelt geschlafen - und in der Nacht natürlich wieder gefroren, aber naja.
Am Montag bin ich schon um 6 aufgestanden und um viertel nach 8 losgelaufen. Leider taten mir meine Füße so sehr weh dass ich nur recht langsam gehen konnte, aber zum Glück ging's nur noch bergab und war der letzte Tag.

Aber das hat mich trotzdem nicht sehr motiviert denn ich wusste dass ich, wenn ich unten ankomme, eigentlich immer noch nicht richtig angekommen bin.
Denn: der Track startet zwar an der Westküste, endet aber 30km südlich von collingwood, in golden bay (da wo ich davor zwei Wochen gewwooft habe)!! Und die beiden Enden vom Track liegen per Straße ca. 460km auseinander - und das musste ich alles zurück Hitchhiken! Es gibt zwar auch Transport Möglichkeiten die man buchen kann, aber die sind wieder gleich so teuer und ich wollte es eben mit Hitchhiken versuchen. An sich nicht so das Problem, nur der Track endet ungefähr irgendwo im nirgendwo. die Straße, die von collingwood zu diesem Ende des Tracks führt, ist also eine Sackgasse, sie endet dort wo der Track startet, dh. da fährt einfach niemand entlang (außer die die zum heaphy Track kommen wollen)!

Ich kam nach 5 Stunden unten an
und begann die Schotterstraße entlang zu laufen. Es war einfach niemand dort, nur ab und zu ein Haus. Ich hab immer geklopft (die haben irgendwie alle keine klingeln) aber es war niemand da.
Ich begann etwas zu verzweifeln weil ich nicht wusste wie ich überhaupt nach collingwood, das nächste größere Dorf, kommen soll.
Ich hab mich schon darauf eingestellt irgendwo auf dem weg am Straßenrand mein Zelt aufzuschlagen, da kam ich an einem Feld vorbei, wo ein Farmer und sein ich vermute Sohn arbeiteten! Und tatsächlich konnten sie mich ein kleines Stück mitnehmen! Außerdem meinte der Sohn, dass er später noch nach collingwood fährt und wenn er mich sieht mich dann mitnimmt! Das hat mir Hoffnung gemacht und ich bin ein bisschen weiter gelaufen und hab mich dann an den Straßenrand gelegt und die nächsten 1,5h einfach nur gedöst und die warme Sonne genossen.
Tatsächlich kam dann um 5 der Sohn mit seinem Truck vorbei und hat mich dann mit nach collingwood genommen - meine Rettung! Ich hatte echt nicht erwartet noch dahin zu kommen!

Dort musste ich nur kurz warten und schon kam eine andere Reisende und hat mich mit nach Takaka genommen! Es war halb 7 und ich beschloss es zumindest zu versuchen noch über Takaka Hill zu kommen, nach Motueka. Ich musste mindestens ne halbe Stunde warten und hatte dann wirklich noch Glück!
Letztes mal musste ich ja selber als Fahrer über Takaka Hill was mich ja so gestresst hatte mit den engen steilen Kurven, diesmal als Beifahrer war's ganz entspannt und ich konnte den großartigen Blick über gesamt golden bay und die Berge vom kahurangi national park, wo ich ja eben noch mittendrin war, genießen!
Und dann kam ich schließlich in motueka an, ich hatte nie erwartet noch so weit zu kommen, ich war echt so froh!!

Weil ich nicht für ein Hostel etwas ausgeben wollte, beschloss ich von Haus zu Haus zu gehen und zu fragen ob ich im Garten campen darf! Die ersten vier Leute gaben leider nur absagen, aber dann traf ich auf eine super liebe ältere Dame die mich sogar dazu eingeladen hat bei ihr zu Hause zu schlafen (wie der ältere Mann damals in Taupo)! Sie hat mir ein Zimmer mit großem Bett gegeben und ich durfte mich endlich duschen, es gibt nichts besseres als eine heiße Dusche nach einem great Walk! Und nicht nur das, als ich mir gerade meine fertignudeln machen wollte meinte sie ich soll das wegpacken und sie hat mir den Rest von ihrem Abendessen gegeben, ich war total überwältigt von ihrer gastfreundlichkeit und wusste gar nicht wie ich danken sollte!
Sie war total nett und hat mir so ungefähr ihre komplette Lebensgeschichte erzählt, auch vieles so privates, was man normal ja eigentlich nicht jemanden erzählen würde den man gerade kennen gelernt hat! Das find ich so schön, diese Erfahrung hab ich jetzt schon so oft gemacht, dass die Leute sich so schnell öffnen und viel über sich erzählen! Ich meine, da kommt einfach irgendein fremdes Mädchen vorbei und sie lässt mich einfach sofort in ihren Alltag, erzählt so viel privates... Ich bin so dankbar dass ich das alles erfahren darf!

Das Bett war soo bequem und warm, ich hab geschlafen wie ein Baby, im Gegensatz zu den anderen Nächten wo ich mindestens 4-5 mal aufwache und schlecht schlafe.

Gestern, Dienstag, bin ich um 9 von ihr losgegangen, leider hatte es zu regnen angefangen.
Ich hatte vor dieselbe Strecke in Richtung westport zu Hitchhiken, die ich vor paar Tagen ja selber schon gefahren bin.
Die ersten 15 min der Strecke hat mich ein etwas seltsamer Typ mitgenommen, bei dem es mich nicht wundern würde wenn er drogen nimmt, so ungefähr, und hab
mich das erste mal beim Hitchhiken nicht so wohl im Auto gefühlt, aber waren ja nur 15 Minuten zum Glück.
Aber so ging's dann trotzdem weiter denn der nächste Typ der hielt war genauso. Das Auto was er fuhr war illegal, zwei Fensterscheiben haben gefehlt, die Fahrertür geht nicht mehr auf sodass er immer durchs Fenster reinklettern muss, die Windschutzscheibe hat viele Risse und die Seitenspiegel haben gefehlt. Er hat es für 150$ gekauft. Crazy. Ich dachte erst oh Gott wo bin ich jetzt gelandet und dachte schon daran auszusteigen und auf jemand anderen zu warten aber es hat so stark geregnet und ich beschloss einfach zu vertrauen. Der Typ war tatsächlich mal drogensüchtig aber ist gerade dabei sich davon zu entwöhnen. Die Fahrt verging hauptsächlich schweigend während ich hoffte dass das Auto nicht gleich auseinander fällt. Aber immerhin hat er mich bis nach murchison gebracht und ich bin sicher angekommen und mir ist nichts passiert.

Dort musste ich auch nicht lang warten und schon hielt ein Paar aus Chile, die auch gerade reisen. Die beiden waren sehr nett und ich hab mich wohl gefühlt! Sie brachten mich bis nach westport, wo ich schon um 1 schließlich ankam!
Ich bin gleich in den Information Center denn es goss wie aus kübeln. Dort hatte ich auch wieder Internet, aber ich blieb nicht so lang denn ich musste ja noch weiter. Ich wollte es zumindest bis nach karamea schaffen. Wie ich von karamea nach kohaihi kommen sollte wusste ich nicht denn das ist wieder so eine ganz unbefahrene Strecke.
Ich bin etwas nach außerhalb von westport gelaufen und war innerhalb von Sekunden platsch nass. Leider hielt auch einfach kein Auto.

Als dann doch eine junge Frau endlich hielt konnte sie mich leider nur ein paar Kilometer weiter bringen, aber immerhin. Ich war um jeden Kilometer froh, den ich Richtung 'mein Auto' kam, ich wollte einfach so sehr endlich ankommen.
Ich musste wieder recht lang warten bis eine andere Frau hielt und mich wieder ein Stück weiter bringen konnte. Sie war super lieb und hat sich richtig darum bemüht mir zu helfen nach karamea zu kommen! Denn sie hat mich dann zu sich eingeladen, mir nen Kaffee gemacht und verschiedene Leute angerufen, ob denn noch jemand in die Richtung fährt. Ich war mindestens eine Stunde bei ihr, und sie hat mich sogar ne zeit allein gelassen um ihr Kind vom Schulbus abzuholen! Das erstaunt mich immer wieder, eben dass sie mich, ein für sie fremdes Mädchen, einfach allein bei sich zu Hause lässt! Ich mein theoretisch könnte ich alles machen, ich würde das natürlich nie ausnutzen, aber dass sie mir einfach vertraut obwohl sie mich eigentlich nicht kennt...und sich auch so bemüht mir zu helfen...das ist so ein schönes Gefühl, ich weiß immer gar nicht wie ich danken soll! Da bin ich einfach sprachlos. Und sie hat dann sogar ein Pappschild gebastelt wo "karamea please?" drauf steht! So nett!!!

Ich musste zum Glück auch nicht so lang warten, da hielt schon ein Auto, der fuhr zwar nicht ganz bis karamea aber schon relativ nah dran.
Dort kamen sehr wenige Autos vorbei, aber wenigstens hat es aufgehört zu regnen. Als wieder ein Auto in Sicht kam hielt ich wieder mein Schild hoch und bemerkte dass es ein Polizei Auto war und tat es gleich wieder runter. Aber der Polizist hielt trotzdem und hat mich sogar mitgenommen! Das hätte ich echt nicht erwartet, dass ich in nem Polizeiauto hitchhike, war schon irgendwie cool! Als wir nach karamea kamen meinte er dann, ach er fährt mich jetzt auch noch nach kohaihi denn er muss ja nicht das Benzin zahlen! Ich war soo happy!! Sonst hätte ich es glaub ich echt nicht mehr dahin geschafft!
Um 5 kam ich dann eeeendlich bei meinem Auto an, war ich erleichtert!!
Dort kann man auch campen für nur 6$ in die Vertrauenskasse, deswegen blieb ich die Nacht dort.

Heute, Mittwoch, bin ich nach westport gefahren und hab ein paar Sachen erledigt, zb das Auto auf meinen Namen umschreiben lassen und die Versicherung abschließen. Das Wetter ist immer noch regnerisch, daher gut für solche Erledigungen, nur leider soll's auch die nächsten Tage so bleiben.

Noch mal zum heaphy Track abschließend: ich bin so froh dass ich den gemacht habe, ich hatte total Glück mit dem Wetter und es war einfach super schön und ich hab wieder viele nette Leute kennen gelernt! Und ich hab's ganz ohne Transport kosten vom einem zum anderen Ende geschafft da bin ich so froh drüber dass ich es eben mit Hitchhiken versucht hab und nicht gleich nen teuren shuttle Bus gebucht hab! Der great Walk hat mich deswegen gereizt da in der Beschreibung stand dass man jeden Tag ein anderes Landschaftsbild sieht, und das war ja auch wirklich so! Also einfach nur toll! :)

Eure leonie :)

abel tasman und heaphy great walk :)

Mittwoch, 02.12.2015

abel tasman   abel tasman   die pupu springs bei takaka heaphy track heaphy track  heaphy track heaphy track kuschelig :) der freedom camping platz am fluss   an der west coast abel tasman abel tasman  abel tasman abel tasman abel tasman abel tasman  abel tasman  abel tasman abel tasman bei low tide kann man ueber den frei gelegten strand laufen abel tasman  heaphy track heaphy track heaphy track heaphy track heaphy track heaphy track heaphy track   heaphy track  heaphy track heaphy track   heaphy track heaphy track   heaphy track heaphy track heaphy track 

Bilder von den zwei wwoofing wochen :)

Mittwoch, 02.12.2015

auf der Fahrt yum Cobb Valley track mit Vincent, Hannes und Nicole auf der Fahrt yum Cobb Valley track mit Vincent, Hannes und Nicole mein Zimmer bei Trish und Mike im B&B  im earth building im community garden in takaka (oben auf der Gallerie haben wir geschlafen) im community garden in takaka mit den anderen wwoofern community garden takaka beim Brennessel pfluecken zum trocknen, community garden takaka beim weeding, community garden takaka mit Nicole und Sereina, community garden takaka der kleine Verkaufsstand in community garden takaka die kueche im workbus, community garden takaka im workbus, community garden takaka Blick von der Gallerie oben im earth building, community garden takaka die gallerie im earth building, community garden takaka die gallerie oben im earth building, community garden takaka leckeres selbst gebackenes Brot, community garden takaka mit den anderen wwoofern im community garden takaka gemeinsames abendessen, community garden takaka beim cobb valley track mit Hannes, Vincent und Nicole beim cobb valley track mit Hannes, Vincent und Nicole beim cobb valley track mit Hannes, Vincent und Nicole auf alt gemachtes Foto, daher die ernsten Gesichter :D der strand in der Naehe von Takaka     community garden takaka der kleine Verkaufsstand im community garden takaka community garden takaka  community garden takaka der workbus im community garden takaka community garden takaka das earth building im community garden takaka  beim cobb valley track mit Hannes, Vincent und Nicole, abendessen machen! :) beim cobb valley track mit Hannes, Vincent und Nicole in der Huette haben wir geschlafen;beim cobb valley track mit Hannes, Vincent und Nicole  beim cobb valley track mit Hannes, Vincent und Nicole beim cobb valley track mit Hannes, Vincent und Nicole beim cobb valley track mit Hannes, Vincent und Nicole beim cobb valley track mit Hannes, Vincent und Nicole beim cobb valley track mit Hannes, Vincent und Nicole beim cobb valley track mit Hannes, Vincent und Nicole vorher das auf alt gemachte bild, daher jetzt die moderne Version mit den Handys :D beim wochenmarkt in takaka  am wharariki beach!   wharariki beach! wharariki beach! (da hinten die baby robbe!)   wharariki beach! wharariki beach! wharariki beach! wharariki beach!  am strand bei Trish und Mike, in der naehe von Collingwood  bei Trish und Mike, Eingang zum B&B bei Trish und Mike, rechts sind die Gaestezimmer, hinten der Gemeinschaftsraum mit der Kitchenette bei Trish und Mike im B&B bei Trish und Mike im B&B Gassi gehen mit Trish und den Hunden  Trish und Mike's Twin Waters B&B lodge

wieder eine neue reiseart!!! :D

Mittwoch, 25.11.2015

Hallöchen!:) endlich komm ich mal wieder dazu euch ein Update zu geben, es ist viel passiert!:)

Am Freitag den 6., an dem ich den letzten Blogeintrag geschrieben habe bin ich um 12 in Picton los, und bin die gesamte Strecke bis nach Takaka, wo die erste wwoofing Stelle war, getrampt! Ich wurde Stück für Stück von insgesamt 7 verschiedenen Autos mitgenommen, was echt irgendwie cool war!
Abends um 7 kam ich dann in Takaka an.


Die erste wwoofing Stelle hieß: "organic garden community", das ist eine Art öffentlicher Garten, wo Leute aber auch ihr privates Stück haben können. Wohnen tut da aber keiner (außer die wwoofer).
Ich rief dann die Frau (Martine) an, die die wwoofing Angelegenheiten dort organisiert und die meinte sie frägt einen anderen wwoofer ob er mich abholen kann, denn sie selber war ja nicht vor Ort.
Dieser wwoofer (Gui, aus Brasilien) holte mich dann mit seinem Camper van ab, aber wir fuhren nicht gleich zum community garden sondern an eine Stelle am Fluss wo sich noch paar andere wwoofer treffen wollten. Ich lernte also gleich noch Nicole (aus Alaska!) kennen, die auch im community garden wwooft, und zwei andere - Hannes (aus Deutschland) und Vincent (aus Frankreich) - die an einem anderen Ort in der Nähe wwoofen.


Wir machten ein Lagerfeuer und blieben bis es dunkel war, was eigentlich echt ganz cool war.
Außerdem beschlossen Hannes, Vincent, Nicole und ich, dass wir von vom nächsten Tag (Samstag) auf den Tag darauf (Sonntag) ne kleine Wanderung im kahurangi national Park machen wollen.
Gesagt getan - am nächsten Tag holten Hannes und Vincent mit ihrem campervan Nicole und mich ab in der früh. Wir schauten aber erst noch an dem kleinen süßen Wochenmarkt in Takaka vorbei und gingen im Supermarkt shoppen.
Dann fuhren wir mindestens eine Stunde zu der Stelle wo der Track (cobb Valley track) losging, um halb 12 waren wir da.


Wir wanderten etwa 5-6 Stunden durch die schöne Landschaft, mal Wald, mal steppe, mal Felsen, immer am Fluss entlang. Machte auch irgendwie spaß so als kleine Gruppe zu wandern.
Auf dem weg gibt es ein paar Hütten für die man nicht zahlen muss, allerdings sind die auch sehr einfach, nicht isoliert, kein Strom, haben kein wasseranschluss (liegen aber immer direkt am Fluss für Wasser) und sind sehr klein und haben höchstens 4 Matratzen.
Wir entschieden uns für ein "hüttenzelt" was irgendwie halb Zelt und halb Hütte war. Wir machten draußen ein Lagerfeuer und kochten uns zusammen. Das war echt cool!
Irgendwann als es dunkel war wurde es richtig kalt und wir machten drinnen das Feuer an und hofften es würde über die Nacht weiterbrennen...was es aber leider nicht tat. Und ich fror wieder als einzige mit meinem zu dünnen Schlafsack.


Sonntag sind wir morgens los, die gleiche Strecke zurück wie wir hin gekommen waren.
Mittags kamen wir am Auto an und nachmittags beim community garden. Es waren noch neue wwoofer gekommen: Sereina aus der Schweiz und Felix und Sven aus Deutschland. Wir waren also die Woche insgesamt 6 wwoofer (die waren alle 24/25 jahre alt, ich war weit die jüngste was aber kein Problem war, ich hab mich mit allen gut verstanden, die waren alle sehr nett).
Montag morgen kam Martine, die Organisatorin, und erklärte uns wie alles abläuft: Montags bis freitags jeweils 4 Stunden arbeiten, Wochenende ist frei. Es gibt ein paar Basic essensachen bereit gestellt mit denen wir uns selber kochen müssen, denn es wohnt ja keiner dort, wir leben ja nicht mit einem host zusammen wie sonst beim wwoofing. Es gibt einen plan mit Daily und weekly jobs, so können wir selbstständig arbeiten, denn Martine kommt nur 3 mal die Woche vorbei.
Alles ein für mich neues Prinzip und neue Erfahrung, aber ich fands echt cool! War bisschen wie in einer wg zu wohnen.


Das ganze dort ist ähnlich aufgebaut wie bei Waynes Camp auf der schweinefarm: es gibt den sogenannten "workbus", mit der Küche und der Job Tafel und martines "Büro", eine andere Hütte mit Klo und eine Schäune mit dem ganzen Arbeitsmaterial, dann gibt es noch den "stall", ein kleiner Unterstand wo immer irgendwelche Produkte aus dem Garten zum Verkauf liegen (basiert auf Vertrauen denn dort ist keiner direkt anwesend um zu überwachen dass auch jeder zahlt), den "makerspace", ein halboffener Raum für Workshops und schließlich und endlich das "earth building", ein Haus wo Raum für Workshops wie Joga ist und oben ist eine Galerie, wie unterm Dachboden, mit paar Matratzen und dort haben Nicole, Sereina und ich geschlafen (die Jungs in ihren campervans).


Meine Arbeit dort war: hauptsächlich weeding (Unkraut und "unnötige" pflanzen entfernen), Kräutergarten umpflanzen und den makerspace wieder auf Vordermann bringen da ein Workshop anstand. Dadurch dass wir aber meistens zusammen gearbeitet haben hat's echt spaß gemacht, einfach auch während der Arbeit sich zu unterhalten... War ja auch ne neue Erfahrung für mich mit anderen wwoofern zusammen zu arbeiten, sonst war ich ja immer die einzige wwooferin.
An einem Nachmittag hab ich mir mal einen alten Drahtesel von dort geschnappt und bin an den Strand gefahren (ca 20 min), das war schön! An nem anderen Nachmittag sind wir mal alle zusammen ans Meer gefahren.
Was auch cool war, war dass wir immer uns selbst Brot gebacken haben, mal mit Lauch drin, oder Walnüsse... Das war ehrlich gesagt das leckerste Brot was ich gegessen hab :D das fanden auch die anderen und daher war das Brot innerhalb kurzer zeit weg sodass wir jeden Tag neues gebacken haben, haha.


An manchen Tagen hat's geregnet, auch während wir gearbeitet haben was dann bisschen ungemütlich war, aber sonst hat paar mal die Sonne rausgeschaut oder es war einfach bewölkt.
Man konnte eigentlich immer nur kalt duschen, denn es ist eine solardusche, aber nicht mit normalen solarplatten, sondern die haben einfach den schwarzen Schlauch aufs dach gelegt um das Wasser darin zu erwärmen... Auch die Dusche war halb im freien weshalb ich immer fror beim duschen.
War also (mal wieder) ein eher einfacher Lebensstil aber damit hab ich eigentlich kein Problem, es gefällt mir sogar.


Am Samstag sind wir zum Wochenmarkt, die Atmosphäre dort ist einfach super, man quatscht einfach mit so vielen Leuten die man eigentlich gar nicht kennt, es gibt live Musik...
Ich hab eine backpackerin kennengelernt und sah dann zufällig dass sie ihr Auto verkauft - für nur 850$ (ca 500€)! Es war nur ein einfacher Kleinwagen, mit "abgetrenntem" Mini Kofferraum, man kann also nicht die hinteren Sitze umklappen um mehr Platz (zum schlafen) zu haben, also eher unpraktisch, aber ich dachte mir ich würde einfach den Sitz zurück lehnen und so schlafen. Denn da das echt billig war begann ich ernsthaft darüber nachzudenken es zu kaufen!
Nach dem Markt bot sie mir an, mal Probe zu fahren. Ich war etwas nervös, denn: 1. erstes mal Auto fahren in Neuseeland mit Linksverkehr, 2. hab ich eigentlich kaum fahrerfahrung da ich in Deutschland sogut wie nie gefahren bin, und 3. war das letzte mal wo ich vorm Steuer gesessen hatte ca ein Jahr her!
Aber gut. Hab's also versucht und da es Automatik war, und ich eine Straße mit kaum Kreuzungen oder viel Verkehr entlang gefahren bin, war es eigentlich gar nicht so schwer.
Ich hab das Auto aber natürlich nicht gleich gekauft sondern wollte erst mal drüber nachdenken, was auch gut so war. Denn ist war schon 28jahre alt, hat ein paar "problemzonen"...


Dennoch hatte mich dann das autofieber gepackt und ich hab weiter recherchiert.
Am Sonntag nachmittag wurde ich dann von Trish, meiner nächsten Gastgeberin, abgeholt.
Trish und Mike sind ein paar in den 60ern und betreiben ein bed&breakfast "twinwaters Lodge" in der Nähe von collingwood, ne halbe Stunde von Takaka entfernt.
Das B&B liegt außerdem nur 50m vom Strand entfernt, manchmal konnte man die Wellen von dort hören! Und es ist super schön und gemütlich eingerichtet. Ich hatte ein eigenes Zimmer, mit kleiner privaten Terrasse und eigenem bad! Was für ein Luxus!
Über die warme Dusche hab ich mich natürlich auch sehr gefreut!
Es gibt auch einen gemeinschaftsraum für die Gäste, mit Sofas und Fernseher und einer Kitchenette. Dort war Basic essen für mich bereit gestellt sodass ich mir selber was zum frühstück und lunch machen konnte, zu Abend hab ich immer mit Trish und Mike gegessen (auf dem Sofa vorm Fernseher...sie hatten mich schon gewarnt dass sie TV Junkies seien).


Meine Aufgaben waren zb: weeding (mal wieder), Fenster putzen oder Kuhmist aus einem Anhänger auf die Schublade verfrachten und zum Beet bringen als Dünger..
Auch hier musste ich immer nur 4 Stunden am Tag arbeiten sodass ich nachmittags wenn das Wetter gut war noch was unternehmen konnte. 20 min Autofahrt entfernt gibt es einen Strand wo alle sagen dass man ihn gesehen haben muss weil er so schön sei, ich wollte also auch unbedingt dahin! Trish meinte wir können ja mal ne Probefahrt mschen mit ihrem Auto sodass sie mich vielleicht selber dann hinfahren lässt! Also sind wir mit ihrem Truck an eine Stelle am Strand gefahren -ich am Steuer- und sind dann dort mit deren zwei süßen Hunden spazieren gegangen. Sie ist mitm Auto wieder zurück und ich bin alles am Strand zurück zu denen gegangen.
Anscheinend war sie zufrieden denn am nächsten Tag lies sie mich ganz alleine mit ihrem Auto zu diesem Strand (wharariki beach) fahren! Und die Fahrten gingen echt super ohne Probleme. War aber schon ein komisches Gefühl allein in dem Auto zu fahren, ohne den Besitzer daneben.
Vom Parkplatz musste man noch mal 20 min gehen, und dann war man da, am einer der schönsten Strände an denen ich je war!


Sanddünen, riesiger langer und breiter Sandstrand, einige große felsbröcke mit Höhlen...und frei lebende Robben! Das war soo toll und süß! Ich hab sogar eine Baby Robbe gesehen! Es war auch was ganz anderes robben nicht im Tierpark oder so zu sehen sondern einfach in Freiheit!
Es war also meeega schön an diesem Strand!!
An den meisten Tagen waren Gäste da, was aber immer ganz nett war.


Da ich bei Trish und Mike Internet hatte, hab ich viel nach Autos recherchiert, und tatsächlich eins gefunden was wirklich gut klang!
Als wir mal bei Freunden von den beiden zum dinner eingeladen waren (und Trish hat wieder mich hin und zurück fahren lassen!) hat der eine sogar einen Mechaniker Kumpel von ihm angerufen und von dem Auto erzählt, um sicher zu gehen dass ich keinen Schrott kaufen würde! Das ist irgendwie so ein schönes Gefühl, man ist eigentlich in der Fremde und kennt die Leute kaum, und doch wollen alle einem helfen!
Jedenfalls kam der autobesitzer, auch ein backpacker wie ich, am Samstag vorbei und Mike, der sich etwas auskannte, hat sich alles angeschaut und getestet und es für gut empfunden! Und dann kam die Testfahrt! Leider ist das Auto mit Schaltung (die beiden anderen Autos mit denen ich in Neuseeland gefahren bin waren Automatik) und damit hatte ich Anfangs noch etwas Probleme. Aber ich dachte mir einfach, man gewöhnt sich doch an alles!
Die Testfahrt verlief also gut und ... JAA ich habe es tatsächlich GEKAUFT!! Ich habe jetzt ein EIGENES Auto, ich kann's selber noch gar nicht fassen! Erstes eigenes Auto und dann auch noch in Neuseeland!


Zum Auto: es ist ein Kleinwagen von Subaru 1998, aber größer als der andere für den ich mich mal interessiert hatte, wenn man die hinteren Sitze umklappt hat man viel Raum im Kofferraum sodass man gut drin schlafen kann! Das heißt ab jetzt werde ich versuchen stellen zum Free campen zu finden und dann kann ich mir übernachtungskosten und eben Hostel kosten sparen! Und weil ich das Auto am Ende ja wieder verkaufe, hoffe ich dass ich somit billiger weg komm am Ende!
Und außerdem bin ich jetzt wirklich ABSOLUT frei! Ich kann halten wo und wann ich will, wenn ich gerade an einer schönen Stelle oder so vorbei fahr, das geht im Bus oder beim Hitchhiken nicht!
Und es war auch nicht allzu teuer, 1100$ hab ich dafür bezahlt!
Ach ja und mit dabei war außerdem: ein Gasherd mit zwei Platten und ner größeren Gasflasche, Pfanne, Topf, Schüsseln und Besteck, und ein Schlafsack (ein dickerer als meiner!) - also echt super!


Am Sonntag hab ich noch mein Zimmer geputzt und bin dann vormittags losgefahren mit meinem Auto (das hört sich immer noch so..krass an :D ).
Ich wollte den Abel tasman great Walk machen 3 Tage, von Montag bis Mittwoch, doch für Mittwoch war schlechtes Wetter angesagt und da ich keine Lust hatte 8 Stunden durch Regen zu laufen, entschied ich mich nur zwei Tage zu laufen und nur einen Teil des gesamten Tracks zu machen (irgendjemand hatte eh gesagt dass es sich landschaftlich irgendwann wiederholt und dass es "reicht" nur nen Teil zu laufen).
Es gab also drei Möglichkeiten:
1. Montag 7 Stunden ca zur bark bay laufen (liegt ungefähr bei der hälfte der ganzen Strecke), dort campen und Dienstag die gleiche Strecke wieder zurück.
2. genau das gleiche, nur am Dienstag noch paar Stunden weiter laufen und mit dem water taxi zurück.
3. Montag 6 Stunden mit dem Kajak zur barkbay und Dienstag die Strecke zurück laufen.
Ich wollte eigentlich letzteres machen, doch freedom kajaking ist alleine nicht erlaubt, erst ab 2 Leuten. Und sonst gibt es nur guided tours, die wieder schweineteuer sind. Und auch das water Taxi ist so teuer und da ich ja grad ein Auto gekauft hab und nun etwas sparen muss entschloss ich mich für die erste Möglichkeit.
Der Track startet in Marahau, um dahin zu kommen muss man erst mal durch Takaka und dann über Takaka Hill, einen Berg.


Vor Takaka gibt es aber noch die "pupu springs", eine natürliche Quelle wo Wasser aus dem Boden aufsteigt und einen See gebildet hat, und da hab ich noch nen kurzen Abstecher hingemacht (das mein ich: ich kann einfach selber spontan entscheiden wo ich hinfahr und halte!). Das Wasser war so klar, man konnte auf den Grund sehen als wär da nichts! Und tatsächlich gehört das Wasser der pupu Springs zu den klarsten Gewässern der Welt! Und die Quelle dieser Art ist eine der größten! Man sieht auch auf der Wasseroberfläche das Wasser von unten aufsteigen, wie im wirlpool nur natürlich nicht so stark. War also schon toll da!


Und dann kam Takaka Hill: ich wusste ja schon von der Hinfahrt dass es sehr kurvig ist, die Strecke aber selbst zu fahren...puh! Ich war die ganze Strecke (1 Stunde) unter Anspannung, denn oft war die Straße sehr schmal, viele kurven und vor allem enge und steile kurven.
Aber von oben hatte man eine geile Aussicht auf golden bay! Ich bin auch mal in eine lookout Bucht reingefahren um ein Foto zu machen, geht ja jetzt easy mit meinem Auto!
Ich bin als erstes nach motueka gefahren wo ich mir eine billige isomatte gekauft hab und so Sachen wie Spülmittel, schwamm und so. War irgendwie ein cooles Gefühl, als würde ich schon in einer eigenen Wohnung leben! Tu ich ja in gewisser weise auch, in einer mobilen Wohnung eben.
Und dann war ich noch im Supermarkt shoppen und hab gescheites essen gekauft wie nudeln, reis, Haferflocken und Milchpulver, da ich ja keinen Kühlschrank hab, natürlich.


Am späten Nachmittag erreichte ich dann Marahau, ein kleiner süßer Ort am Meer. Weil es dort paar Campingplätze gibt ist in der Region Freedom campen leider nicht erlaubt. Also bin ich auf einen der Campingplätze, was immer noch billiger ist als ein Hostel.
Ich hab dann meinen Rucksack gepackt, der mehr beladen war als je, denn nun musste ich nicht nur das Zelt dranbasteln, sondern noch die isomatte und den dickeren Schlafsack der natürlich mehr Platz einnahm und schwerer war. Sah am Ende etwas hilfsbedürftig und witzig aus!


Am Montag bin ich also um 9 losgelaufen. Die Strecke war nicht sehr anspruchsvoll, mal bisschen bergauf, bergab oder geradeaus. Und meistens am Meer entlang, man hatte immer tolle Ausblicke auf Inseln und die idyllischen Buchten mit Sandstrand... Einfach nur wunderschön!
Es waren sehr viele Leute unterwegs, der able tasman Walk gehört zu den beliebtesten, da es eben immer am Meer entlang geht und die Buchten einfach amazing sind!! Ich hätte alle 5 min stehen bleiben können um ein Foto zu machen!
An einer Stelle gibt es zwei Möglichkeiten: wenn low tide (Ebbe) ist, hat sich das Wasser aus der Bucht fast vollständig zurück gezogen und Mann kann über den freigelegten Sandstrand laufen, und bei high tide (Flut) muss man außenrum laufen, was länger dauert.
Am Montag kam ich rechzeitig zur low tide sodass ich die Abkürzung über den Strand nehmen konnte.
Nach 7 Stunden laufen kam ich schließlich um 4 Uhr am Campingplatz an, der liegt direkt m Strand mit Blick auf die wunderschöne bark bay!! Ich hab mein Zelt aufgebaut, das erste mal meinen Bikini angezogen und mich gleich mal an den idyllischen, tropischen Strand gelegt.
Das Wetter war nämlich den ganzen Tag perfekt: Sonne, warm, keine einzige Wolke am Himmel.
Zum schwimmen war mir das Wasser aber doch noch bisschen zu kalt.
In der Nacht hab ich - man glaubt es kaum - überhaupt nicht gefroren! War also ne gute Entscheidung den dickeren Schlafsack mit zu nehmen und die isomatte.
Am Dienstag bin ich auch wieder um 9 losgegangen, musste diesmal aber den hight tide Track laufen, was aber nicht schlimm war, so war's wenigstens bisschen Abwechslung. Ich hab trotzdem insgesamt wieder "nur" 7 Stunden gebraucht. Und obwohl ich die Strecke ja schon gelaufen war, war es trotzdem wieder soo schön! Ich liebe den Abel tasman national park!


Gestern nachmittag kam ich wieder bei dem Campingplatz an wo ich mein Auto kostenlos hatte stehen lassen können. Ich hab mich nach einer Möglichkeit zum Freedom Camping in der Nähe von motueka erkundigt und er hat mir die Richtung gesagt. Zuerst hab ich aber noch in Motueka eine billige Luftmatratze zum schlafen gekauft.
Und dann kam ich tatsächlich an einen Freedom Campingplatz! Direkt am Fluss, man kann sein Auto einfach abstellen, es gibt Picknick tische, ein Klo, fließend Wasser und sogar free wifi und Strom! Und dafür muss man keinen Cent zahlen!! Ich bin so happy diesen Platz gefunden zu haben!
Ich hab dann mein Auto bisschen umgeräumt, zb seile an den Fenstern aufgespannt um Tücher daran als sichtschutz zu befestigen.
Dann hab ich mich auf meine gemütliche Matratze gelegt, die Sonne schien herein und ich konnte das erste mal meine Shorts anziehen! Es war einfach nur genial.
Und ja hier bin ich jetzt, und hab endlich die Möglichkeit mal wieder einen Blogeintrag zu schreiben um euch diese vielen Neuigkeiten zu berichten! :D
Heute muss ich mich mal um die Registrierung des Autos kümmern und die Versicherung und dann fahr ich wahrscheinlich Richtung Süden zur Westküste. Wenn das Wetter gut ist will ich vielleicht noch den Heaphy great Walk machen!

Leonie :)

noch ein paar weitere Eindruecke :)

Freitag, 06.11.2015

Wellington  das Te Papa Museum in Wellington campen bei der netten Familie im Garten das erste mal meinen Gaskocher benutzt! :) Picton

Suedinsel!!

Freitag, 06.11.2015

Gestern, Donnerstag bin ich mit der Fähre nach Picton auf die Südinsel gefahren. Am Vormittag war ich aber noch im nationalen Museum von Neuseeland: te papa. Da erfährt man einfach ALLES über Neuseeland: über Vulkanausbrüche und Erdbeben in der teilweise nahen Vergangenheit (der Vulkan um den ich gewandert hatte das letzte mal 2012 eine Eruption!), über alle Pflanzen und Tiere, die Entstehung des Landes, Maori Kultur natürlich, Einfluss der Europäer... Alles einfach. Und es war auch immer ganz anschaulich und spannend aufgebaut weswegen ich es dort echt cool fand. Leider hatte ich gar nicht genug zeit alles zu sehen.
Um viertel vor drei fuhr dann die Fähre los und kam um 6 Uhr in Picton an.
Picton ist eine kleine aber süße Stadt die mir gleich gefallen hat. Sie ist eingebettet in bewaldeten Bergen (Bush) wodurch diese friedliche Atmosphäre hier entsteht.
Da super Wetter war beschloss ich diesmal nicht in ein Hostel zu gehen sondern zu campen. Ich fragte eine Frau ob sie da einen guten Platz wüsse aber sie war sich auch nicht sicher. Dann schlug sie aber vor ihre Tochter, die hier mit ihrer Familie wohnt, zu fragen ob ich bei ihnen im Garten campen könnte und das durfte ich dann auch zum Glück!
Ich hatte 3 Hosen und meine drei wärmsten Jacken an und dennoch wachte ich oft auf und fror. Naja aber ich hab's überlebt :D

Übrigens hatte ich noch in Wellington 3 wwoof hosts angeschrieben und zwei haben mir eine Zusage gegeben damit hatte ich ja gar nicht gerechnet! Beide wohnen in der Region golden bay was ja schon mal super klingt!
Und das perfekte ist dass sich das auch nicht überschneidet und ich nicht zwischen beiden wählen muss, sondern zuerst kann ich von heute an bis zum 15.11 bei den einen bleiben und direkt im Anschluss zu den nächsten Gastgebern kommen!

Ich freu mich da jetzt echt schon drauf weil ich dann zumindest für ne zeit wieder nen festen Wohnort hab, denn die letzte zeit hab ich ja jeden Tag woanders geschlafen! Außerdem muss ich dann mein essen nicht selber bezahlen ;)

Leonie

Bilder vom Tongariro national park great walk!

Freitag, 06.11.2015

Sonnenaufgang! Sonnenaufgang! sunrise in new zealand... Sonnenaufgang!   Sonnenaufgang!   in einer historischen Huette (die aelteste bestehende in der Region, Anfang 20. Jh.)   das ist die Route! am Fusse des Vulkans.  der blue lake! ganz bizarres landschaftsbild mit dem Schnee... auf der Spitze des Mt Tongariro!  der die drei kleinen Kraterseen am blue lake!     das sind kleine Wolken sondern Rauch der zwischen den Felsen aufsteigt!  die Oturere hut mein Zelt bei der Oturere hut der Zeltplatz bei der Oturere hut Sonnenuntergang bei der ersten Huette die erste Huette am Fusse des Vulkans der nur leider nicht mehr zu sehen war

zweiter great walk geschafft!!

Mittwoch, 04.11.2015

Tatsächlich bin ich dann an dem Tag wo ich den letzten Eintrag geschrieben hab noch von dort, Gisborne, bis nach taupo getrampt! 

Zuerst musste ich natürlich erst mal raus aus Gisborne, und zum Glück hielt ein Mann mit kleinen Kind und fragte mich wo ich hin müsse und hat mich dann an den Anfang des Highways nach Napier gebracht.
Es war zum Glück gutes Wetter denn ich stand mindestens eine halbe Stunde da und hab gewartet bis ein Auto hält! Schließlich hielt ein französisches backpacker Pärchen die mich bis nach Napier mitgenommen haben. Die beiden waren wirklich nett, haben uns viel unterhalten!
Es war ca 5 bis halb 6 als sie mich an dem Highway nach taupo rausließen. Ich hatte schon Sorge dass mich niemand mehr mitnimmt und dachte dass ich dann einfach mit meinem neuen Zelt irgendwo dort wildcampe da ja schönes Wetter war. Aber dann hielten zum Glück doch zwei Neuseeländer und nahmen mich bis nach Taupo mit, das war natürlich super!


Dort kam ich so um halb 8 ungefähr an und suchte nach einer Stelle wo ich mein Zelt aufbauen könnte, aber es war ja mitten in der kleinen Stadt...also fragte ich einen älteren Herren der von hier war ob er ne Stelle zum wildcampen wüsse. Wusste er nicht aber er lud mich ein für die Nacht bei ihm zu übernachten! In mir kamen natürlich alle Gedanken hoch wie man soll doch nicht bei fremden Leuten einfach mal übernachten und so, aber wir haben uns dann noch ganz nett unterhalten und er war mir sehr sympathisch also hörte ich auf mein Bauchgefühl und ging mit zu seinem Haus! Und mein Bauchgefühl hatte recht! Ich gab mir ein freies Zimmer und statt im im Zelt auf dem harten Boden konnte ich also in einem superbequemen warmen Doppelbett schlafen, und zwar kostenlos!


Am nächsten Tag bin ich morgens zum Infocenter von taupo gegangen und hab gesehen dass um kurz nach 10 ein Bus in Richtung tongariro national Park fährt, also wo ich hin wollte! Den hab ich dann auch genommen, die Strecke führte am wunderschönen Taupo lake entlang. Um etwa elf kam ich in Turangi an.


Der great Walk den ich machen wollte fängt aber in whakapapa village an, ein bisschen weiter südlich. Eigentlich fährt da ein Shuttle Bus hin, aber nicht mehr um diese zeit. Also blieb wieder nichts anderes übrig als zu trampen! (Das macht mir mittlerweile echt spaß und klappt auch gut!)
Schließlich kam ich um halb 2 dort an (Sonntag). Ich hatte eigentlich damit gerechnet den great Walk erst am Montag beginnen zu können, aber weils ja erst früher Nachmittag war beschloss ich spontan, doch schon am Sonntag zu starten! (Und am Freitag davor erst hatte ich meinen letzten great Walk beendet!)


Ich packte meine Sachen um und startete um halb 3 - es war super Wetter!
Ich hatte für 3 Nächte gebucht: die erste Nacht in der Hütte weil der Camping Platz ausgebucht war, die nächsten zwei auf dem Campingplatz.
Der great Walk geht übrigens um einen aktiven Vulkan rum: Mount Ngauruhoe! Das find ich echt cool da ich noch nie so nah an nem aktiven Vulkan war!


Es ging hauptsächlich Hügel hoch und runter, also recht entspannt. Man hatte die ganze zeit tollen Blick auf den Vulkan, dessen spitze noch schneebedeckt war!
Nach 3 Stunden erreichte ich die erste Hütte: Mangatepopo hut.
Es waren schon ganz viele Leute da, ungefähr 80% deutsche! (Leider, da ich lieber englisch reden will...)
Die hütte hatte sogar einen Gasherd und Gasofen also ne Art Heizung, und licht (solarstrom)! Also recht modern im Gegensatz zu den Hütten vom letzten great Walk. Außerdem einen hüttenwächter, der am Abend dann ein paar Regeln erklärt hat und noch was überdie kulturelle (er war maori) Bedeutung des Vulkans und des Tracks erzählt hat.


Es gibt das berühmte alpine crossing, eine ein-Tages-Wanderung. Die Strecke von der Mangatepopo Hut zur nächsten Hütte (Oturere Hut) ist genau die Strecke des alpine crossings. Deshalb waren am zweiten Tag richtig viele Menschen auf dem Track! Die ganzen Tagestouristen haben mich mit ihren leichten Mini Rucksäcken natürlich ständig überholt.
Es waren zwei steile Steigungen die überwunden werden mussten, was auch echt anstrengend war aber es hat sich auf jeden fall gelohnt! Soo tolle Ausblicke über das ganze weite Land!! Und man war richtig am Füße des Vulkans! Man hätte sogar die Möglichkeit gehabt auf ihn aufzusteigen.


Irgendwann traf ich auf ein Schweizer Paar die auch schon die Nacht mit mir in der Hütte waren. Den restlichen Tag haben sind wir zusammen gegangen, die waren echt sehr nett.
An einer Stelle gab es eine Abzweigung zum Mount tongariro hoch, extra 1,5 Stunden hin und zurück. Das haben wir gemacht und mussten richtig viel durch Schnee laufen!! Das war irgendwie echt strange so durch Schnee zu laufen während man auf das Weite grüne Land blickt wo es langsam Sommer wird! Aber echt cool!
Wieder zurück auf dem hauptweg ging es dann nach wieder nach unten. Von dort konnte man vier tolle Kraterseen sehen! Die waren so schön, der eine (Blue lake) war richtig intensiv blau, die Farben kommen auf meinen Fotos gar nicht so toll rüber!


An den Blue lake sind wir dann auch noch mal extra hingelaufen (ca ne Stunde hin und zurück).
Wieder zurück auf dem hauptweg trennt sich dann der weg und die Tagestouristen die nur das alpine crossing machen gehen eine andere Richtung als wir. Von dort ging es dann erst mal nur bergab. Es eröffnete sich ein ganz anderes Landschaftsbild! Eine wüstenähnliche, Mond-Krater-landschaft! Echt faszinierend! Überall ragen zackige Felsen (Vulkangestein) in die Luft! Von da konnte man auch sehen wie aus einigen Stellen in den Felsen weißer Rauch aufstieg, ein beweis dass der Vulkan wirklich noch aktiv ist! Fand ich echt cool!
Mittlerweile tat mein Rücken aber langsam echt weh und ich wollte endlich ankommen. Das Taten wir dann schließlich um 5 (waren seit 9 unterwegs).
Diese Hütte, Oturere hut, war genauso ausgestattet wie die letzte.


Diese Nacht schlief ich ja in meinem Zelt, aber mein Schlafsack ist sehr dünn und ich habe keine isomatte und ich befürchtete schon dass ich halb erfrieren würde in der Nacht. Ich fragte dann abends den hüttenwächter ob er eine Decke für mich hat, und zurück kam er mit einer isomatte und zwei dicken Decken - meine Rettung! Und ich kochte Wasser und füllte das heiße Wasser in meine Flasche - eine wortwörtliche Wärmflasche!
Ich ging um 9 ins Bett und mir war schön warm (hab alles angezogen was ich dabei hatte). In der Nacht wachte ich auf und ich dachte es ist mitten in der Nacht und ich hab's bald hinter mir und hab mich gefreut dass mir immer noch warm war und dachte es ist ja doch nicht so schlimm. Ich schaute auf die Uhr - und es war erst 11!! Ich hatte die ganze Nacht also noch vor mir.
Ich bin noch einige Male aufgewacht, einmal windete es so stark dass mein ganzes Zelt rüttelte, und mir war Mega kalt und ungemütlich.


Um halb 6 standen viele auf und wir schauten gemeinsam auf dem Hügel den Sonnenaufgang an! Das war wunderschön!
Alle anderen die im Zelt geschlafen hatten meinten es war ja ganz warm - ich war die einzige die kaum geschlafen hat und völlig durchgefroren war.
Um 9 bin ich losgegangen zur nächsten Hütte, wo ich um kurz vor 12 ankam. Dort erfuhr ich die Wettervorhersage für den nächsten Tag, meinen letzten Tag: Regen und Schnee (!) und starker Wind die ganze zeit! Ich hatte wirklich keine Lust 5 Stunden durch regen und Schnee zu laufen also beschloss ich den letzten Teil auch noch am gleichen Tag zu machen (am Dienstag, also gestern).
Ich bin gestern also 8 Stunden lang gelaufen! Es war zum Glück kein anstrengender weg, mal bergauf, meistens bergab oder gerade aus. Aber trotzdem war ich sehr erschöpft als ich um viertel nach 5 in whakapapa ankam, meine Knie taten weh, ich hab überall blasen an den Füßen und ich war müde.


Ich wollte aber noch raus aus whakapapa village, also versuchte ich es wieder mit trampen. Und so kam ich dann gestern Abend in national Park village an (nur ein Ort weiter, aber wenigstens!) und gönnte mir ein Hostel. Kurz drauf fing es auch schon zu regnen an. Ich hatte also den gesamten great Walk super Glück mit dem Wetter gehabt: Sonnig und warm!
Insgesamt war es eine fantastische Wanderung, die ich dann doch eben in 3 Tagen schon geschafft habe! Und so viele Landschaftsbilder in so kurzer zeit, die auch noch so eigentlich nie gesehen hab! Amazing!


Ich hab also zwei great Walks in 8 Tagen geschafft! (Und der nächste (und letzte) den ich machen will ist der able tasman Walk auf der Südinsel)
Heute (Mittwoch) regnete es den ganzen Tag durch. Deswegen dachte ich heute morgen daran mit dem Bus nach Wellington zu fahren. Der fuhr aber erst um 3 los und ich wollte nicht so lange in dem kleinen Dorf warten wo nichts ist. Deswegen versuchte ich es mit trampen, was natürlich nicht so angenehm bei dem Wetter war!
Aber ich hab's geschafft! Und jetzt bin ich in Wellington in einem Hostel und fahr wahrscheinlich morgen mit der Fähre auf die Südinsel!

Seid alle lieb gegrüßt,

Leonie

Bilder vom lake Waikaremoana great walk!

Samstag, 31.10.2015

Panekire hut  Panekire hut Klos an der Panekire hut  zweite Huette  Feuer machen...  direkt an der zweiten Huette zweite Huette           geschafft! Ausblick vom hoechsten Punkt!am hoechsten Punkt :)Panekire hutman sieht leider gar nichts mehr vom See!Panekire hut

neue Art zu reisen entdeckt!

Samstag, 31.10.2015

Ich bin's schon wieder :D 

den Eintrag gestern hatte ich am PC des Info centers von Wairoa geschrieben während ich auf den Bus gewartet habe. Mit dem bin ich dann von Wairoa nach Gisborne gefahren.

dort hab ich mir ein Hostel gesucht - hab ich mich über die lang ersehnte lange warme Dusche gefreut!!! ;) 

In einer der Hütten Hab ich mit einem Holländer geredet, der mit seinem Zelt unterwegs ist und immer trampt und sich so viel Geld spart. Das hat mich irgendwie inspiriert und hab mir dann hier in Gisborne gleich ein Zelt und Gaskocher gekauft! Ab jetzt werden Hostel kosten gespart und es wird etwas abenteuerlicher! Denn ich will wildcampen, dh einfach in der Nähe eines Städtchens einen freien Platz suchen und das Zelt aufbauen! (Das ist hier zum Glück erlaubt!)

Dann musste ich alles umpacken aber hatte immer noch nicht genügend Platz, deswegen hab ich ein paar Klamotten aussortiert die ich eigentlich nicht brauche und sie einem Hospiz Second hand Shop geschenkt! 

Gerade sitze ich im Info Center von Gisborne weil es hier freies WLAN gibt. 

Ich hab als nächstes vor den great Walk im Tongariro national Park zu machen! (Hab ganz vergessen zu sagen wo der andere great Walk war: am Waikaremoana lake im te urewera national Park!) auch wenn ich immernoch so viele Blasen an den Füßen Hab...

Doch der Bus in diese Richtung fährt heute leider nicht mehr (es ist gerade mittags) deswegen werde ich es vielleicht mit trampen versuchen! Bin schon aufgeregt... ;)

mal sehen von welchem Ort ich mich das nächste mal wieder melde! - bis dann ! :)

leonie 

 

 

I did it!!! :D

Freitag, 30.10.2015

yeah, der erste great walk geschafft!!!

Also. Am Montag Vormittag bin ich noch ein bisschen durch Napier gelaufen, ein nettes Staedtchen.

Mittags bin ich dann mit dem Bus nach Wairoa gefahren und bin dort in ein Backpackers. Dort hab ich mir dann einen Shuttle Bus organisiert, der mich am naechsten Tag, Dienstag, zum Waikareomana See bringen sollte, von dort beginnt der great Walk. Er geht ungefaehr um den halben See und dort wird man dann mit dem water taxi wieder zurueck an den Anfang gebracht. 

Dienstag Mittag war ich dann am See und es ging los! Die erste Huette wo ich uebernachtete war die Panekire Hut, oben am Berg. Deswegen war der erste Tag der anstrengenste: es ging die ersten zwei Stunden ununterbrochen nur nach oben, und zwar oft echt steil!! 

Die naechsten 2 Stunden da gings dann immer auf und ab. Irgendwann kam ich zu der hoechsten Stelle an die der Track fuehrt, eine Aussichtsstelle. und der Blick war fantastisch!!! Ueber den ganzen See und dahinter den unendlichen Wald...es war wirklich schoen, dafuer hat sich die Anstrengung gelohnt! Und ich hatte super Wetter! (noch...)

Nach 4 Stunden (ich rechnete mit 5) kam ich dann erschoepft aber zufrieden an der Huette an. Es war schon ein neuseelaendisches Paar da und ein deutsches Maedchen Alex, mit der ich mich gleich ganz gut verstanden hab. Spaeter kamen dann noch zwei junge Maenner und es war ganz gemuetlich vorm Feuerofen in der Huette und wir rechneten nicht damit dass noch jemand kommt. Doch aufeinmal war full house: eine Maori Schulklasse kam und noch eine andere Gruppe von 6 Leuten kam! Aber es war eigentlich ganz cool, denn wir haben dann bis ca 11 Uhr noch Karten gespielt, geredet... 

Die Huette (alle Huetten eigentlich) waren sehr einfach: Im Hauptraum ein paar Tische und Baenke, ein paar Spuelen, aber kein Herd oder sonst was, Wasser ist Regenwasser bzw an den unteren Huetten Seewasser (dh man sollte es nicht ungekocht trinken aber ich hatte ja keinen eigenen Gaskocher dabei wie jeder andere...), es ist kaum isoliert und daher sehr kalt wenn man nicht bald den Feuerofen anmacht, es gibt zwei Schlafraume mit harten matratzen und sonst nichts (hatte aber meinen Schlafsack dabei). Ausserdem gibt es keinen Strom, dh sobald es dunkel wird werden die Kerzen angemacht fuer ein bisschen Licht. Und es war irgendwie echt ne coole Stimmung dann bei Kerzenlicht mit irgendwelchen Leuten zu quatschen und zu spielen! Und es gab dort nur Plumsklos und leider keine Dusche...

Die meisten dachten dass das Maedchen Alex und ich zusammen reisen, und waren erstaunt zu hoeren dass wir uns grad erst kennengelernt haben, und tatsaechlich fuehlte es sich auch so an als ob wir uns schon viel laenger kennen... Sie ging den Walk aber in die andere Richtung, dh da hin wo ich angefangen hab, deswegen konnten wir die naechsten Tage nicht zusammen weiter laufen.

In der Nacht bin ich oft aufgewacht weil es so ungemuetlich und vor allem saukalt war.

uebrigens zog am Nachmittag, ca ne Stunde nach meiner Ankunft bei der Huette Wolken und Nebel auf und bald war vom See nichts mehr zu sehen, ausser eine weisse Wand. Schade, aber zum Glueck hatte ich ja schon die tollen Ausblicke! Denn das aenderte sich auch bis zum naechsten Tag nicht...

Am Mittwoch bin ich dann um 10 Uhr losgegangen, zur naechsten Huette (Waiopapa Hut). Ich rechnete mit 3-4 Stunden Walk und erreichte die Huette dann aber schon um 12! Ich war erst  ganz verwirrt ob das auch die Huette ist fuer die ich gebucht hatte...

Der Walk ging die ganze Zeit nur nach unten und Nachmiittags taten mir dann auch irgendwie die Knie weh... ansonsten wars eigentlich ganz entspannt.

Dort traf ich dann wieder auf die Maorie Schulklasse, die diesmal aber nicht in der Huette schliefen sondern draussen campten. Ausserdem noch zwei andere die auch letzte Nacht auf der Huette waren. 

Ich hatte also noch irgendwie den ganzen Tag dort und hab bisschen mit den Leuten geredet, gelesen... so verging die Zeit eigentlich ganz rasch.

Am Abend haben sich wieder paar Leute vorm Feuerofen zusammen gefunden und wir haben wieder Karten gespielt beim kerzenlicht. war echt toll! 

Diesen Abend und der davor hab ich auch immer jemanden gefunden von dem ich mir den Gaskocher ausleihen konnte fuers essen, das war natuerlich gut!

Am dritten Tag, Donnerstag, hatte ich die laengste Strecke vor mir. Ich uebersprang die naechste Huette und ging zu der danach: zur Waiharuru Hut. Das waren 7 Stunden walk (mit bisschen Pause)!! Es ging immer hoch und runter, also insgesamt wars eigentlich ein guter Walk. Oft auch mal ganz nah am See entlang was sehr schoen war. Das Wetter war auch ganz okay, manchmal kam auch die Sonne raus. 

Um 4 kam ich bei der Huette an, es war nur ein anderer deutscher etwas aelterer Mann da, und es kam auch niemand anderes mehr in die Huette, ausser wieder die Maori Schulklasse die aber wieder gecampt haben.

Um 5 fing es aber an zu regnen und es hoerte nicht mehr auf die ganze Nacht ueber. An diesem Abend hat sich niemand zum Spielen gefunden deswegen hab ich bisschen gelesen und bin schon um 9 ins Bett. 

Als ich am naechsten Tag (heute, Freitag) um 6 aufstand regnete es immer noch. Und auch die ganzen zwei Stunden Walk zum Water Taxi point regnete es durch sodass ich ganz durchnaesst und sehr verfrohren ankam. Das water taxi brachte mich wieder an den Anfang und der Shuttle Bus fuhr mich nach Wairoa, wo ich jetzt wieder bin.

Auch wenn ich nicht ganz Glueck hatte mit dem Wetter war es doch ein toller Walk und ich bin froh dass ich es gemacht und geschafft hab! Vor allem hab ich so viele nette Menschen kennengelernt und mit so vielen geredet und ausgetauscht und das war echt ein schoenes Erlebnis!!! 

 

Leonie :) 

(Bilder folgen bald, hab irgendwie ein Problem die hochzuladen...)

Bilder von der Schweinefarm bei Wayne :)

Montag, 26.10.2015

mein Zimmer bei Wayne mein Zimmer bei Wayne das camp bei Wayne das rechte ist ein Toaster!! :D das camp bei Wayne das mit dem Quad sind wir auf dem Gelaende immer rumgefahren :) beim Fuettern :) Waynes die schweinefarm Hastings :) blick aus dem Hostelfenster in Napier :)

planänderung :D

Sonntag, 25.10.2015

Am Freitag haben wir schon um viertel nach 8 mit der Arbeit angefangen, auch Wayne's Kumpel John hat immer mitgeholfen. Wir haben bis viertel nach 5 gearbeitet (natürlich mit Pause dazwischen), dh insgesamt 7,5h! Im Vergleich zu den 4 Stunden bei Christine recht lang... Aber macht auch spaß!
Ich hatte damit gerechnet bis Sonntag oder Montag zu bleiben doch dann meint Wayne am Freitag Abend plötzlich dass er am nächsten Tag wieder nach Auckland muss (wo er ja auch wohnt) und dass ich nur bis Samstag bleiben kann! Das kam irgendwie etwas spontan und ich wusste erst mal nicht wo ich hingehn soll am Samstag.
John wohnt auch in Auckland und hat mir angeboten mich mitzunehmen, das war natürlich super - weil kostenlos ;)
Samstag hat es außerdem den ganzen Tag geregnet, deswegen war's vielleicht ganz gut schon gefahren zu sein weil wir sonst den ganzen Tag im regen hätten arbeiten müssen...
Um viertel vor 11 fuhren wir los und kamen um viertel nach 4 in Auckland an. Er hat mich direkt im CBD (central business district, also sozusagen die Innenstadt) rausgelassen.
Zuerst bin ich wieder zum guten alten burgerking gegangen (mein Stammplatz anfangs für WLAN) um nach hostels zu recherchieren zu denen ich gehen könnte und was ich jetzt am nächsten Tag machen soll. Ich hab dann noch ein Busticket gebucht für Sonntag von Auckland nach Hastings. Ich will nämlich nicht direkt auf die Südinsel sondern auf dem weg dort hin noch paar Stops machen.
Dann ging die Hostel Suche los: ich bin von einem zum anderen gelaufen, insgesamt vielleicht 5 oder so, aber ALLE waren komplett ausgebucht!! Es ist nämlich labour weekend (Feiertag) und daher alles belegt! Um 8 wurde es langsam dunkel und ich hab mir schon überlegt einfach im Park zu schlafen.
Ein Hostel hat mir dann ein anderes empfohlen, zudem es schon einen anderen backpacker geschickt hat, die hätten noch Zimmer frei. Das blöde war nur dass es nicht mehr im
CBD lag, ich bin ne 3/4 Stunde hingelatscht! Mein Rücken Tat schon langsam etwas weh...
Aber endlich kam ich an und es waren tatsächlich noch grad zwei Betten frei - puh!

Der Bus am Sonntag - also heute (fühlt sich schon so lang her an), fuhr um 7:30 los und man soll schon ne viertel Stunde früher da sein, dh ich musste um halb 7 losgehen und um 6 aufstehen!
Während der 7-8 stündigen Busfahrt hab ich dann aber geschlafen/gedöst.
Um ca halb 5 kam ich also heute in Hastings an. Es liegt gar nicht direkt am Meer wie ich dachte und eigentlich gibt es dort auch nichts zu sehen (ist aber trotzdem ein nettes Städtchen), auch die Landschaft drumrum ist nichts Besonderes, halt flaches Grasland (hauptsächlich).
Deswegen beschloss ich nach Napier zu gehn, denn das liegt direkt am Meer, 20 min von Hastings entfernt. Allerdings fuhr kein öffentlicher Bus mehr und plötzlich tauchte in mir die Idee auf zu trampen, das wollte ich irgendwie immer schon mal machen!
Also bin ich durch Hastings gelaufen und hab nach der Straße gesucht die raus nach Napier führt. Irgendwann war ich mal etwas verwirrt und da hielt plötzlich ein Auto und der Mann fragte ob ich Hilfe brauch weil ich etwas verloren ausgeschaut hätte. Also meinte ich dass ich nach Napier trampen möchte. Er fuhr leider in die falsche Richtung aber meinte er bringt mich an den Rand von Hastings zu der Straße die nach Napier führt. Also bin ich da in das fremde Auto eingestiegen und hab mit dem fremden Mann geplaudert - war schon bisschen komisch das Gefühl, aber auch aufregend! Der Mann war aber sehr nett, er hat erzählt dass er früher auch oft getrampt ist, und er hat mir sogar seine Telefonnummer gegeben und meinte dass ich mich melden soll wenn niemand hält oder sonst was ist.
Ich hielt also den Daumen raus und sah die Autos vorbeifahren. War alles irgendwie aufregend und neu!
Und plötzlich hielt tatsächlich ein Auto! Es war eine indische Familie, die mich total offen und herzlich aufnahmen.
Eine der ersten Fragen die der Familienvater mich fragte war, ob ich Christ bin und ob ich die Bibel lese. Sie selber sind nämlich vor paar Jahren hier her gezogen und sind vom Hinduismus zum Christentum gewechselt. Die ganze Fahrt hat er über Gott und seine Liebe zu Jesus geredet und wie sie sein Leben verändert. Er ist glaub ich einer der gläubigsten Menschen den in kennengelernt hab. Auch wenn ich nicht so gläubig bin, fand ich es schön zu hören wie erfüllt er war und welche Rolle Gott in seinem Leben spielt. Er hat mich auch "sister" genannt weil er sagt man soll alle Menschen, auch fremde, so behandeln als wären es Brüder und Schwestern. Ich fand es echt schön und interessant seine Sichtweise auf Religion und alles was damit zu tun hat, zu hören.
Sie brachten mich an den Rand von Napier, wo es ein paar hostels gibt. Beide stiegen aus und baten mich dass sie für mich beten dürfen, für Sicherheit usw auf meiner Reise. Fand ich irgendwie schön, dass sie sich sozusagen um mich "kümmern" obwohl sie mich gar nicht kennen. Es waren wirklich nette Menschen und ich bin froh sie kennengelernt zu haben!

Und jetzt bin ich eben in einem Hostel in Napier und fahr morgen mit dem Bus nach Wairoa (noch etwas weiter nördlich) denn ich hab was großes vor: einen great Walk am Waikaremoana lake machen, im te-urewera national park! Das ist ein 4 Tages Walk! (Mit Hütten auf dem weg zum übernachten)
Von Wairoa gibt es einen Shuttle Bus der einen dorthin bringt.

Ich geb ja grad recht viel Geld aus und es kommt kein neues Geld rein...aber ich denke mir: irgendwann krieg ich das Geld schon wieder rein aber das hier erleb ich wahrscheinlich nur einmal, das ganze Reisen, und dafür lohnt es sich für mich auch Geld auszugeben! Und was bleibt im Leben ist nicht Geld sondern die Erinnerung an diese zeit, das ist es doch was zählt und was mir keiner nehmen kann!

Ganz viele liebe Grüße,
Leonie :)

Bilder von der Zeit bei Christine :)

Freitag, 23.10.2015

die irgendwo in der Naehe von Christine :) blick aus dem Wohnzimmerfenster bei Christine das mein Zimmer bei Christine auf dem Weg von Paihia nach Russell

schon wieder drei wochen um! :)

Donnerstag, 22.10.2015

Jetzt sind schon wieder 3 Wochen vergangen - die zeit verfliegt hier nur so!
Nach der Zeit bei Rod war ich eine Woche bei Shimon. Eigentlich hatte ich vor nur paar Tage zu bleiben, da ich ja zahlen muss und auch mein essen selber zahlen muss. Ich hab also zig wwoofing hosts angeschrieben oder angerufen, von vielen erhielt ich gar keine Antwort und der Rest hat schon zu viele wwoofer und braucht nicht noch mehr. Und so wurde aus ein paar Tagen bei Shimon eine ganze Woche (das gute: ich hatte immer Internet). Aber ich hab die Woche dann nicht nur rumgehangen sondern die freie zeit genutzt um bisschen die Umgebung zu entdecken.
Ich bin zu einem Wasserfall gegangen, bin zweimal mit dem Bus nach paihia gefahren (20min) und hab dort paar Tracks gemacht (einmal bin ich von Paihia nach Russell gewandert, 5h ohne Pause! Durch Bush, am Strand entlang...war sehr schön!), dort sind auch die waitangi treaty grounds, wo der Vertrag zwischen den maori und Europäern abgeschlossen wurde (Anfang des 19. Jh! Dh vor etwas mehr als 200 Jahren lebten hier nur maori Stämme, und jetzt nur eine so 'kurze' zeit später gibt es keine traditionellen maori Dörfer mehr, jeder spricht englisch...krass!), hab die Cape Reinga Tour gemacht...aber das hab ich ja schon in meinem vorherigen Eintrag erzählt ;).
War also auf jeden fall ne schöne Woche in kerikeri.
Am Dienstag (13.10.) hat mich dann Christine abgeholt, meine neue wwoofing Gastgeberin.
Christine und Terry waren lange verheiratet und haben sich erst kürzlich getrennt, wohnen aber immer noch auf dem selben Grundstück - denn das ist riießig! Ganz viel bush, und sogar nen privaten Strand haben die! Sie wohnen aber in getrennten Häusern: Terry im "Big House" wo sie früher zusammen gelebt haben und Christine (und ich mit ihr) im "Holiday House", dass sie im Sommer immer vermieten.
Ich hatte ein eigenes recht großes Zimmer und insgesamt hat's mir sehr gut da gefallen.
Christine ist sehr sympathisch und offen, sie hat viiel von sich früher erzählt, von ihren Töchtern usw. Oft hat sie so viel und lang erzählt dass es mir irgendwann schwer viel zuzuhören bzw alles zu verstehen weil sie einfach keinen Punkt gefunden hat. Manchmal wollte ich auch mal was dazu sagen oder fragen aber ich wollte sie auch nicht unterbrechen und erst ausreden lassen und wenn sie dann fertig war, war sie schon bei nem anderen Thema angelangt und dass was ich eigentlich sagen wollte war nicht mehr aktuell..., aber naja :D
Abends beim essen lief immer währenddessen der Fernseher und wenn sie was erzählt hat und im Hintergrund auch noch Stimmen geplappert haben (oder Radio - irgendwas lief immer nebenher) musste ich mich echt konzentrieren auf das was sie erzählt dass ich alles versteh, das war bisschen anstrengend.
Ich hab jeden Tag von 9 bis 13 Uhr gearbeitet: Gartenarbeit, feuerholz sammeln bzw sägen helfen, Schubladen streichen, Fenster putzen...
Dann gabs lunch und danach war ich frei. Meistens haben wir dann aber zusammen noch was unternommen zb sind wir mal an ne schöne Bucht gefahren, an nen kleinen Wasserfall (charlies rock) oder einfach an ne schöne Stelle um mit Buddy, ihrem Hund, Gassi zu gehn.
Im Bush ums Haus rum ist ein Kiwi Reservat und ich hab so sehr gehofft dass ich mal ein kiwi zu Gesicht bekomm... Wir sind mit Taschenlampen raus, haben gelauscht und sie auch rufen/rascheln hören aber leider hatten wir nicht das Glück eins zu sehen (waren aber ganz nah dran). Ich hoff wirklich dass ich während meiner zeit in Neuseeland ein kiwi sehn werde, allerdings es das sehr unwahrscheinlich, selbst viele Neuseeländer (die ja auch lustigerweise Kiwis genannt werden) haben noch nie ein Kiwi zu Gesicht bekommen.
Durch deren Grundstück läuft auch ein kleiner bach und an einer Stelle kann man nachts ganz viele Glühwürmchen sehen! Aber die sind noch in dem Stadium wo sie in Kokons sind, dh die Lichter bewegen sich nicht und es sieht aus wie viele Sterne, sehr schön!!
Apropos Sterne - der Himmel war unglaublich, soo unglaublich viele Sterne! Ich liebe den Nachthimmel hier, abseits von großen Städten.
Es war also echt eine schöne Woche bei Christine.
Als ich noch bei Shimon war hatte ich die Zusage von einer Farm bekommen dass ich vom 25oct bis 2 Nov kommen kann, und ich wusste dass ich bis zum 20. oct bei Christine sein würde, also hab ich gehofft noch was für die 5 Tage dazwischen zu finden, denn ich wollte nicht schon wieder zahlen, für ein Hostel oder so. Und tatsächlich hat mir einer für die 5 Tage zugesagt: Wayne, er hat eine free range pig Farm in der Nähe von Kaitaia (noch weiter im Norden). Und da bin ich jetzt seit vorgestern! (Und die Farm die mir zugesagt hatte ab 25oct zu kommen hat mir wieder abgesagt da sie zu viele wwoofer haben und zu wenig Arbeit um alle zu beschäftigen...also weiß ich noch nicht wo ich in einer Woche bin! Ist aber auch irgendwie aufregend...!)
Christine hat mich also vorgestern, 20oct, nach kerikeri gebracht und von dort bin ich mit dem Bus nach Kaitaia gefahren, wo mich Wayne abgeholt hat. Er ist sehr nett, und zum Glück nicht soo eine Plappertasche, mit ihm kann man gut reden.
Sein Grundstück ist riiießig, ich hab noch gar nicht alles gesehn. Hier sind paar kleine seen für die Schweine zum baden, bush, an einigen Stellen sandig wie in der Wüste, bisschen hügelig hier, und sooo viele Schweine die hier quasi in fast Freiheit leben, das find ich super! Und zur zeit sind auch ganz viele Ferkel da, die sind so putzig! Er hat außerdem paar Kühe und zwei Schäferhunde.
Wir kamen erst zu seiner Schäune wo wir vom Truck auf ein Quad mit Anhänger umgestiegen sind. Auf den Anhänger Haben wir die ganzen Futtersäcke geladen, und dann mich obendrauf, und so sind wir dann an verschiedene Stellen gefahren und haben das Futter verteilt. Hat irgendwie spaß gemacht hinten aufm Anhänger zu stehn und das Gleichgewicht halten zu müssen weils ständig hin und her geruckelt hat. Um 6 waren wir mit dem Füttern fertig und wir sind noch mal 5 min gefahren zu seinem Wohnort.
Ich schreib deshalb Wohnort und nicht Haus, weil es kein Haus ist. Es sind einfach verschiedene Hütten am Platz verteilt, in einer ist die Küche, eine andere ist sein Zimmer, eine ist mein Zimmer und eine das Klo/Dusche (Waschbecken im freien), der Esstisch ist unter einem Zelt. Alles unzusammenhängend. Und schaut auch alles bisschen runtergekommen aus. Die Hütten sind alle einfach gebaut, nicht isoliert, und ganz einfach eingerichtet.
Als ich den Wohnkomplex, er nennt es Camp (es ist auch bisschen wie campen) das erste mal gesehn hab dachte ich mit erstmal 'oha'. Das hatte ich irgendwie nicht erwartet. Aber ich muss sagen, es gefällt mir! Ich weiß nicht ob ich so für immer leben könnte aber die Erfahrung ist es auf jeden fall wert. Er lebt übrigens nicht die ganze zeit hier, er hat noch ein Grundstück in Auckland.
Gestern haben wir um 10 Uhr mit der Arbeit angefangen und zwar erst mal wieder die Tour gemacht und die Schweine/Kühe gefüttert. Danach haben wir mit riesen mengen von Milchpulver riesen Mengen von Milch für die Schweine gemacht. Und dann hab ich noch Unkraut gerupft. Um halb 2 waren wir damit fertig und haben lunch gegessen. Danach haben wir noch mal 2 Stunden einen Zaun repariert und danach war ich frei.
Gestern Abend kam auch noch ein Freund von Wayne, der hier bis Samstag bleibt.
Heute sind wir 20 min durch den bush an die Ostküste gelaufen, das war sehr schön!
Ich bin echt froh hier zu sein, des ist mal was ganz anderes hier.
Nach den Tagen hier fahr ich wahrscheinlich auf die Südinsel, aber ich hab - wie immer, und das ist ja auch der Sinn bei work and Travel, zumindest für mich - noch keinen genau festgelegten plan. :D

Leonie

 

ein paar eindrücke...

Donnerstag, 08.10.2015

Sand boarding! WuhuuZur Rechten der pacific ocean!Zur Linken der tasman seaDa vorne treffen sich die beiden Meere!feeling freeDer 90 Miles beach :)Der 90 Miles beach :)Am 90miles beach :)Im Puketi Kauri forest!Ein mehr als tausend Jahre alter kauribaum!Rod and me :)Rod and me :)Mein Zimmer Tolle Aussicht! (Da unten irgendwo ist sein Haus)Im Bush :)Im bush :)Spring :)Cancade :)Hila :)Meine drei darlings :) (von Links nach rechts: Spring, Cancade, Hila)Ein verrostetes Auto im Sand (findet man öfters mal)Eine kleine Höhle (die mir ganz recht kam weil es grad angefangen hat zu regnen)Das waharoaDer Durchgang waharoa zum Marae hinten Die kleine schlichte Kirche bei dem MaraeFutter für die Pferde außerhalb des PaddocksAusritt bei Sonnenuntergang ?Fischen beim Sonnenuntergang...Die Veranda Von der Veranda nach unten in den Schuppen    Aus dem wohnzimmerfenster raus Die Küche und da hinten das Bad Wohnzimmer Das Bad Aus dem Bad heraus Spüle, Esstisch, die erste Tür ist mein Zimmer, das hintere seins

Ein "paar" Bilder :)

kia ora! (willkommen/hallo in Maori Sprache)

Donnerstag, 08.10.2015

Meine letzten 3 Wochen in Neuseeland waren sweet assss!! (Sweet as bedeutet soviel wie 'sehr cool') - aber der Reihe nach.

Am Donnerstag, 10. September kam ich nach relativ entspannten Flügen (viiiele Filme :P) in Auckland an. Von Teamern meiner Partnerorganisation wurden wir abgeholt und mit einem Bus zu dem Hostel gebracht, für welches meine Organisation die ersten 2 Nächte schon vorgebucht hatte. Am Freitag gab es im partnerbüro meiner Organisation eine Einführung mit viielen Infos über einfach alles was fürs arbeiten und reisen wichtig ist. Den Rest des Tages und den Tag drauf hab ich damit verbracht meine nächsten Wochen zu planen (burgerking wurde zu meinem Stammplatz wegen freiem WLAN :P). Auckland ist keine besonders schöne Stadt, aber dennoch ganz cool.

Es gibt ein Netzwerk das nennt sich wwoof (World-Wide Opportunities on Organic Farms), das Prinzip ist auf einer Farm mitzuarbeiten und helfen gegen Kost und Logie. Ich habe viele wwoof hosts angeschrieben und Sonntag Abend hab ich ganz spontan eine Zusage bekommen, und zwar von Rodney, einem Maori (sozusagen die "Urkultur" hier), der irgendwo im niergendwo lebt. Ich hab dann ganz spontan ein busticket für den nächsten Tag (Montag der 14.9) gekauft, nach kerikeri (4,5 Std fahrt). Von dort hat mich Rod um 3 Uhr abgeholt und sind nach mitimiti gefahren, einem kleinen Ort mit vlt 20 Häusern die über die Hügel verteilt sind. Es war schon dunkel (hatten auf dem Weg noch einiges eingekauft - die Chance muss er nutzen in der "Zivilisation" zu sein, da der nächste kleine Laden eine Std von ihm entfernt ist!). Plötzlich steht da einfach mal ne Herde von Kühen auf der Straße, irgendwie ein lustiges Bild! Das sind keine wilden Kühe, aber die Besitzer hier lassen sie frei rumlaufen was ich irgendwie cool finde. Irgendwann hörte die Straße auf - und wir sind auf dem Strand weiter gefahren, was echt cool war- sowas erlebt man ja normal auch nicht.

Rod lebt alleine (hat aber 5 erwachsene Kinder) in einem süßen selbst gebauten einfachen Häuschen. Strom produziert er über eine Solaranlage selber, eine Quelle aus den Bergen benutz er als Wasserquelle (muss also nichts zahlen), Waschmaschine oder Spülmaschine hat er nicht, auch keinen Wasserkocher sondern eine alte Teekanne zum Wasser erhitzen (auf dem Gasherd), keine Heizung sondern einen kleinen Ofen. Er hat einen Gemüsegarten, viele Obstbäume, Fisch angelt er selber und für Fleisch geht er im Bush jagen, den sein Häuschen umgibt. Ich find diese Lebensweise echt irgendwie toll! Er wohnt direkt am Meer - kilometerlanger Sandstrand, Sanddünen... - es ist wirklich ein Paradies da, ich konnte gar nicht mehr aufhören fotos zu machen. Er besitzt 40 Pferde, die aber nicht alle in seinem großen Paddock sind, sondern viele laufen außerhalb einfach frei rum was ich wirklich toll finde, weil die einfach ein Leben in Freiheit haben und trotzdem immer wieder zu ihm kommen und etwas Futter von ihm bekommen. Was ich auch faszinierend fand war dass wenn die einen oder zwei Kilometer entfernt waren und er sie nur rief, sie sofort zu ihm kamen.

Ich bin meistens zwischen 8 und 20 nach 8 aufgestanden, hab uns Kaffee gemacht und Cornflakes auf der Veranda gegessen und den Vögeln und dem Rauschen des Meeres zugehört... Dann zwischen 9 und 10 hab ich mit meiner Arbeit angefangen, hauptsächlich Gartenarbeit: Unkraut jäten, altes totes Gestrüpp und blätterzeug entfernen, Bäume und Büsche zurecht schneiden... Hat mir aber trotzdem gefallen! Ich hab's einfach genossen mal so was völlig anderes zu machen als normal...mitten in der Natur zu sein und in der Natur zu arbeiten, die Gedanken abschweifen zu lassen... Gegen Ende hatte ich auch oft einfach die Aufgabe mir Spring, Hila und Cancade (3 seiner Pferde) zu schnappen und sie ordentlich zu pflegen, striegeln usw. Vor allem Spring sollte sich wohl fühlen und hübsch finden da sie trächtig war und viel Zuneigung und Liebe brauchte (vor paar Monaten wurde ihr Baby getötet von Nachbarn, die neidisch auf Rod sind weil er sich alles so toll aufgebaut sind und sie selbst ihre Ärsche nicht hochkriegen, eins seiner Pferde wurde auch schon mal gestohlen...). So zwischen 1 und 2 haben wir dann meistens lunch gegessen - er ist ein großartiger koch!! (Und die Regel war er kocht und ich wasch das Geschirr..) Danach hab ich noch bis so 4 oder 5 weiter gearbeitet und hatte dann frei. Da hab ich mich dann manchmal einfach auf die Veranda gesetzt und gelesen oder bin am Strand entlang spazieren gegangen... Oder wir sind fischen gegangen oder reiten. Seit ich damals das reiten angefangen hatte, hab ich davon geträumt mal irgendwann am Strand entlang zu galoppieren - dieser Traum wurde endlich erfüllt und es war soooo toll!!! Ich hab mich so frei und erfüllt und glücklich gefühlt! Bei einem Ausritt sind wir mal auf einen Hügel/ Berg hochgeritten (durch den Bush durch) und von dort hatte man sooo eine tolle Aussicht ! Dort haben wir dann den Sonnenuntergang beobachtet (überhaupt hab ich fast jeden Tag den Sonnenuntergang gesehn...wunderschön!!). Als es dann zu dämmern angefangen hat sind wir zurück geritten, aber es war nicht wirklich dunkel weil es fast Vollmond war. Zuhause in München sieht man einfach ne helle Scheibe am Himmel wenn Vollmond ist, aber hier hab ich gemerkt wie hell der Mond eigentlich scheint! Es war wie eine Taschenlampe oder so, gab richtig Schatten und man hat alles eigentlich ganz gut gesehn! Und überhaupt sieht man so viiiiele Sterne so einen schönen Nachthimmel hab ich noch nie gesehn! Und wir sind im Mondschein am Strand galoppiert...das war einfach nur WOW.

Ich bin ja eigentlich Vegetarier. Aber hier bei Rod hab ich trotzdem Fisch und Fleisch gegessen. Der Grund: der Fisch ist selbst gefangen, das Tier selbst erlegt. Es war ein wildes Tier, das ein gutes und schönes Leben in Freiheit hatte und jetzt zufälligerweise eben sterben musste. Tiere in Massentierhaltung, oder auch biofleisch oder Freilandtierfleisch - deren einziger Sinn ihrer Existenz ist es irgendwann vom Mensch gegessen zu werden. Aber der der Tiere die wir gegessen haben eben nicht. Ich bleib aber trotzdem weiter Vegetarier (außer vielleicht wenn es sich um ein selbst erlegtes wildes Tier handelt).

In der ersten Woche war super warmes Wetter, in der zweiten hat es fast jeden Tag abwechselnd geregnet und die Sonne geschienen, in der dritten Woche war wieder super sonniges und warmes Wetter. Rod nimmt nicht nur wwoofer wie mich auf, sondern auch Backpacker oder einfach Touristen (max. 15 Leute), die dann aber für die Nächte und Aktivitäten (Fischen und Ausreiten) was zahlen müssen (ist aber billig im Vergleich zu anderen). In der dritten Woche waren für paar Tage zwei Engländer und zwei Kiwis (so nennt man die Neuseeländer hier) da, ansonsten war ich alleine. Ich hatte ein Mini Zimmer in dem zwei Hochbetten waren. Das Bett war eine Armlänge breit (also sehr schmal) und das Bett über mir (ich schlief unten im Hochbett) so tief dass ich mich nicht mal aufsetzen konnte. War aber nicht so schlimm weil ich eh den ganzen Tag draußen war, und abends nach dem Dinner lag ich noch auf der Couch während hinter mir der Feuerofen den Raum warm und gemütlich gemacht hat.

Ich hab mich sofort wohl da gefühlt und wie zu Hause gefühlt. Rod war ein super Host, sehr offen, er hat immer ganz viele Geschichten erzählt, er hat immerzu vor sich hin gesungen was ne nette Atmosphäre gemacht hat und ja er ist einfach ein warmherziger Mensch, deshalb hab ich mich gleich wie zuhause gefühlt.

Bei den Maoris gibt es verschiedene Stämme und jeder Stamm/Ort hat ein Marae, das ist so eine Art Gemeinschaftszentrum wo Hochzeiten, Beerdigungen und sonstige Gemeinschaftsanlässe gehalten werden. Daneben ist immer eine kleine Kirche. Am letzten Tag (Sonntag) hat er mich zu seinem Marae in Mitimiti (wo fast nur Maoris leben) gebracht und mir viel über seine Kultur erzählt was mich sehr interessiert hat! Er hat mich auch zum Friedhof gebracht der daneben auf einem Hügel liegt - mit Blick aufs Meer! Dort liegen auch seine Eltern und viiiele Onkel, Tanten, Ururgroßeltern...fast jedes Grab ist von einem (entfernten) Verwandten von ihm. Montag Vormittag hab ich den Pferden noch mal einen Besuch abgestattet und bin noch den Hügel/Berg hinter seinem Haus raufgelaufen, durch den Bush hindurch, das hat mir total gefallen weil es einfach so urwaldmäßig alles ausschaut, erinnert so an den Dschungel, und das find ich echt cool, vor allem weil ich in so nem Wald noch nie war. Und ich hatte nen super Ausblick! Mittags hieß es dann good bye paradise - oder eigentlich eher see you later, denn ich habe beschlossen am Ende meiner Reise noch mal hier her zukommen!

Rod hat einen israelischen Freund in Kerikeri, der wie er selbst Backpacker in seinem Zuhause aufnimmt. Zu ihm hat Rod mich gebracht, und seit Montag Abend bin ich eben hier bei Shimon (und hab endlich wieder WLAN- bei Rod hatte ich die 3 Wochen davor kein Internet, nicht mal Handyempfang, deshalb konnte ich keinen Blogeintrag schreiben). Bei Shimon sind auch ein paar andere israelische Backpacker, die alle sehr nett und offen sind, man kann gut mit ihnen plaudern. Am Dienstag hab ich nicht viel gemacht, bin bisschen durch das Städchen Kerikeri gelaufen, hab nach neuen wwoof hosts recherchiert... Ich hab einen neuen wwoofing Platz aber erst ab 25. Oktober, und muss jetzt noch etwas finden für die Zeit dazwischen (hab mind. 20 Hosts angeschrieben und warte noch auf Antworten).

Gestern (Mittwoch) hab ich einen Tagesausflug nach Cape Reinga gemacht, das ist die ganz oberste Spitze von Neuseeland! Das war eine geführte Bustour, die ich am Abend davor noch spontan gebucht hab. Um 10 vor 8 sollte der Bus in Kerikeri ankommen. Als er um 5 nach 8 noch nicht da war bekam ich die Sorge dass ich am falschen Punkt stehe oder die Buchung zu spät war und der Bus mich nicht abholen wird, und ich umsonst gezahlt habe. Deswegen hab ich die Tourorganisatoren angerufen um mich zu vergewissern dass alles gut läuft, und genau in dem Moment kam der Bus um die Ecke - puhh! Der Bus hat verschiedene Stationen abgefahren und dazwischen auf der Fahrt hat der Busfahrer (ein Maori) über alles mögliche erzählt was echt sehr interessant war. Der erste Halt war im Puketi Kauri Forest. Da gibts ganz große und dicke und vor allem alte (mehr als tausend Jahre alt) Kauri Bäume, das war sehr beeindruckend! Dann haben wir noch in Taipa gehalten, bei einer netten Bucht. Danach ging's weiter zum 90 Miles beach, ein eeewig langer Sandstrand der ganz in den Norden führt. Das ist ein offizieller Highway, d.h. man sieht dort immer wieder Autos rumfahren (die auch Vorrang haben). Dort hat der Bus auch noch mal nen Stopp gemacht für Fotos. Danach sind wir wieder bisschen ins Inland gefahren und haben eine kleine Herde wilder Pferde gesehn, wow! Schließlich kamen wir oben beim Cape Reinga an. Wow das war beeindruckend! Man dreht sich um sich selbst und überall sieht man Meer (außer direkt hinter einem natürlich)! Zur Linken ist der tasman sea und zur Rechten der pacific ocean, und vor einem treffen die beiden Meere aufeinander! Und dann die atemberaubende Landschaft... Das war richtig toll! Auf dem Rückweg sind wir zu den giant sand dunes gefahren, rießige sanddünen es sieht schon fast aus wie eine kleine Wüste! Dann hat sich jeder ein Surfboard geschnappt und ist den Sandberg raufgewandert. Von da ging's echt steil runter, von unten sah das gar nicht so steil aus! Man hat sich dann mit dem Bauch auf das Brett gelegt und ist runter gesaußt, das hat echt spaß gemacht! War insgesamt ein aufregender und toller Tag gestern!

Ich hatte während meiner Zeit bei Rod gehofft dass Spring ihr Baby bald bekommt, ich wollte unbedingt dabei sein! War aber leider nicht so, sie hat es gestern morgen bekommen. - Und Rod hat es nach mir benannt!! Er hat schon manch andere Pferde nach für ihn wichtigen Gästen benannt, deswegen hat es mich total gefreut!! Überhaupt war er scheints sehr zufrieden mit meiner Arbeit, immer wenn wir jemanden getroffen haben (irgendeinem Kumpel aus Mitimiti oder Cousin/Cousine) hat er mich in höchsten Tönen gelobt, dass ich so eine gute workerin sei, da wusste ich immer gar nicht was ich sagen soll aber ich war natürlich glücklich das zu hören! Auf mein wwoofing Profil hat er folgenden Feedback hinterlassen: "KIAORA WOOF HOSTS:) WELL...ONCE AGAIN,I"VE CRACKED IT:))) FOR THE LAST 3 WEEKS,I"VE HAD LEONIE STAYING WITH ME AND ITS BEEN TOTALLY AWESOME: LEONIE IS ONE OF THE BEST WOOFERS I"VE EVER HAD.SHES CLEAN,TIDY,ORGANISED AND A LOT OF OTHER THINGS AS WELL. I HAD HER PRUNING TREES,WEEDING,CLEANING,PREPARING MEALS,HANDLING HORSES AND LOTS OF OTHER THINGS AND SHE DID THEM ALL WITH A SMILE, I COULD GIVE HER ANY JOB AND SHE DID IT TO THE BEST OF HER ABILITY(GENERALLY BETTER THAN WHAT I EXPECTED) AND COULD LEAVE HER TO DO IT UNSUPERVISED. I WOULD HIGHLY RECOMEND HER TO ANY HOST WHO NEEDS A VERY HARD WORKER WHOSE HONEST AND TOTALLY RELIABLE. WE HAD A VERY GOOD TIME TOGETHER AND AM SURE YOUS WILL TOO. THIS LADIES A SUPER WOOFER :) ENJOY OUR COUNTRY LEONIE AND SEE YOU AGAIN :)" Das macht mich so froh das zu lesen! Soo nun habt ihr denk ich nach diesem ewigen Eintrag einen Einblick in mein bisheriges Leben in Neuseeland bekommen! Ich freue mich aber auch, euch alle bald wieder zu sehn (noch ca 5 Monate!).

 

Leonie :)

Bald geht es los

Sonntag, 06.09.2015

Dies ist der erste Eintrag in meinem neuen Blog. In Zukunft werde ich hier über meine Erlebnisse im Ausland berichten!

Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren - passt alles rein, fehlt noch was, was ist überflüssig?! 

Morgen noch mal ein Abschieds-Essen-gehn mit meinen Lieben und dann gehts am Dienstag Abend auch schon los - bin schon aufgeregt!